Lahnwegwanderung von Laurenburg nach Obernhof
notiert von Hotti

13. April 2014


Unser Experiment Lahnwanderung brachte uns diesmal zur Etappe von Laurenburg nach Obernhof, die mit 9 Kilometern zwar eine relativ kurze Strecke, dafür aber umso heftiger ist.

Bei unserer Vorwanderung hatten wir zunächst ein anderes Ziel gehabt, so wollten wir ursprünglich in Nassau ankommen. In Obernhof hatten wir jedoch bemerkt, dass die Strecke bis hierhin ziemlich heftig an Auf- und Abstiegen gewesen war, so dass wir es schließlich vorgezogen hatten, die Strecke zu kürzen und bereits in Obernhof die Wanderung zu beenden.

Meine Wanderankündigung zu dieser Tour war anscheinend etwas zu heftig ausgefallen, denn wir waren diesmal lediglich zu viert am Start. Sehr schade für diejenigen, die nicht dabei waren, denn schließlich hatten wir die Streckenlänge so gekürzt, dass jeder Wanderer ohne Probleme die Strecke schaffen sollte.

Unser Treffpunkt war in Wiesbaden , wo wir zunächst eine gesellige Fahrgemeinschaft bildeten und mit dem PKW nach Laurenburg, dem Start unserer Wanderung gefahren waren.

Auch dieses Mal fanden wir hinter dem Bahnhof Problemlos einen Parkplatz.

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Kaum waren wir ausgestiegen und hatten die Rucksäcke aufgezogen kamen bereits weitere Wanderer. Einer von ihnen fragte uns, ob wir die bestellten Wanderführer seien. Dummerweise haben wir nicht rausgefunden ob diese Frage ernst gemeint war.

Da die Teilnehmer der anderen Gruppe unser Grüpplein bei weitem übertraf machten wir uns rasch auf den Weg, was auch gut war.

Kaum hatten wir die Hauptstraße überquert stand uns bereits der erste Anstieg bevor.

In Serpentinen schlängelten wir uns hinauf um oben angekommen kurz zu verschnaufen. Allerdings war dies erst der Anfang, die Steigung würde sich schon bald weiter fortsetzen.

Jetzt aber genossen wir erst einmal den Blick ins Lahntal.

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Ein kurzes Stück war nun eben, bevor wir uns halb links hielten um den nächsten Anstieg in Angriff zu nehmen. Zuerst war der Weg nur schwer begehbar, da wohl vor nicht allzu langer Zeit dort Forstarbeiten stattgefunden hatten und nun noch Gehölzreste auf dem Weg lagen.

Nach einer Zeit kamen wir dann aber doch wieder auf einen besser begehbaren Abschnitt - aber immer noch schön weiter hinauf!

Nahe dem Örtchen Dörnberg (0,5 km) wies ein Hinweisschild darauf hin, dass wir hier nun bitte nach links gehen sollten. Dies war der Tatsache geschuldet, dass wir ja noch einen Blick auf die Lahn mitnehmen sollten.

Und dieser war traumhaft schön und trägt den romantischen Namen Marienhöhe! Von hier konnten wir den bisher zurück gelegten Weg von Laurenburg noch einmal optisch nachvollziehen.

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Fast konnten wir uns nicht satt sehen, doch irgendwann mussten wir weiter. Allerdings nicht lange und schon stand der nächste Aussichtspunkt (Wolfslei) mit wunderschönem Blick auf die Lahn auf dem Programm. Hier konnten wir einem Kanuten beim Befahren einer Schleuse zusehen. Allerdings dauerte uns dies letztendlich dann doch etwas zu lange, so dass wir ihm seinem Schicksal allein überlassen mussten.

Eine Weile später trafen wir erneut auf ein Hinweisschild mit dem Namen Dörnberg (0,5 km). Uns war, als hätten wir genau dies bereits auf der anderen Seite gelesen. Hätte es da am Ende einen kürzeren Weg ohne auf und ab gegeben? Na ja, auch wenn es so ist, so war unser Weg der schönere!

Unsere längere Rast stand nun unmittelbar bevor! Diese sollte am Aussichtspunkt Goethepunkt sein.

Doch erst mal stiegen wir auf die Aussichtsplattform und genossen den einzigartigen Panoramablick von hier oben.

Anschließend schlenderten wir wenige Steintreppen hinab und machten es uns auf den dort stehenden Bänken bequem um unsere Stullen bei einer lang ausgedehnten Rast zu verzerren.

Erst als sich viele Wolken vor die wärmende Sonne geschoben hatten und es etwas zu ungemütlich wurde entschieden wir uns, die letzte Etappe der heutigen Wanderung in Angriff zu nehmen.

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Vom Goethepunkt gibt es zwei Wege hinab nach Obernhof. Einen schwierigen der durch Felsen führt und teilweise mit Drahtseilen gesichert ist und einen leichten Weg, der um die Felsen herum führt.

Der Höhenangst und kaputten Knien geschuldet entschieden wir uns, wie schon bei der Vorwanderung, für den einfachen Weg hinab. Wenig später standen wir auch schon auf einem Asphaltweg, der uns, nachdem wir noch einmal den Blick auf Kloster Arnstein aus einer für uns ungewohnten Perspektive genießen konnten, hinunter nach Obernhof führte.

Hier endete unsere heutige Wanderung nach ca. 9 Kilometern und vielen gewanderten Höhenmetern.

Zurück nach Laurenburg wollten wir mit der Bahn fahren, die wir um ca. 15 Minuten versäumt hatten, was aber nicht schlimm war, denn schließlich wollten wir eine Genusswanderung und keine Abrennwanderung.

Wir nutzen die Zeit, um am Imbiss ein Eis zu holen, was wir an der Lahn genießen konnten.

Rechtzeitig begaben wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Pünktlich kam der Zug und so waren wir schließlich um kurz vor vier wieder am Start unserer Wanderung in Laurenburg.

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Unsere Abschlusseinkehr machten wir, wie bereits bei unserer Lahnwanderung von Balduinstein nach Obernhof in einer Gaststätte direkt an der Lahn. Im August letzten Jahres konnten wir wegen der Hitze nicht draußen sitzen, diesmal hielt uns der kalte Wind davon ab.

Der Wirt freute sich, dass wir ihn wieder besuchten und wir freuten uns, dass er uns wieder erkannte. Gemütlich ließen wir so den Wandertag ausklingen, der gegen viertel vor sechs in Laurenburg endete.

Rasch, auf dem schnellsten Weg über die Autobahn fuhren wir zu unserem Treffpunkt nach Wiesbaden, wo wir uns nach einem schönen Tag voneinander verabschiedeten.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti