Wanderung von Raunheim nach Schwanheim
notiert von Hotti

8. Februar 2015


Unsere Wanderung von Raunheim nach Schwanheim stand unter dem Zeichen, eine ganz besondere Wanderung zu werden.

Am Wiesbadener Treffpunkt war ich, wie schon so oft, der einzige Teilnehmer, so dass ich einen Zug früher genommen hatte um zu unserem zweiten Treffpunkt in Mainz zu gelangen.

Hier traf ich die restlichen Teilnehmer unserer Wanderung, also genau 3. Damit waren wir nun vier und komplett.

Nach kurzer Wartezeit kam auch schon die S-Bahn, die uns zu unserem Ausgangspunkt der Wanderung, Raunheim, brachte.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass unser Raunheimer Mitwanderer am Bahnhof stehen würde, was aber nicht so war. Aber er hatte sich auch nicht angemeldet.

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Blick in die Ferne

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Ein bisserl frisch war es doch noch

Zunächst führte unsere Wanderung links rechts, links, rechts, links, rechts, usw. bis wir nach einigen Minuten das Gebiet des Raunheimer Waldsees erreicht hatten.

Anscheinend war gerade eine Fahrradveranstaltung, denn ständig kamen uns Fahrradfahrer entgegen und Pfeile auf dem Asphalt verrieten, dass dies so sein musste.

Den Waldsee ließen wir rechts liegen, ohne ihn jemals tatsächlich gesehen zu haben.

Eine Weile später kamen wir an ein Forsthaus, wo wir nach rechts abbogen, um diesen Weg bis zum Ende zu wandern. Fast hätte man aus der Entfernung meinen können, dass es hier nicht mehr weiter gehen würde, denn am Ende des Weges stand ein Zaun mit einem für Fußgänger verboten Schild.

Gut, dass wir diese Strecke vorgewandert waren, so dass uns dieses Schild nicht beeindrucken konnte und schließlich zweigte vor dem Zaun noch ein kleinerer Weg nach rechts ab, welchem wir wieder eine ganze Weile folgten.

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Flieger im Anflug

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Ich hol Euch die Flieger vom Himmel

Waren wir bei der Vorwanderung am Ende des Weges noch darauf reingefallen, dass dieser Weg vor einem Abhang endete, so konnten wir diese Hürde diesmal meistern und schwenkten kurz vorher nach rechts, gleich wieder nach links und wieder nach links und schon hatten wir den Abhang überwunden.

Unter der Autobahnbrücke hindurch gelangten wir nun auf die Seite der Nordwestlandebahn. Doch bis dahin war es noch ein gutes Stück. Dieses Stück wanderten wir den Weg entlang der ICE-Trasse bevor wir am Ende eines Firmengeländes wiederum nach links und dann immer geradeaus liefen, bis wir schließlich die Landebahn erblickten.

Heute hatten wir Glück, denn die Flugzeuge landeten in unserer Richtung, so dass ich hier beeindruckende Fotos machen konnte. Beeindruckend kann das wohl nur jemand finden, der dem Fluglärm nicht tagein tagaus ausgesetzt ist. Für uns Wanderer war es ein Erlebnis, für die, die in der Nähe des Flughafen wohnen ist es ein Ärgernis.

Nachdem die anderen der Meinung waren, das ich nun wirklich genügend Fotos hätte musste ich mich gezwungenermaßen der Gruppe anschließen und weiter an der Wanderung teilnehmen.

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Flieger küss mir die Wolken

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Leider mussten wir weiter

Unsere Strecke führte noch ein gutes Stück an der Landebahn entlang so dass wir weiter die Flugzeuge landen sehen konnten.

Schließlich mussten wir dann doch nach rechts abbiegen und entlang des Mönchhofsee in Richtung Kelsterbach laufen.

Vor uns lief ein Ehepaar mit zwei größeren Hunden. Alle vier schauten ständig in den Wald rechts neben uns. Auch empfand ich die Hunde als sehr aufgeregt. Kurze Zeit später war auch klar warum.

In einiger Entfernung vor uns rasten zwei Wildschweine gefolgt von zwei Rehen von einer Seite des Waldes auf die andere. Passanten, die sich gerade in unmittelbarer Nähe befanden blieben erstaunt stehen. Gut dass wir nicht Näher waren!

Jetzt war auch unsere Rast nicht mehr weit. Hierfür mussten wir noch die Straße überqueren, einige Meter laufen unter einer Eisenbahnunterführung hindurch uns schon standen wir am Main.

Hier hatten wir bei unserer Vorwanderung bereits einen Rastplatz ausgemacht, den wir auch heute nutzen konnten.

Genüsslich verspeisten wir die mitgebrachte Vesper. Allzu lang konnten wir allerdings nicht verweilen, denn dazu lud die Kälte nicht wirklich ein.

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Den Kaffee mit Milch und Zucker, Herr Flugkapitän?

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Wann ist der endlich fertig mit dem dämlichen Fotografieren?

Nach der Rast führten die nächsten Kilometer entlang des Mains, vorbei am Kelsterbacher Hafen.

Ein kleiner Gedankenfehler im Tourenablauf hatte dann auch noch dazu geführt, dass wir wieder in der Nähe des Bahnhofs heraus gekommen waren, obwohl wir dies eigentlich vermeiden wollten, so war es bei der Vorwanderung besprochen. Aber alles hatte so ausgesehen, als wäre es richtig an einer ausgewählten Stelle den Main zu verlassen und in Richtung Hauptstraße zu gehen.

Dies erwies sich jedoch als falsch, da wir lediglich eine Straße ausgespart hatten. Insgesamt dürfte die Strecke dadurch aber um einige Meter länger geworden sein.

Aber gut, war jetzt nicht mehr zu ändern. Schließlich erreichten wir den Sportpark. Eine Tennishalle ließen wir links liegen und gelangten so zügig auf eine Brücke, die über eine Straße führte.

Noch ein Wildschutzgatter und wir waren im Schwanheimer Wald. Ab hier hatte ich ganz besonderen Spaß, denn zu Hause hatte ich mir die Wegführung auf der Karte vorab festgelegt so dass es nun nur noch hieß, dass ich richtig zählen musste. Nach dem Gatter links, die nächste Rechts, dann am vierten Weg nach links, geradeaus bis zur Schwanheimer Wiese, rechts, irgendwann nach Lust und Laune nach links, die Schwanheimer Wiese queren, am Ende der Wiese nach rechts, geradeaus bis zur Straße, links bis zur Hauptstraße und dann bedauern, dass die Straßenbahn gerade abgefahren ist und die Frankfurter zum Fahrplanwechsel ihren Takt Sonntags von 10 auf 15 Minuten geändert haben.

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Obacht - wir haben Euch im Blick!

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Noch ist der Wald trist und grau doch schon bald grün und fein!

Doch so lange mussten wir gar nicht an der frischen Luft verweilen, denn bald kam die Straßenbahn und wir konnten schon mal einsteigen.

Pünktlich fuhr die Bahn ab und gute dreißig Minuten später konnten wir diese an der Haltestelle Römer schon wieder verlassen.

Es schloss sich ein kurzer Spaziergang zur Zeil an, wo wir geplant hatten im Eiscafé des My Zeil unsere Abschlusseinkehr zu machen.

Wir fanden dort einen schönen Platz und konnten so den Tag bei gutem Kaffee und Kuchen ausklingen lassen, bevor wir uns nach etwa einer Stunde im Café auf den Weg zum S-Bahnhof machten und schließlich mit der S-Bahn nach Mainz und Wiesbaden fuhren.

Hinter uns lag eine Wanderung / ein Tag, wo wir in Bezug auf das Wetter richtig Glück gehabt hatten. Bis auf einen längeren Schneeschauer zu Beginn der Wanderung in Raunheim war es durchweg richtig gut. Sogar die Sonne konnten wir für Momente genießen. Eine schöne Tour, ein schöner Tag!

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti