Wanderung Fischbachtal / Odenwald mit Besuch des Lichtenberger Weihnachtsmarkts
notiert von Hotti

1. Dezember 2013


Tja, das war´s dann gewesen! Die letzte Wanderung der Streetmillboys des Jahres 2013. Der Wettergott hatte für dieses Event alles gegeben. Wir hatten Sonnenschein, angenehme Wandertemperaturen und damit eine kleine Entschädigung für all die Touren 2013 die quasi ins Wasser gefallen sind, die wegen Regens ausgefallen oder verschoben worden sind, wobei dies eigentlich nur das Empfinden war. Denn wenn man sich die Bilder des Jahres betrachtet, so stellt man fest, dass das Wetter bis auf wenige Ausnahmen so schlecht gar nicht gewesen war.

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Doch kommen wir zu unserer Wanderung, die mir persönlich aus mehreren Gründen bereits Bauchweh bereitete, seit sie im Programm stand.

Nach dem heftigen Wintereinbruch im Jahr 2012 und dem Wissen, dass wir zu dieser Tour nur mit dem PKW anreisen konnten, warf ich immer wieder Bedenken hinsichtlich der Anfahrt ein.

Wir hatten sogar daran gedacht Fahrgemeinschaften vom Ober - Ramstädter Bahnhof zu organisieren.

Letztendlich waren all diese Gedanken überflüssig, denn das Wetter war wie Anfangs beschrieben traumhaft.

Die ersten Teilnehmer trafen sich um viertel vor zehn am Wiesbadener Treffpunkt. Ein Auto genügte um zum Start der Wanderung nach Rodau zu kommen, wo wir die ersten waren, die dort eingetroffen waren.

Der Wanderleiter traf wenige Augenblicke nach uns ein - er hatte es ja auch nicht weit - brauchte nur 10 Minuten bis dorthin. Kurz darauf die letzten beiden Teilnehmer, so dass wir kurz darauf die Wanderung mit 7 Teilnehmern beginnen konnten.

Zunächst mussten wir etwas über einen Kilometer wandern um zum eigentlichen Ausgangspunkt der Wanderung in der Nähe von Lichtenberg zu gelangen. Am Morgen hätten wir auch einen näher gelegenen Parkplatz nutzen können, doch am Abend bei der Abreise hätten wir leichtere Probleme bekommen und wären dann auch nicht zu einer so guten Abschlusseinkehr gekommen, wie wir sie dann bekamen.

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Vom eigentlichen Startpunkt der Wanderung folgten wir einem zunehmend steileren Weg hinauf zum historischen, keltischen Ringwall auf der Altscheuer (Heuneburg).

Danach ging es bergab bis nach Steinau. Dort trafen wir auf das Wahrzeichen des Ortes, ein um die Jahrhundertwende gebautes Schulhaus, das durch seinen Turm dem Gebäude ein burgähnliches Aussehen verleiht.

Von hier führte unser Weg über den Mühlberg nach Meßbach.

Anschließend wanderten wir hinauf zum Schreckskopf. Von der Höhe ergibt sich dann eine einmalige Fernsicht über das Gersprenztal zur Veste Otzberg, zur Skyline von Frankfurt, zum Taunus und zum Spessart. So die Beschreibung im Wanderbüchlein. Die Sicht war etwas diesig, doch hatten wir eine Vorstellung davon, wie es mit der Fernsicht aussehen könnte.

Jetzt kamen wir nach Nonrod, wo wir in einem Buswartehäuschen unsere Rast machen konnten und setzten dann den Weg durch den Ort fort bis wir in den Wald kamen. Von hier wanderten wir abwärts nach Niedernhausen, wo wir die evanglische Kirche besichtigen konnten.

Von hier war es nicht mehr weit, doch umso anstrengender! Unser Weg führte nun steil bergan zum Schloß Lichtenberg. Oben angekommen mussten wir erst einmal einen Moment verschnaufen, bevor wir uns dem Besuch des historischen Lichtenberger Weihnachtsmarktes mit seinem Mittelalterflair widmen konnten.

Da es dort sehr voll war und sieben Männer selten unter einen Hut zu bekommen sind, beschlossen wir, dass wir uns nach einer Stunde am selben Ort wieder treffen würden.

So ging es in einzelnen Grüppchen weiter. Ein kleiner, feiner Weihnachtsmarkt, der bis in den Schloßhof hinein geht und in jedem Jahr am ersten Adventswochenende stattfindet.

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Nach einer Stunde versammelten wir uns schließlich am Treffpunkt und brachen auf zur letzten Etappe dieser Wanderung.

Es war viel los im Ort und wir stellten fest, dass unsere Entscheidung im nächsten Ort zu parken genau richtig gewesen war. Zwar wäre es möglich gewesen, den Parkplatz am Ortsausgang zu nutzen, doch war es dort nun voll geworden und immer mehr Autos drängten sich auf den Parkplatz.

Entspannt konnten wir an den Autos vorbei schlendern und etwa zwanzig Minuten später hatten wir unser Ziel Rodau wieder erreicht.

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Hier hatte unser Wanderleiter für uns in einem Gasthaus an der Hauptstraße einen Tisch reserviert.

Hurtig wechselte jeder noch die Schuhe, bevor es in die gemütliche Gaststube hinein ging. Wir bekamen einen Tisch am kuschlig warmen Kamin und konnten bei freundlichem Service und gutem Essen einen wunderschönen Wandertag - dem letzten der Streetmillboys im Jahr 2013 - ausklingen lassen.

Gegen viertel nach sechs hoben wir unsere Tafel schließlich auf und machten uns auf den Weg zurück ins Rhein - Main - Gebiet. Mit Ausnahme unseres Wanderleiters, der den Heimvorteil nutzte und bereits nach zehn Minuten zu Hause sein würde.

Immerhin hatte er uns für die Rückfahrt einen kürzeren Weg empfohlen. Am Morgen bei der Anfahrt hatten wir noch eine Schleife gedreht, die wir uns am Abend sparen konnten.

Fünfzig Minuten später verabschiedeten wir uns schließlich auch in Wiesbaden, mit der Verabredung, dass wir uns zur Neujahrstour am 1. Januar 2014 wiedersehen werden.

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Fazit dieser Tour: Eine wunderschöne Rundwanderung, bestens Markiert mit der Bezeichnung F1 Fischbachtal, von der wir allerdings an der ein oder anderen Stelle abgewichen waren und die Strecke damit noch um zwei Kilometer verlängert haben, was auch so geplant waren. Der Besuch des Weihnachtsmarktes hatte die Wanderung zusätzlich noch bereichert. Somit ein wunderschöner Tag, bei dem alles gepasst hatte. Herzlichen Dank an unseren Tourenleiter Gerald, der wieder mit einer perfekt organisierten Tour glänzen konnte.

Wanderleitung: Gerald

Bilder: Hans - Christoph & Hotti

Bericht: Hotti