Neujahr
notiert von Hotti

1. Januar 2015


Fast wäre ich mit meiner Prognose bezüglich der Teilnehmerzahl an unserer Neujahrstour baden gegangen und hätte ziemlich danebengelegen.

Für 14 Personen hatte ich unsere Zwischeneinkehr reserviert und in meiner Ankündigung um Zusagen bis zum Dienstag vor der Tour gebeten. Bis dahin hatten sich 7 angemeldet. Also gerade mal 50 Prozent.

Als wir am Neujahrsnachmittag um kurz nach drei zu unserer Tour aufgebrochen sind, waren wir dann doch noch 12 geworden.

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Wie in jedem Jahr einsamer Komoran auf Leuchtturm

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Auf dem Weg zur zweiten Brücke

Mit dem Wetter hatten wir wahnsinniges Glück gehabt, na ja, fast eben. Aber es regnete nicht. Einen Tag später und die Regenwahrscheinlichkeit wäre um ein vielfaches höher gewesen. So hatten wir es lediglich mit Wolken zu tun.

Da unsere Neujahrstour traditionell ist gehört es auch dazu, dass ich traditionell einige Worte zu Beginn der Tour sage, die diesmal etwas ernster und rhetorisch irgendwie sehr ungeschickt ausgefallen waren.

Wie nahezu alle Gruppen haben auch wir uns dem Trend angeschlossen mit weniger Teilnehmern an den Veranstaltungen leben zu müssen. Genauso sind auch wir dem Phänomen gefolgt, dass sich immer weniger Leute finden, die die Zeit finden, eine Tour zu organisieren.

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Immer rennt mir meine Gruppe davon

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Das traditionelle Gruppenfoto

Diesen Tatsachen geschuldet geht es für die Streetmillboys nun an jedem zweiten Sonntag im Monat auf Tour und nicht mehr wie in der Vergangenheit alle drei Wochen, was uns unter dem Strich einige Touren einspart.

Doch nun endlich zu unserer Tour am Neujahrsnachmittag 2015.

Von unserem Treffpunkt aus schlenderten wir rasch auf die erste Brücke, dem Steg hinüber zur Maaraue. Auf der Maaraue angekommen durften wir ein kleines Schlammparadies betreten. Zumindest am Anfang. Entlang des Rheins erreichten wir wenig später das Schwimmbad Maaraue, wie immer ohne Badegäste. Wäre unsere Wanderregion am Edersee hätte es anders ausgesehen, denn dort gibt es eine Veranstaltung zu der etwa 200 Teilnehmer in den sieben Grad warmen Edersee steigen und in einer Minute dort Schwimmübungen machen.

Wir erreichten die Leseallee wo all die Jahre wunderschöne Kastanienbäume standen, die vor kurzem unter großen Protest der Bürger gefällt wurden, da sie wohl krank waren. Aber, es wurden bereits Ersatzpflanzungen vorgenommen.

Schon waren wir auch am Ende der Maaraue angekommen, verließen diese über die zweite Brücke.

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Unser Hund durfte bei dieser Tour natürlich nicht fehlen mit unserem Fotografen

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Blick auf die Mainspitze

An der Treppe hinauf zum Weinprobierstand machten wir unser obligatorisches Gruppenfoto bevor wir uns dann der dritten Brücke näherten, die uns nun von Kostheim nach Gustavsburg brachte.

Es folgte die vierte Brücke, die große Eisenbahnbrücke hinüber nach Mainz. Heute war diese mit besonderer Vorsicht zu begehen, denn es gab einige Stellen, die arg rutschig waren. Gut, dass keiner Längs geschlagen war, doch bei einigen hatte nicht mehr viel dazu gefehlt.

Am anderen Ende der Brücke sammelten wir uns, bevor es nun wiederum am Rhein entlang bis zum Fischtor ging. Auf dem Weg dorthin hatten wir noch die Drehbrücke passiert und damit Brücke Nummer fünf notieren können.

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Jetzt mit Blick auf Mainz

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Das sieht anders aus wie es tatsächlich war

Heute zog sich die Gruppe zwar nicht so extrem auseinander, doch nachdem wir am Fischtor in Richtung Innenstadt spaziert waren schloss sich an der Ampel Rheinstraße noch einmal eine kurze Wartepause an.

Einer wollte nicht warten und sauste schon mal vorneweg, während die anderen artig waren und Rücksichtsvoll warteten, bis auch der letzte sicher auf der anderen Straßenseite angekommen war.

Pünktlich trafen wir im Gasthaus zu Kaffee und Kuchen ein. Auch dieses Jahr hatten wir wieder den schönen Platz direkt am Weihnachtsbaum und genossen die Auszeit bei Kaffee und Kuchen oder auch Kartoffelsuppe in Maronen beziehungsweise Apfelsuppe oder auch einem leckeren Salat.

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Schon wieder Gruppenanschluss verloren

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Kastel am Abend

Etwa eine Stunde später wurde es Zeit zum Aufbruch. Über die Straßenbrücke der Rheinstraße erreichten wir das Mainzer Rathaus und hatten somit für heute unsere sechste Brücke überschritten.

Am Rhein entlang schlenderten wir bis zur Theodor-Heuss-Brücke, wo sich einige Mainzer verabschiedeten, denn die siebte Brücke war für sie die erste gewesen, als sie am Mittag zum Treffpunkt unserer Tour gekommen waren.

Für den kleinen Rest war es nun die siebte Brücke zur Kasteler Reduit, wo auch in diesem Jahr unsere Tour wieder endete.

Da die Hoffnung zuletzt stirbt, hoffe ich, in 365 Tagen wieder am Neujahrstag meine traditionelle Rede halten zu können. Schließlich würde ich gerne mit den Streetmillboys im Jahr 2017 das zwanzigjährige Bestehen der Gruppe feiern. Hoffentlich wirds was!

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Peter & Hotti Dya