Wanderung von Altenbamberg nach Bad Kreuznach
notiert von Hotti

23. Februar 2014


Nachdem die Januar-Wanderung wegen schlechtem Wetter ausgefallen ist wurden wir bei unserer Wanderung am 23. Februar 2014 mit traumhaft schönem Wetter und einigen Überraschungen belohnt.

Mit 10 Teilnehmern lag die Beteiligung knapp im 2-stelligen Bereich.

Wobei wir ganz sanft begannen und am ersten Treffpunkt am Wiesbadener Hauptbahnhof lediglich zu zweit waren. Mit der Bahn fuhren wir nach Mainz, wo wir auf die restlichen Teilnehmer treffen sollten.

Rasch durchgezählt und festgestellt - hoppla, da fehlt doch einer! Lange hatten wir nicht mehr Zeit, da der Zeitpuffer bereits aufgebraucht war. Ein Anruf ergab, dass sich der fehlende Teilnehmer in der Zeit geirrt hatte, zwar bereits in Mainz war, aber keinen Parkplatz fand. Das war es dann für ihn gewesen, mit der Wanderung an diesem wunderschönen Sonntag.

Somit war klar, in Mainz würden wir ihn auf keinen Fall treffen können. Knapp vor der Abfahrt stiegen wir in den Zug. Ein Platz war schnell gefunden.

Wie konnten wir unserem verlorenen Wanderer helfen. Noch einmal ein Anruf, ob er nicht nach Bad Kreuznach kommen wolle und dort versucht, den Zug zu erreichen. Dies fand er eine gute Idee, nur leider schaffte er es auch nicht nach Bad Kreuznach.

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So standen wir nach einem Umstieg in Bad Münster schließlich in Altenbamberg am Bahnhof und telefonierten erneut. Nachdem unser "verlorener Wanderer" in Bad Kreuznach nur noch die Rücklichter unseres Zuges gesehen hatte, war nun die nächste Idee gewesen, dass er uns ja an der Nahe entgegen wandern könnte und an der Burg Rheingrafenstein auf uns warten könnte.

Dies fand er eine gute Idee und so waren wir dann auch verblieben.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Wanderleiter marschierten wir los. Zur Aufwärmung wanderten wir nach ein paar Metern durch den Ort auch schon nach oben zur Altenbaumburg, von wo aus wir einen traumhaften Blick hatten und erst einmal verschnaufen konnten, bevor es weiter hinauf ging.

Entspannter wurde es erst ab der Bismarckhütte, denn hier hatten wir die Höhe erreicht. Eine kurze Trinkpause sollte genügen, bevor wir unserer Wandermarkierung KH 10 weiter folgten.

Durch den Wald ging es nun zunächst eben, kurze Zeit später dann aber durchaus relativ steil nach unten, wobei glitschige Blätter den Abstieg erschwerten.

Belohnt wurden wir bei ungefähr Kilometer acht mit einer schönen Schutzhütte mit Blick ins Hüttenbachtal. Genau der richtige Platz um eine ausgiebige Rast zu machen, was alle gerne taten.

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Ungefähr eine halbe Stunde später setzten wir schließlich unsere Wanderung fort und kamen zum Wanderparkplatz Forsthaus Spreitel.

Fast wäre eine Diskussion darüber entstanden, ob wir von hier aus nicht einen anderen Weg zum nächsten Etappenziel, der Burg Rheingrafenstein, nehmen sollten, doch der Wanderleiter ließ sich auf keine Diskussion ein und so wanderten wir wie geplant durch ein schönes Tal.

Nachteil dieses Tals war, dass wir am Ende rechts abbiegen und nun wieder heftigst nach oben steigen mussten.

Es gab keine Ausfälle und so erreichten wir alle gut durchblutet die Burg und genossen für einen Moment den Blick auf Bad Münster und die Nahe. Doch es sollte ein noch schönerer Blick folgen.

Eigentlich wollten wir unseren Verlorenen Wanderer hier aufsammeln, doch weit und breit keine Spur von ihm. Ein Anruf und wir erfuhren, dass er Bekannte in Bad Kreuznach getroffen hatte, sich dann verquatscht hatte, gemütlich in Bad Kreuznach zu Mittag gegessen hatte und sich schließlich entschieden hatte, dort zu bleiben und uns später am Ziel zu treffen.

Nachdem sich alle satt gesehen hatten konnten folgte ein recht kleiner Abstieg vor dem großen Aufstieg hinauf zur Gans.

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Und genau auf diesem Abschnitt passierte es! Die Gruppe zog sich auseinander, die vorderen wurden immer schneller, die hinteren immer langsamer, in der Mitte kam es zum Stillstand. Alles rufen nach vorne um zum warten aufzufordern blieben unerhört. Von den Nachzüglern keine Spur.

Das nächste Problem - der Versuch einen der vorderen mit dem Handy zu erreichen wäre um ein Haar gescheitert. Die Verbindung war nicht besonders gut, so dass ich nicht verstanden hatte, wer sich am anderen Ende gemeldet hatte. Dadurch war ich der Meinung, dass ich mich verwählt hatte. Jedoch erwies sich die gewählte Rufnummer doch als richtig, denn mein Gesprächspartner wusste, wer ich bin und versprach, mit den anderen auf uns zu warten.

Inzwischen waren nun auch die beiden vermissten aufgetaucht. Gemeinsam wanderten wir zum Rest der Gruppe und konnten nun auch die wunderschöne Aussicht genießen, wie es der Rest der Gruppe schon eine Weile getan hatte.

Damit hatten wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Somit setzten wir nun zum Endspurt an und konnten uns nun schon auf die bevorstehende Abschlusseinkehr in Bad Kreuznach freuen.

Doch bevor es soweit war mussten wir nun erst einmal oder wieder einmal einen glitschigen Weg vorsichtig hinab gehen. Aber auch diesmal überstanden den Abstieg alle unbeschadet.

Wenig später hatten wir Bad Kreuznach erreicht und machten uns auf den Weg zum Kurpark, mussten jedoch kurze Zeit später bereits wieder anhalten, denn ein Wanderer hatte Bekannte getroffen und einfach weiter sausen wäre sehr unfreundlich gewesen.

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Zufälligerweise blieben wir genau auf der Höhe einiger sehr attraktiver junger Kanuten stehen, die sich gerade beim umziehen waren. Eigentlich schade, dass das Gespräch schneller als gewünscht zu Ende war.

Da die Abschlusseinkehr für 16 Uhr reserviert war hatten wir für den Weg durch den Kurpark nun etwas mehr Zeit als ursprünglich vorgesehen, so dass wir den Schlendergang einlegen konnten.

Nun war es auch wieder an der Zeit, unseren den ganzen Tag als verlorenen Wanderer genannten zu kontaktieren, damit wir nun endlich einen Treffpunkt vereinbaren konnten, der dann gar nicht mehr so weit weg von unserem derzeitigen Standort war.

Dem Treffen stand jetzt nichts mehr im Weg und kurze Zeit später waren wir endlich glücklich zusammen geführt.

Auch das Lokal, wo wir einen Tisch zur Abschlusseinkehr reserviert hatten, war nun nicht mehr weit.

Pünktlich trafen wir dort ein, alles klappte wunderbar, wir konnten uns direkt setzen und zügig wurde unsere Bestellung aufgenommen.

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Kurz vor halb sechs war schließlich der Zeitpunkt gekommen zurück zum Bahnhof zu gehen.

Mit der Regionalbahn fuhren wir zurück nach Mainz und mit einem kleinen Abschlussspurt schafften es sogar die Wiesbadener noch, die S-Bahn zu bekommen, die eigentlich schon weg sein sollte.

Fazit dieser Tour: Wunderschön! Traumhaftes Wetter, nicht kalt wie sonst im Februar - an vielen Stellen schöne Blicke - eine gelungene Wanderung - ein gelungener Tag!

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti