Wanderung von Gau Algesheim nach Sprendlingen
notiert von Hotti

7. April 2013


Bei dieser Wanderung nahm die Flut der Anmeldungen gar kein Ende. Kein Wunder, denn es war für den 7. April gutes Wetter vorhergesagt. So kam es denn auch, dass viele der insgesamt 12 Wanderer am Abend mit einem leichten Sonnenbrand den Tag beendeten.

Das Treffen zu dieser Wanderung war diesmal relativ spät. Die Wiesbadener trafen sich um zwanzig vor elf, für die Mainzer ging es erst um viertel nach elf los.

Die Anfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung in Sprendlingen war mit der Bahn vorgesehen, die mit 5 Minuten Verspätung den Mainzer Hauptbahnhof verlassen hatte. Gut dass wir nicht umsteigen mussten, so dass uns dies vor kein Problem stellte.

Fast wäre die Wanderung für einen Teilnehmer in die Hose gegangen, denn er ging kurz vor Ankunft der Bahn in Gau Algesheim noch auf die Zugtoilette. Hatte er nicht mitbekommen, dass der nächste Bahnhof unserer sein würde?

Bereits leicht verzweifelt pochte unser Wanderleiter an die Closettpforte - keine Reaktion. War er woanders hingegangen - aber wohin?

Der Zug stand schon fast, da öffnete sich die Türe und er trat heraus. Gerade noch einmal gut gegangen. Jetzt aber raus aus der Bahn!

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Die obligatorische Begrüßung sollte auch heute nicht fehlen, musste aber aufgrund der noch immer stehenden Bahn auf den Bahnhofsvorplatz verlegt werden. Wir sahen gerade den Loklenker aussteigen und nach hinten laufen. Wahrscheinlich hatte eine Tür einen defekt.

Unterdessen gab es nun eben auf den Bahnhofsvorplatz die kurze Begrüßung von Dr. Gerhard und mir.

Endlich konnte es los gehen. Zunächst schlenderten wir ein wenig durch das Örtchen Gau Algesheim, schauten hier, schauten da und siehe da, schon hatten wir den Ortsrand erreicht.

Damit hatten wir auch das Welzbachtal erreicht, dem wir bis nach Appenheim folgten und dann später nach Nieder - Hilbersheim kamen.

Wie in der Ankündigung beschrieben kam nun auch tatsächlich nach Nieder - Hilbersheim Ober - Hilbersheim.

Die ganze Zeit war ich in der Annahme, dass wir viel zu früh in Sprendlingen ankommen würden, da mir alles sehr nah vorkam,

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Auch eine längere Rast nach etwas über einer Stunde zurück gelegter Strecke änderte nichts daran.

Irgendwann - es war so kurz nach halb vier - wir hatten gerade eine zweite Rast hinter uns gebracht, sahen wir von oben nach Sprendlingen, dem Ziel unserer heutigen Wanderung.

Ein Blick auf die Uhr, ein Blick auf den Ort und schon war klar, so früh waren wir nicht, denn dieser Weg, den wir nun sahen - das war klar - der würde sich ziehen.

Anstrengend war es nicht, denn es ging nun nur noch bergab.

Letztendlich benötigten wir dann für den Rest der Strecke noch einmal 50 Minuten, denn es waren dann noch etwas über 3 Kilometer. So können Entfernungen täuschen. Eigentlich könnte man denken, dass es nur noch ein Katzensprung ist, doch dann läuft man und läuft und läuft....

Somit entfiel diesmal für uns diesmal auch schon das fast schon traditionelle Warten auf das Öffnen des Gutsauschanks. Bei unseren letzten Besuchen in Sprendlingen waren wir immer so früh gewesen, dass wir noch eine Weile auf dem Marktplatz verweilen mussten, da unser "Stammgutsausschank" in Sprendlingen um 16 Uhr öffnet.

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Die Gruppe hatte sich auf dem letzten Stück lang gezogen, so dass die ersten noch kurz vor dem Ausschank auf den Rest wartete und sich schon mal mit dem Winzer unterhalten konnte, der wohl mitbekommen hatte, dass sich da einige Personen vor seiner Türe tummelten.

Gut, dass unser Wanderleiter uns angemeldet hatte, denn mit 12 Personen einfach mal so unverhofft vorbei zu schauen hätte unter Umständen zu Platzproblemen führen können.

Zwar war es um halb fünf noch nicht voll, doch das änderte sich im Laufe unserer Anwesenheit.

Wie die letzten beiden Male war auch diesmal jeder mit Speis und Trank zufrieden und staunte, wie günstig man davon gekommen war, denn hier stimmte das Preis- / Leistungsverhältnis, was wir aber auch schon bei unseren letzten Besuchen immer wieder festgestellt hatten.

Um einer längeren Wartezeit für die Wiesbadener Teilnehmer am Mainzer Hauptbahnhof zu entgehen hatten wir kurzfristig umdisponiert und entschieden, anstelle der ursprünglich geplanten Rückfahrt mit dem Bus mit dem Zug nach Mainz zu fahren, was der Gruppe noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zum Sprendlinger Bahnhof bescherte.

Rasch hatten wir gezahlt, einige waren dann - wie es sich gehört - noch einmal rasch auf Toilette geeilt und schon standen wir um kurz vor sechs wieder auf dem Marktplatz und waren - orientierungslos! Wo bitte ging es nun zum Bahnhof? Weit konnte er ja eigentlich nicht sein, so hatte es zumindest Google Maps bei der Vorbereitung der Tour angezeigt.

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Aha, Augen auf in Sprendlingen - da gab es doch einen Wegweiser, der uns in die Richtige Richtung brachte. Nicht lange und schon standen wir am Bahnhof.

Der Zug würde von Gleis 2 fahren, doch wo bitte schön war hier Gleis 2. Da stand zwar ein Hinweisschild, welches mehr oder weniger in die Botanik wies.

Wir folgten diesem und mussten einige Meter weg vom Bahnhof laufen und tatsächlich, da war ein zweiter Bahnsteig. So was merkwürdiges hatten wir bislang noch nicht gesehen.

Mit leichter Verspätung kam unsere Bahn, die einige denn doch verwirrte, denn sie fuhr "eigentlich" in die entgegengesetzte Richtung von Mainz. Aber nur für wenige Haltestellen, denn dann wechselten wir in die richtige Richtung.

In Armsheim - unserem Umsteigebahnhof - stellten wir fest, dass es für Mobilätseingeschränkte Personen hier nicht möglich sein dürfte den Zug zu wechseln. Über eine steile Eisentreppe ging es nach oben über die Gleise hinweg auf der anderen Seite wieder steil hinab.

In der Ferne konnten wir schon unseren Zug nach Mainz anfahren sehen. Er war pünktlich.

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Plätze waren schnell gefunden, und schon brausten wir Richtung Mainz - schließlich war es der Regionalexpreß von Alzey nach Mainz.

Pünktlich um fünf nach sieben waren wir am Zielbahnhof Mainz angekommen, verabschiedeten uns schnell von den Mainzer Teilnehmern und die Wiesbadener wechselten den Bahnsteig zur Weiterfahrt nach Wiesbaden.

Es kam, wie es kommen musste. Die Regionalbahn aus Darmstadt nach Wiesbaden hatte zehn Minuten Verspätung, aber immer noch besser als eine halbe Stunde warten zu müssen, was wir gemusst hätten, wenn wir mit dem Bus gefahren wären.

Somit waren wir gegen halb acht in Wiesbaden angekommen und hatten einen tollen, sonnigen Tag, verbracht, der allen großen Spaß bereitet hatte.

Eine Wanderung, bei der alles gepasst hatte. Es war keine lange, keine anstrengende Tour, bestes Wetter, auch die Bahnverbindungen hatten - so gut wie - gepasst. Eine schöne Strecke in Rheinhessen. Die Abschlusseinkehr im Weingut war wie immer Super gut - somit kann man zusammen fassend sagen: ein wirklich absolut gelungener Tag!

Wanderleitung: Gerhard

Bericht und Bilder: Hotti