Wanderung von Bodenheim nach Mainz
notiert von Hotti

26. Oktober 2014


Unsere zweite Oktoberwanderung führte uns ins Rheinhessische und zwar nach Bodenheim.

Doch dafür mussten wir uns erst einmal treffen, was wir am Mainzer Hauptbahnhof machten und von hier aus mit der Bahn nach Bodenheim gefahren waren.

Nach nur kurzer Fahrzeit konnten wir den Zug auch schon wieder in Bodenheim verlassen.

Auch hier gab es natürlich eine kurz gehaltene Begrüßung des Tourenleiters bevor wir uns auf die Strecke machten.

Heute stand eine Etappe des Rheinterrassenweges auf dem Programm, welche für uns in Bodenheim begann und in Mainz nach etwa 15 Kilometer enden würde.

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Zunächst schlenderten wir für kurze Zeit durch den Ort Bodenheim bevor wir diesen schließlich verließen und der Beschilderung des Rheinterrassenweges folgten. Anfangs wanderten wir auf dem Zuweg und hatten damit möglicherweise einen kleinen Abschnitt ausgelassen, was aber so nicht eindeutig beschildert war.

Aber schon eine Weile später fanden wir uns auf dem richtigen Weg wieder und hätten, wäre es nicht so diesig gewesen, den Rhein und natürlich die Hohe Wurzel sehen können.

Nach etwa einer Stunde erreichten wir eine Aussichtsstelle, an welcher sich eine Steinbank befand, welche zum Rasten eingeladen hatte. Diese Einladung nahmen wir gerne an, denn schließlich gab es für den Rest nicht mehr viele solcher Einladungen.

Wir genossen die Zeit und die Gunst der Stunde, dass wir im Oktober noch so lange Sitzen und Rasten konnten.

Nachdem wir genug genossen und gevespert hatten ging es weiter. Wir erreichten nun die Laubenheimer Höhe und mussten wenig später die Straße überqueren.

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Jetzt standen wir am Steinbruch, welchen man von der Autobahn sieht, wenn man über die Weisenauer Brücke fährt. Selbst die Mainzer kannten diese Perspektive noch nicht.

Der Wanderweg führte nun im weiten Bogen, immer am Rande des Steinbruchs entlang des Zaunes um diesen herum.

Mit Hilfe einer Fußgängerbrücke konnten wir die Autobahn überqueren. Für einen Moment war der Steinbruch weit weg.

Später erreichten wir den Mainzer Geopfad. Bedauerlicherweise waren einige bereits voraus geeilt, so dass diese nicht mitbekommen hatten, dass ich vorhatte, diesen Geopfad zu erwandern.

Also mussten wir zunächst den entkommenen hinterher eilen um diese zum Umkehren zu bewegen, was schließlich doch noch gelang.

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Mit 1,5 Kilometer Länge war der Weg angegeben. Absolut interessant und sehenswert, doch wie wir am Ende feststellen mussten dummerweise lediglich von einer Seite beschildert. Bei diesem Geopfad handelt es sich um einen Rundweg, den wir sehr wörtlich nehmen mussten, denn als wir schließlich am Ende des eingezäunten Geländes angekommen waren standen wir nun wieder auf dem Weg, denn wir 2 Kilometer vorher schon nach unten gewandert waren. Dies mussten wir nun noch einmal wiederholen.

Hätten wir unsere Vorwanderung sorgfältiger gemacht, so wären uns knappe 2 Kilometer erspart geblieben. So war es eine künstliche Streckenverlängerung. Was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.

Nach dieser Ehrenrunde erreichten wir schließlich den Rhein und folgten diesem Rheinabwärts bis zur Mainzer Überlandbrücke, wo die Wandermarkierung nun in den Mainzer Stadtpark wies.

Da unsere Wanderung am Mantelsonntag in Mainz stattfand, war davon auszugehen, dass wir in einem Mainzer Kaffee nicht unterkommen würden, so dass wir uns spontan für einen Besuch im Favorite Hotel entschieden. Hier hatten wir bis vor einigen Jahren bei unserem Neujahrsspaziergang immer einen Zwischenstopp zu Kaffee und Kuchen eingelegt.

Der alten Gewohnheit folgend gingen wir nach oben, fragten nach Kuchen und wurden nach unten in die Bierkutsche geschickt. Tatsächlich gab es hier den gewünschten Kuchen. Damals gab es eine riesige Auswahl an der Kuchentheke, doch dies schien sich für das Haus nicht mehr zu rechnen, denn die Auswahl war nun auf eine Handvoll Kuchen reduziert. Wobei aber für jeden Geschmack etwas dabei war.

So genossen wir die Rast in der Bierkutsche, bevor wir schließlich den Endspurt zum Bahnhof Römisches Theater antraten.

Am offiziellen Ende der Tour verließen uns die ersten Wanderer bereits, denn diese mussten die Bahn in die entgegen gesetzte Richtung nehmen.

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Die restlichen konnten den Zug um 17:03 von Gleis 1 nach Mainz Hauptbahnhof nehmen. So war es auch am Anzeiger angezeigt. Die Abfahrtszeit war bereits einige Minuten überschritten, die Anzeige war verschwunden, der Zug war aber nicht da. An Gleis 3 wurde allerdings die Regionalbahn nach Wiesbaden angezeigt und war auch schon am Einfahren.

Fassen wir zusammen, wir stehen am Gleis 1, es kommt kein Zug, es ist auch kein Zug mehr an der Anzeigetafel. An Gleis 3 fährt ein Zug ein den wir auch nehmen können. Folglich rannten wir nun die Treppe von Gleis 1 herunter, durch die Unterführung, die Treppe zu Gleis 3 hinauf und gerade noch in die Regionalbahn.

Nun werfen wir einen Blick durch die Scheibe auf Gleis 1. Dort steht die Bahn nach Mainz, die ja nicht mehr an der Anzeigetafel gestanden hatte. Ruck Zuck fährt die Bahn auf Gleis 1 auch weiter, während unser Zug steht und steht und steht. Endlich geht es los und mit etwas Verspätung rumpeln wir dem Mainzer Hauptbahnhof entgegen. Für mich persönlich mit der Erkenntnis, dass ich am Morgen auch in Wiesbaden hätte starten können und damit dann auch früher zu Hause gewesen wäre, denn nun musste ich noch einen zehnminütigen Spaziergang zu meinem Auto hinter mich bringen.

Aber nicht schlimm, so konnten wir uns am Mainzer Hauptbahnhof noch ordentlich voneinander verabschieden.

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Fazit: Interessante Strecke. Doch wer es lieber einsamer mag, für den ist diese Wanderung nichts. Es sind überwiegend Asphaltwege, was auf die Dauer recht anstrengend ist. Dafür wird man aber eigentlich mit schönen Aussichten belohnt, wenn es nicht gerade so trüb wie bei unserer Wanderung ist.

Sicherlich werden wir irgendwann einmal eine weitere Etappe des Rheinterrassenweges machen und wer weiß, wenn die Ideen ausgehen oder das Wetter nur eine kurze Tour zulässt sogar diese Tour wiederholen.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti