Streifzug im St. Wendeler Land
notiert von Hotti

2. September 2012


Einmal im Jahr machen die Streetmillboys einen Ausflug ins Saarland. Organisator dieser Touren ist stets unser Saarländer Bub, der mit toller Ortskenntnis stets schöne Touren ausarbeitet.

Diesmal führte unser Ausflug nach Hangard, einem Örtchen nahe Neunkirchen. Hier erwartete uns ein Premiumwanderweg der besonderen Art. Der Brunnenpfad - ein Wandererlebnis mit knapp 17 Kilometer Länge.

Doch bevor wir loswandern konnten mussten wir erst einmal zum Ausgangspunkt unserer Wanderung kommen.

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Hierzu bot es sich an in Fahrgemeinschaften zu fahren. Es hätte zwar auch mit der Bahn funktioniert, allerdings wären wir zunächst nur bis Neunkirchen gekommen, denn der erste Bus nach Hangard wäre am Sonntag erst gegen zwölf gefahren.

11 Wanderer waren wir, die sich um kurz nach zehn getroffen hatten. Nach der Begrüßung durch den Tourenleiter Arne konnten wir auch schon loswandern. Zunächst liefen wir ein Stück entlang der Straße bis zum Ortsausgang. Der Brunnenpfad war an jeder Stelle richtig gut beschildert.

Von Hangard, dem Tor zum Ostertal, führte der 15 km lange Premiumweg über naturbelassene Pfade, durch abwechslungsreiche Waldlandschaften, vorbei an malerischen Auen, gewundenen Bachläufen, über Brücken und Stege.

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Wir passierten idyllische Kerbtäler, markante Steinformationen, bunte Wiesen- und Obstlandschaften und stiegen an auf großartige Höhenwege.

Der Weg führte vorbei am Steinernen Mann, dem Standort eines römischen Viergöttersteins. Zudem passierten wir zahlreiche Grenzsteine, deren Ursprünge zum Teil bis in das Jahr 1560 zurückreichen.

Mehrere Aussichtspunkte ließen uns herrliche Panoramablicke über den Westrich bis in die Vogesen und über das Ostertal bis in den Hochwald genießen.

Einer der Höhepunkte unserer Tour ungefähr zur Hälfte unseres Ausfluges war eine längere Verschnaufpause in der Steinberg - Hütte zu Kaffee und Kuchen. Wobei, die versprochenen großen Kuchenstücker ausgeblieben waren. Ein Grund dafür. dass unser Wanderleiter sein Versprechen nach extrem großen Stücken nicht einhalten konnte, könnte gewesen sein, dass unser Vorwanderer bei der Vortour wesentlich später dort war, wodurch die Kuchenstücker dann größer ausfallen konnten. Diesmal wusste man schließlich nicht, wie viele Leute noch kommen würden.

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Neben der langen Einkehr hatten wir immer wieder Gelegenheit an den zahlreichen Schutzhütten und Brunnen kurz zu verschnaufen.

Was meiner Meinung nach von der Wegführung nicht ganz so einleuchtend war, war beispielsweise die Wegführung eines Panoramapfades. Bei der Kennzeichnung dieses Weges wurde einfach nur darauf geachtet, dass die Anforderung an einen Premiumwanderweg eingehalten wird. Dass dieser Pfad durch den Wald führte blieb bei der Ausweisung des Weges unbeachtet. Ein leichtes wäre es gewesen, den Weg unterhalb zu nehmen. Von dort hätte man tatsächlich eine Panoramasicht gehabt.

Klar hätten wir diesen Weg wandern können, aber so klar war es nicht, dass beide Wege parallel zueinander verliefen.

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Trotz dieses kleinen Abstrichs war es eine wunderschöne Tour. Allerdings sollte man für diese Wanderung mehr Zeit einplanen, denn immer wieder gibt es spektakuläre Stellen, wo man einfach einen Moment stehen bleiben sollte um den Blick schweifen zu lassen und die Natur zu genießen.

Viel zu oft rennt man viel zu hektisch durch die Natur und nimmt die Schönheit gar nicht in der ganzen Pracht wahr.

Gegen zwanzig nach fünf schließlich hatten wir unsere Autos wieder erreicht. Laut unserem Wanderleiter bot sich in Hangard kein Lokal für eine Abschlusseinkehr an, so dass wir noch eine 20- minütige Fahrt vor uns hatten, die nach Sankt Wendel ging.

Dort war für uns in einem Lokal direkt am Schlossplatz ein Tisch reserviert, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen konnten.

Hinter uns lag eine tolle Wanderung mit vielen neuen Eindrücken. Dazu nun noch lecker Essen, freundlicher Service, was wollte man mehr.

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Für unsere Fahrgemeinschaft wurde die Heimfahrt dann noch zu einer kleinen Odyssee. Unser Navi führte uns zunächst in der Stadt einmal im Kreis herum, was wir darauf zurück führten, dass es keinen anderen Weg gab. Doch dann wurde es Abenteuerlich. Ein Umleitungsschild hinderte uns an der Weiterfahrt. Hatten wir eben noch als Ankunftszeit in Wiesbaden kurz vor 22 Uhr gehabt, so veränderte sich gerade die Zeit kontinuierlich nach hinten.

Richtig schwierig wurde es dann, als der freundliche Herr aus dem Navigationssystem blöckte, wir sollten bitte sehr nach rechts abbiegen, die Umleitungsbeschilderung allerdings nach links wies. Zunächst entschieden wir, der Beschilderung zu folgen, doch schon ein paar Minuten später entschieden wir uns, doch der Stimme des Herrn zu folgen und wendeten.

Was wir zu dieser Zeit noch nicht wussten und der Herr im Gerät wohl auch nicht, war die Tatsache, dass die Autobahnauffahrt, zu der wir geführt werden sollten, gesperrt war.

Nachdem der Herr im Navi begriffen hatte, dass wir seiner Aufforderung bei der nächsten Möglichkeit bitte zu wenden, nicht Folge leisten würden, entschied er sich schließlich dazu, uns zur nächsten Auffahrt zu dirigieren. Ab jetzt war es ganz einfach und schon um zwanzig nach zehn waren wir am Wiesbadener Hauptbahnhof um dort unsere Fahrgäste auf den Weg nach Hause zu entlassen. Der letzte sollte dann um kurz vor zwölf zu Hause angekommen sein.

Damit ging auch für den letzten ein sehr langer Tag zu Ende.

Wanderleitung: Arne

Bilder: Peter D.

Bericht: Hotti