Wanderung Rund um die Kreuzkapelle bei Bad Camberg
notiert von Hotti

17. Februar 2013


Am Sonntag, 17. Februar 2013 war es soweit. Fünf Wanderer hatten sich zusammen gefunden, um an der Wanderung rund um Bad Camberg teilzunehmen.

In Fahrgemeinschaften sollte es zum Ausgangspunkt der Wanderung nach Bad Camberg gehen. Hierzu trafen wir uns um kurz nach zehn an einem P+R Parkplatz in Wiesbaden, verteilten uns auf zwei Autos und schon konnte es losgehen.

Über die Autobahn ging es rasch nach Bad Camberg, wo wir auf die erste Herausforderung stießen.

Der Parkplatz am Kurhaus war belegt. Kein einziger Stellplatz war mehr frei. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Bei der Vorwanderung vor zwei Wochen waren dort ausreichend Parkplätze vorhanden.

In der ersten Planung war Start und Ziel der Tour noch der Bad Camberger Bahnhof, wobei die Strecke vom Bahnhof in die Altstadt weniger fein war. Deshalb hatte ich entschieden, die Tour direkt in der Stadt zu starten.

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Das war ja dann schon mal schief gegangen. Doch kein Problem. Also fuhren wir zum nahen Friedhof, wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung standen. Nachteil war allerdings, dass die zeitliche Planung dadurch eine andere als geplant war.

Nachdem wir nun also den neuen Ausgangspunkt erreicht hatten, Schuhe gewechselt und die Rucksäcke aufgeschnallt hatten, konnte es auch schon losgehen.

Der erste Abschnitt verlief gemächlich nach oben zur Kreuzkapelle, von wo aus wir eine schöne Sicht über und in den Taunus hatten.

Eigentlich war hier auch bereits die erste Rast geplant, doch hatten wir durch den geänderten Parkplatz 1,7 km eingespart, so dass eine Planänderung her musste.

So schauten wir lediglich durch den Türspion in die Kreuzkapelle hinein, denn diese hat nur von März bis Oktober geöffnet (mit der Zeit mag ich mich nicht so genau festlegen!).

Nachdem wir alle der Meinung waren, dass es für die erste Rast noch zu früh war, wanderten wir entschlossen weiter.

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Schon bald hatten wir nach einer links Abbiegung und dann gleich wieder rechts den Wald erreicht.

Nach einer Weile stetigen Bergab - Wanderns hatten wir eine Schutzhütte erreicht. Aus der Ortskenntnis die ich nach der Vorwanderung erlangt hatte wusste ich, dass hier eine gute Stelle für eine Rast war. Zwar waren wir nach wie vor noch nicht so lange unterwegs, doch insgesamt war die Strecke ohnehin nicht so lang.

Also! Erste Rast in einer schönen Schutzhütte, wenn auch erst ca. 3,5 Kilometer nach dem Start.

Zwanzig Minuten später ging es zunächst weiter bergab weiter. Kurze Zeit später hatten wir eine Mühle erreicht, ab der es nun stetig bergan ging.

Jetzt wurde es so richtig schön matschig! Baumarbeiten hatten den Weg in eine Matschlandschaft verwandelt. Lange Zeit folgten wir diesem Weg, bis wir eine Straße erreichten, die wir überqurten.

Fast hätte die Gruppe nun gestreikt, denn einen Weg konnte man auf der anderen Straßenseite nicht wirklich erkennen. Hatte ich mit meinem Mann bei der Vorwanderung auch nicht erkannt. Ohne die Vorwanderung hätte ich dann auch gesagt, dass wir uns nun verlaufen hätten. Doch nicht mit dem Wissen, dass dieser unsichtbare Pfad tatsächlich ein Weg gewesen sein musste - irgendwann einmal.

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Und dann war er da, der richtige Weg! Gerechnet hatten die anderen Teilnehmer wohl nicht mehr. Es machte für einen Moment den Eindruck, als würden wir durch Familie Wildschweins Wohnstube wandern.

Doch dann wurde alles wieder fein - mit Ausnahme des Matsches. Am Waldrand schlenderten wir weiter hinauf in Richtung Feldbergblick, den wir an diesem Tag jedoch leider witterungsbedingt nur erahnen konnten.

An einer Tischgruppe mit dem sinnigen Namen "Feldbergblick" schloss sich nun die zweite Rast an.

Der Aufenthalt dauerte etwa zwanzig Minuten bevor es weiterging.

Wenig später erreichten wir ein Kreuz, ursprünglich mal als Rastplatz gedacht, doch wegen dort herum liegender Scherben rasch wieder aus dem Rennen genommen. Schließlich sollte sich Herr Hund nicht verletzen! Am Kreuz konnten wir als neue Geocacher noch ein Döschen heben und unser Konto um einen Punkt bereichern und weiter ging es.

Vor uns auf dem Feld sahen wir vier Rehe, die erst auf uns zugerannt kamen, bis ihnen aufgefallen war, dass wir Menschen waren, dann ganz schnell einen Richtungswechsel machten.

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Über Feld- und Waldwege gelangten wir zum nächsten Rastplatz, wo sich eine kurze Trinkpause angeboten hatte, bevor wir zum Endspurt Richtung Bad Camberg antraten.

Jetzt zog sich der Weg ein wenig, viel Asphalt, eine kleinere Steigung und bald hatten wir Bad Camberg mit seiner wunderschönen, historischen, Altstadt erreicht, die wir uns noch ansehen wollten, bevor wir den Weg zurück zu den Autos in Angriff nehmen würden.

Am Feuerbrunnen noch ganz schnell ein Döschen geborgen, wobei die Suche nach diesem nicht jeden Wanderer erfreut hatte.

Es folgte anschließend der zweite Teil der Ortsbesichtigung, bevor wir schließlich den Weg zum Friedhof hinauf "krabbelten". Die Wanderung war zu Ende. 13 Kilometer lagen hinter uns.

Jetzt noch schnell die Schuhe wechseln und dann zum Lokal fahren, wo ich für unsere Abschlusseinkehr einen Tisch reserviert hatte.

Das Lokal war etwas außerhalb von Bad Camberg in einem Reiterhof, wo wir sehr freundlich aufgenommen wurden.

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Unser Tisch hatte ein Fenster mit direktem Blick in die Reithalle. Nur zu gerne hätten wir einen feschen Reiter bestaunt. Da ging auch schon das Tor auf und der gutaussehende Stallbursche erschien. Tor auf - er wieder weg. Na fein, da kommt er bestimmt gleich auf seinem Pferd herein geritten.

Tatsächlich kam er auch kurze Zeit später. Allerdings nicht auf dem Pferd sondern auf dem Trecker, mit dem er denn Sand rechte (heißt das so?).

Nach einigen Runden fuhr er wieder raus- wir hofften immer noch auf die Pferde, doch wurde dieser Wunsch nicht erfüllt.

Dafür konnten wir leckeres Essen genießen. Zum Schluss gab uns Frau Wirtin dann auch noch einen sehr guten Wandertipp mit auf den Weg, den wir für eine Wanderung im nächsten Jahr sicher einmal ausprobieren werden.

Fazit: Leichte Auf - und Ab 13 Kilometer Wanderung, die häufig über asphaltierte Feld- und Waldwege geht, trotzdem aber recht schön ist. Ein bisschen störend sind die Waldarbeiten, die derzeit allerdings in vielen hessischen Wäldern zu sehen sind. Dadurch sind die Wege schon arg zerfahren und kaputt. Bei klarer Sicht kann man den Feldberg sehen. Dieses Glück hatten wir allerdings nur bei der Vorwanderung.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti