Wanderung von Ober-Ramstadt nach Darmstadt
notiert von Hotti

8. September 2013


Wie gewohnt war auch diese Wanderung wieder etwas ganz besonderes.

Ebenfalls wie gewohnt war das Wetter auch heute wieder ein großes Thema im Vorfeld der Wanderung und natürlich dann auch bei der Wanderung

Doch mal ganz von vorne!

Am ersten Treffpunkt in Wiesbaden war ich der einzige, der die Bahn nach Darmstadt nutzte. In Mainz folgten weitere drei, in Bischofsheim Nummer 5. Der vorletzte kam in Darmstadt zu uns, und unser Wanderleiter - Teilnehmer Nummer 7 - erwartete uns am Bahnhof in Ober - Ramstadt.

Eigentlich wären es noch zwei mehr gewesen, die beiden hatten sich jedoch auf die Wettervorhersage verlassen, die den ganzen Tag strömenden Regen voraus gesagt hatte und abgesagt. Der Rest ließ sich vom Vorhaben, Wandern zu gehen, nicht abbringen lassen.

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Nach einer kurzen Begrüßung wanderten wir zunächst einige Schritte durch Ober - Ramstadt bevor wir den Ort verließen und auf freies Feld und wenig später auch schon in den Wald kamen.

Wenig später hatten wir auch schon den höchsten Punkt unserer Tour erreicht - die Ludwigseiche.

Wenn es bei der Wanderung keine größeren Steigungen gab mussten andere Schwierigkeiten in die Tour eingebaut werden, was wir denn auch gleich erledigten.

Dies taten wir, indem wir ganz einfach der Beschilderung an den Bäumen folgten. Wobei ehrlich gesagt der ein oder andere schon Zweifel gehabt hatte, ob diese Entscheidung richtig gewesen war.

Nun, wir folgten wie eben geschrieben einer Beschilderung in der Form eines roten Quadrates und kurze Zeit später standen wir vor einem umgestürzten Baum, den es nun zu überklettern galt, denn ein Ausweichen war nicht ganz so einfach.

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Sieben Mann machten hoch das Beinchen. Unbeschadet hatten wir alle den Baum passiert und es konnte weiter gehen.

Kurze Zeit später der zweite Baum. Auch hier war wieder eine Klettereinlage erforderlich.

Eine Weile später hatten wir nun den Hauptweg erreicht und umgestürzte Bäume hielten uns nun nicht mehr auf. Wie wir später bemerkten wäre es auch möglich gewesen, den ersten Weg weiter zu Wandern. Auch so hätten wir den Weg erreicht, den wir erreichen mussten.

Über den Bernhardsacker erreichten wir den Ludwigsteich, wo wir einen Blick auf die Karte wagten. Gleich kam ein aufmerksamer Passant zu Hilfe geeilt und wollte uns mit wohlwollenden Hinweisen weiter helfen.

Nachdem er erfahren hatte, dass wir noch bis nach Darmstadt wollten, hatte ich den Eindruck, dass er ein wenig darüber erstaunt war. Unser Wanderleiter hatte die nächsten Stationen unserer Wanderung erklärt, unser Helfer meinte daraufhin, dass wir aber hoffentlich bis heute Abend dort angekommen wären. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch 13,4 Kilometer, also durchaus machbar, ohne die mitgeführten Taschen- und Stirnlampen in Aktion bringen zu müssen.

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Am Bessunger Forsthaus überquerten wir die Aschaffenburger Straße. Wenig später hatten wir die Scheftheimer Wiese erreicht. Vorher aber galt es noch einen Blick auf die Menhiranlage zu werfen.

Die erste Rast zum Mittagessen legten wir in der Schutzhütte an der Scheftheimer Eiche ein.

Nach zwanzig Minuten hatte die Erholung ein Ende.

Das nächste Ziel war das Jagdschloss Kranichstein, wo wir zum ersten und einzigen Mal an diesem Wandertag für wenige Meter den Regenschirm aufspannen mussten.

Gerhard konnte am Jagdschloss noch einiges erzählen - und schon wanderten wir weiter zum Oberwaldhaus. Hier war eine Rast zu Kaffee und Kuchen eingeplant.

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Die Rast dauerte etwa 45 Minuten bevor wir schließlich den letzten Teil unserer Wanderung in Angriff nahmen.

Dieser führte vom Oberwaldhaus durch das Oberfeld zur Darmstädter Rosenhöhe und weiter zur Mathildenhöhe und schließlich von dort hinüber zum Alicehospital.

An der gleichlautenden Haltestelle war schließlich unsere Wanderung nach 17,3 Kilometer und 5 1/2 Stunden inklusive der Pausen beendet.

Mit dem Bus fuhren wir, der zwei Minuten nach unserem Eintreffen an der Haltestelle kam - Vorbereitung ist alles, dann passen sogar die Busfahrten ohne lange rumzustehen - zum Darmstädter Hauptbahnhof, wo wir geplant hatten, die Wanderung bei gutem Essen zu beenden. Schade nur, dass ausgerechnet am Sonntag dort Ruhetag ist.

Jetzt stellte sich die Frage, ob wir Mongolisch oder Italienisch essen wollten. Diese Entscheidung wurde uns jedoch nach einem Blick auf die mongolische Speisekarte abgenommen, auf der wir lesen konnten, dass ab 17:30 Uhr das Büffet eröffnet ist. Doch dies wäre uns zu spät geworden, denn schließlich mussten wir auch noch die Rückfahrt mit der Bahn einrechnen.

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So kamen wir in den Genuss eines für die meisten von uns neuen Gastronomiekonzepts. Reingehen, Chipkarte am Eingang entgegen nehmen, Platz suchen, los ziehen, Essen bestellen, Getränk holen, zurück zum Platz gehen und dann, je nachdem was man bestellt hat, das Essen abholen, Essen und Trinken, vielleicht noch einen Nachtisch, am Ende wird am Ausgang bezahlt.

Auf den ersten Blick und beim ersten Mal vielleicht etwas kompliziert, da man sich zunächst zurecht finden muss. Dafür aber war das Essen gut. Und es geht relativ schnell.

Gegen viertel nach sechs schließlich machten wir uns auf den Weg hinüber zum Bahnhof, in der Hoffnung, dass der Zug schon bereit stehen würde und um einen guten Platz zu sichern.

Leider war der Zug noch nicht da und war, als er dann da, schon gut gefüllt, da er aus Aschaffenburg kam. Wir bekamen aber alle einen Platz und somit war alles gut.

Pünktlich, was hätte ich geschrieben, ausnahmsweise, fuhren wir ab und erreichten Mainz und Wiesbaden wiederum einigermaßen pünktlich.

Fazit: Eine schöne, nicht anstrengende Tour, ein schöner Tag und noch einmal ein herzliches Danke schön an Gerald, der sich spontan bereit erklärt hat, die Leitung der Tour zu übernehmen.

Wanderleitung: Gerald

Bericht und Bilder: Hotti