Wanderung auf dem 7 - Hügel- Steig in Darmstadt
notiert von Hotti

12. April 2015


Konditionell sind unsere Wanderungen in der Darmstädter Gegend meist keine große Herausforderung. Alles schön eben und leicht zu Wandern.

Dafür war die Anreise zum Ausgangspunkt dieser Wanderung eine Herausforderung. Zunächst fuhren wir mit der Bahn von Wiesbaden über Mainz nach Darmstadt. Hier stiegen wir um in die Bahn Richtung Heidelberg, wobei wir nur zwei Stationen fahren mussten.

Am Bahnhof in Darmstadt-Eberstadt wurden wir dann zurückversetzt in alte Zeiten, denn nicht nur, dass wir das Vergnügen hatten mit einem alten Zug zu reisen, und es tatsächlich geschafft hatten, die Zugtür zu öffnen, das war auch schon mal anders, als wir an einem Bahnhof standen und die Tür erst in letzter Sekunde öffnen konnten, stand noch ein steiler Ausstieg aus dem hohen Waggon an.

Unverletzt hatten die bis jetzt 6 Wanderer die Anreise bis hierher geschafft. Die letzte Hürde bis zu unserem Startpunkt der Wanderung war nun noch eine Fahrt mit dem Bus und dann hatten wir es geschafft. Wir standen in Darmstadt-Eberstadt an der Haltestelle Wartehalle und wurden bereits von unserem Wanderleiter sowie einem weiteren Wanderer erwartet.

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Fast hätten wir ein Leiterchen gebraucht

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Unser Anstieg auf den ersten Hügel

Nach einer kurz gehaltenen Begrüßung konnten wir nun aufbrechen zu unserer Wanderung, die den Titel Wanderung auf dem 7 Hügel Steig trug.

Zu allererst wanderten wir die Thomasstraße entlang. Zufälligerweise hatten wir bei dieser Tour auch alle Thomase unserer Gruppe mit dabei.

Schon bald erreichten wir das Ortsende und uns stand der erste Anstieg auf den Hügel bevor. Der Prinzenberg war unser erster Hügel gewesen, welchen wir erklimmen durften. Und damit nun auch bereits der erste Höhepunkt dieser Wanderung, denn von hier oben hatten wir bereits eine prima Fernsicht hin bis nach Frankfurt. Nachdem wir eine Weile die Aussicht genossen und darüber sinniert hatten, was wir wo sehen konnten, war der Zeitpunkt gekommen, den nächsten Hügel in Angriff zu nehmen.

Nun kamen wir zur Marienhöhe, dem zweiten Hügel unserer Wanderung, auch sehr interessant!

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Blick vom Prinzenberg

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Sind die vier nicht süß

Einen Anstieg weiter hatten wir die Ludwigshöhe erwandert. Unser Wanderleiter hatte uns versprochen, dass wir hier die Volkssternwarte besichtigen durften, worauf wir uns alle sehr freuten. Umso enttäuschter waren wir dann, als wir vor verschlossener Tür standen. Öffnungszeiten waren nirgends zu finden, so dass uns nichts anderes übrig blieb als hier bei traumhaften Ausblick nicht Sterne sondern Darmstadt zu schauen.

Somit war die Ludwigshöhe zu unserem Rastplatz auserkoren, den wir sehr genossen. Viel besser als Sterne gucken.

Dummerweise bestand unser Wanderleiter darauf, dass wir unsere Wanderung fortsetzten, jeder Widerspruch wurde direkt im Keim erstickt.

Von der Ludwigshöhe schlenderten wir nun vorbei an Kunst im Wald Objekten hinunter zum Goetheteich. Da das Motto unserer Tour Wanderung auf dem sieben Hügel Steig hieß dürfte nun jedem klar sein, was nun folgte.

Genau, ein Anstieg hinauf auf den Hergottsberg.

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wir genießen die Aussicht

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Blick auf Darmstadt von der Ludwigshöhe

Wenig später wurde es aufregend. Wir mussten die vielbefahrene Bundesstraße überqueren. In zwei Gruppen klappte es gut. Unbeschadet hatten alle acht Wanderer die Straße überquert, natürlich mit dem Zweck, den nächsten Hügel zu ersteigen. Und der hatte es in sich! Schließlich kraxelten wir auf den höchsten Berg Darmstadts, dem Dommersberg, welcher 264 Meter auf die Messlatte bringt!

Hügel Nummer 6 war nun der Dachsberg. Ab hier war es eigentlich ein Kinderspiel. Wir kamen nun zum Campus Lichtwiese, mit dem uns bekannten Bahnhaltepunkt. Hier waren wir schon einige Male zu einer Wanderung aufgebrochen.

Bald hatten wir das Hofgut Oberfeld erreicht. Nun weiß ich auch endlich, was es mit dem Oberfeld auf sich hat! Es handelt sich um ein großes Hofgut.

In den letzten Jahren waren wir schon öfter am Oberfeld vorbei gewandert, aber nie hatte ich begriffen, was das wirklich ist. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung von der Größe.

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Nanu, was ist denn da zu sehen

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Wie anziehend solche Schilder doch sein können

Hier wurden wir nun vor die Entscheidung gestellt, eine Tasse Kaffee im Hofgut zu trinken, oder zur Rosenhöhe weiter zu laufen. Eine weitere Option war, im Oberfeld keinen Kaffee zu trinken, direkt weiter zur Rosenhöhe zu wandern und von dort unsere Wanderung um drei Kilometer zu verlängern um zum Oberwaldhaus zu laufen und dort unsere Abschlusseinkehr zu machen.

Wir entschieden uns für das Oberwaldhaus, wurden dann aber von unserem Wanderleiter auf der Rosenhöhe mit einer weiteren Entscheidungsfrage konfrontiert. Wollten wir noch zum Löwentor, zur Mathildenhöhe oder gar noch zum Friedhof?

Nein wollten wir nicht. Wir wollten zum Oberwaldhaus und wollten die letzten knapp drei Kilometer hinter uns bringen, wo wir schließlich eine knappe halbe Stunde später eintrafen.

Ein Platz auf der Terrasse war leicht gefunden, der Herr Kellner stand zügig am Tisch und nahm unsere Bestellung auf.

Rasch kamen die Getränke und auch das bestellte Essen ließ nicht lange auf sich warten.

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Nein, wir fahren nicht von hier mit der Bahn weiter

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Aber mit dem Bus fahren wir weiter

Mit dieser Einkehr ging ein gelungener Wandertag zu Ende, an dem sich nun noch eine Busfahrt zum Darmstädter Hauptbahnhof anschloss.

Wenige Haltestellen vor dem Hauptbahnhof hatten wir uns noch von unseren Eberstäder Wanderern verabschiedet.

Wir hatten Glück, unser Zug zurück nach Mainz und Wiesbaden stand schon bereit, so dass wir freie Platzwahl hatten, was dieser ganzen Tour noch den absolut entspannten Abschluss bescherte.

Schließlich waren die Mainzer gegen viertel nach sechs und die Wiesbadener gegen halb sieben am Zielort angekommen.

Wanderleitung: Gerald

Bericht und Bilder: Hotti