Spannende Wanderung von Bad Münster nach Bad Kreuznach vorbei am Rotenfels
notiert von Hotti

9. Juni 2012


Eine kleine Gruppe fand sich zu unserer Wanderung, die diesmal ausnahmsweise an einem Samstag stattfand zu einer traumhaften Tour von Bad Münster nach Bad Kreuznach.

Zu dritt waren wir am Mainzer Hauptbahnhof um mit der Bahn bis nach Bad Münster zu fahren. Hier trafen wir zwei weitere Wanderer und starteten bei idealem Wanderwetter.

Unser erstes Ziel war die Nahe, der wir nun eine Weile folgen mussten.

Und dann war er da! Der Rotenfels erhob sich in seiner ganzen Pracht vor uns. Ab jetzt hatten wir Gelegenheit das Felsmassiv von unten zu bestaunen. Unsere Wanderstrecke führte eine ganze Weile entlang des Massivs - übrigens der größten Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien.

Bis Norheim ging es schön sanft immer an der Nahe entlang, doch ab hier galt es nun, den Fels zu erklimmen. Hierfür hatten wir bei der Vorwanderung einen Weg ausgesucht, der nicht ganz so heftig nach oben ging. Aber auch diese Steigung reichte, um uns ins Schwitzen zu bringen.

Mit zwischendurch immer mal wieder stehen bleiben und verschnaufen schafften wir es gut.

Bild 1

Bild 2

Oben angekommen hatten wir einen sagenhaften Blick auf die bis hierhin zurückgelegte Strecke entlang der Nahe. Wie klein das von hier oben doch jetzt aussah.

Eine längere Rast schloss sich an. Und wieder einmal kam bei mir der Gedanke auf, welch schöne Stellen wir bei all unseren Wanderungen schon gesehen haben und wo wir überall hinkommen. Stellen, an denen alleine nicht unbedingt gekommen wäre. Und so freue ich mich immer wieder aufs neue darüber und freue mich auch, diese Stellen den Wanderern der Streetmillboys zeigen zu können. Zumal ich die Stellen ja oft zweimal in kurzer Zeit sehe. Einmal bei der Vorwanderung und dann noch einmal, wenn die Gruppe mit dabei ist.

So, genug von der Schwärmerei! Nach unserer längeren Rast wanderten wir weiter. Wir genossen noch eine Weile das Felsmassiv von oben und bogen schließlich nach links in den Bad Kreuznacher Stadtwald ab.

Bild 3

Bild 4

Während unserer Rast hatten wir nach einem Blick auf die Karte beschlossen den Weg entgegen der Vorwanderung ein wenig abzuändern. Auf der Karte sah der neu ausgewählte Weg von der Sicht etwas spektakulärer aus.

Und tatsächlich gab es einige Stellen, die uns einen Blick auf Bad Kreuznach und das weite Umland boten.

Nicht so schön war, dass dieser Alternativweg fast nur asphaltiert war und ordentlich herunter ging, so dass ich mich bis heute nicht entscheiden kann, ob der Wegewechsel die richtige Entscheidung war.

Beide Strecken haben etwas Schönes. Der Waldweg von der Vorwanderung hatte keinen Asphalt, dafür bot der Weg unserer hier beschriebenen Hauptwanderung einige schöne Stellen zum schauen.

Irgendwann mussten wir dann aber doch noch vom Asphaltweg runter und ab da wurde es dann wieder schöner.

Bild 5

Bild 6

Da wir relativ früh Bad Kreuznach erreicht hatten, waren alle Teilnehmer einverstanden, dass wir noch einen Abstecher ins Salinental machen würden. Der Weg dorthin führte etwas oberhalb der Nahe und wurde offensichtlich nicht so häufig von Wanderern frequentiert, denn Brennnesseln waren nicht selten.

Der Glaube an den richtigen Weg verließ uns für einen Moment als es relativ steil nach oben ging, wir aber doch nach unten wollten. Doch schon kam eine Abzweigung nach unten, die wir gerne nahmen.

Und schon standen wir wieder an der Nahe. Jetzt mussten wir nur noch die Straße überqueren und schon standen wir im Salinental.

Bild 7

Bild 8

An der Nahe entlang nahmen wir die nächste Brücke um auf die andere Naheseite zu gelangen und schlugen nun den Weg in Richtung Bad Kreuznach ein.

Nach wenigen Kilometern hatten wir schließlich den Bad Kreuznacher Ortskern erreicht.

Einer unserer Wanderer kannte einen guten Eisladen, der nun das Ziel unserer Abschlusseinkehr werden sollte.

Bild 9

Bild 10

Die Strecke führte in eine Gegend, wo man sonst niemals hingekommen wäre. Und tatsächlich, der Weg hatte sich gelohnt. Bei einem genialen Preis- / Leistungsverhältnis genossen wir das Eis und den Abschluss einer schönen Wanderung, die Spaß gemacht hatte.

Mit insgesamt 15 Kilometern war es diesmal nicht ganz so lang, dafür aber umso schöner war.

Tja, und dann war dieser tolle Tag leider auch schon wieder zu Ende. Kurz vor dem Bahnhof trennten sich nun unsere Wege - mit Ausnahme der drei, die noch mit der Bahn zurück nach Mainz fahren mussten.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti