Wanderung zum Michelstädter Weihnachtsmarkt
notiert von Hotti

9. Dezember 2012


Diesmal war es eine ganz besondere Wanderung, die die Streetmillboys am 9. Dezember 2012 unternommen haben!

Eigentlich sprach alles gegen die Tour. Jeder Wetterbericht warnte vor extremen Schneefall und am Nachmittag Übergang von Schnee in Regen, wodurch eine gefährliche Glätte entstehen sollte.

Trotzdem hatten wir uns dafür entschieden, die Tour zu machen, was auch daran lag, dass bereits die letzte Wanderung ausgefallen war. Bei einer abgesagten Tour hätte dies bedeutet, dass - abgesehen von der kurzen Neujahrstour - die letzten Wanderung Anfang Oktober gewesen wäre und dann erst wieder Ende Januar. So erlebten 7 Wetterunerschrockene Streetmillboys einen wunderschönen Tag, wenn auch mit kleinen Einschränkungen, doch dazu später mehr.

Ursprünglich sollte an diesem Tag eine ganz andere Wanderung ganz wo anders stattfinden, doch es hatte sich ergeben, dass Gerald die Tour von Bad König nach Michelstadt zum Weihnachtsmarkt konnte.

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Der erste Treffpunkt war um 9:25 Uhr am Wiesbadener Hauptbahnhof. Nachdem morgens um sechs die Welt noch in Ordnung war und es noch nicht geschneit hatte, hatte es nun seit sieben Uhr ununterbrochen geschneit. Die Straßen waren bereits Schneebedeckt, so dass alle Teilnehmer Glück hatten, den Bahnhof zu erreichen.

Über Mainz, wo noch zwei Wanderer zugestiegen waren, führte unsere Fahrt mit der Bahn zunächst bis nach Darmstadt, wo die Odenwaldbahn bereits bereit stand. Mit ihr fuhren wir bis nach Bad König im Odenwald, wo wir von unserem Wanderleiter Gerald erwartet werden sollten.

Doch auch er hatte heftig mit dem Schnee zu kämpfen, so dass nicht er uns sonder n wir ihn erwarteten. Nicht lange mussten wir warten, denn drei Minuten später kam er auch schon angesaust.

Es schneite immer noch. Würde sich das heute noch ändern? Zunächst führte unsere Wanderung ein paar wenige Schritte durch den Ort, bevor es über eine schneebedeckte Straße nach oben ging.

Bei anderer Witterung wären wir durch den Wald gewandert, doch die Witterung ließ dies nicht zu. Zu gut, dass nur wenige Autos unterwegs waren, so dass wir die Straße in ganzer Breite ausnutzen konnten.

Nach einer Weile erreichten wir den Ort Momart und wenig später die Momarter Eiche. Eine kurze Verschnaufpause und schon ging es weiter.

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Bald darauf führte unsere Wanderung hinein in den verschneiten Wald. Übrigens - es schneite noch immer!

Endlich war es dann auch soweit - wir erreichten eine Schutzhütte und hatten Zeit für eine kurze Rast. Schnell wurde der heiße Tee und die Vesper ausgepackt.

Ungefähr 15 Minuten später setzten wir unsere Tour fort. Bis nach Weiten - Gesäß hatten wir etwas an Höhe verloren, die wir bis zur Weiten - Gesäßer Höhe wieder erklimmen mussten.

Irgendwann war es soweit. Unser Wanderleiter Gerald erklärte uns, dass wir nun die endgültige Höhe erreicht hatten und es ab jetzt nur noch runter gehen würde.

Er hatte Recht. Oft ist es ja so, dass die Wanderleiter sagen, dass wir nun gerade die letzte Steigung hinter uns gebracht hätten, bevor wir die nächste erklimmen mussten. Doch diesmal war alles richtig.

Im Schnee bergab zu laufen, wenn der Untergrund noch etwas rutschig ist, war nicht ganz so einfach.

Diese Erfahrung musste ein Teilnehmer machen, der im Schnee ausglitt und sich auf den Hosenboden setzte. Beherzte Hände griffen rasch zu und halfen ihm wieder auf die Beine.

Schon hatten wir den Ort Michelstadt erreicht und liefen nun in Richtung des Weihnachtsmarktes.

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Bevor wir in der Masse der Weihnachtsmarktbesucher untergingen vereinbarten wir, dass wir aufgrund der Witterungsverhältnisse den Zug um 16:12 Uhr nehmen wollten.

Da wir nur eine kleine Gruppe waren hatten wir vor, den Markt gemeinsam anzuschauen, kamen jedoch relativ schnell wieder von diesem Gedanken ab, denn den ersten hatten wir bereits verloren.

Also entschieden wir uns dafür, einen Treffpunkt und Uhrzeit zu vereinbaren und nun sollte jeder seines eigenen Weges laufen können.

Michelstadt ist ein wunderschönes Städtchen, der Weihnachtsmarkt wunderschön. Was ein bisserl nervig war, war der Schneematsch, so dass man den Markt gar nicht so arg genießen konnte. Ständig musste man darauf bedacht sein nicht auszurutschen. Ideal wäre eine trocken-kalte Witterung. An diesem Tag war es zwar kalt, aber alles andere als trocken.

Bis auf zwei waren alle Pünktlich, wobei die Verspätung der beiden nicht weiter schlimm war.

Den Bahnhof hatten wir schnell erreicht. Gerade wurde noch angezeigt, dass der Zug in die Gegenrichtung fünf Minuten Verspätung hatte. Der Zug nach Frankfurt stand zur Abfahrt bereit. Wir hätten gutes getan, wenn wir diesen genommen hätten, doch zu diesem Zeitpunkt wussten wir dies noch nicht.

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Die Abfahrtszeit unseres Zuges rückte näher - kein Zug kam, die Abfahrtzeit unseres Zuges war überschritten - kein Zug kam - keine Info. Zirka zehn Minuten nach der eigentlichen Abfahrt dann die Durchsage im lieblichen Sächsisch, dass sich unser Zug verspäten würde - auf unbestimmte Zeit, wegen Fahrzeugstörung.

Das konnte ja heiter werden. Es war bitter kalt, neuer Schneefall hatte wieder eingesetzt. Einige Fahrgäste hatten sich gemeinsam auf die Bahnhofstoilette gequetscht um sich aufzuwärmen.

Von unserer Gruppe waren nicht mehr viele zu sehen. Keine Ahnung, wo die Jungs abgeblieben waren.

Auch der nächste Zug war mit Verspätung gemeldet. Ich hatte schon mal unsere Anschlussmöglichkeiten geprüft - die Mainzer darauf vorbereitet, dass sie eventuell erst nach Wiesbaden und dann nach Mainz kommen würden, doch dann kam doch noch ein Zug Richtung Darmstadt.

Er hatte 50 Minuten Verspätung und es waren zwei Fahrzeuge aneinander gekoppelt. Beim Einstieg war ich nicht aufmerksam und wusste nicht, ob wir im ersten oder zweiten Fahrzeug saßen. Eine Frage, die extrem wichtig war, denn das erste Fahrzeug würde nach Darmstadt fahren, dass zweite jedoch würde in Groß Umstadt Wiebelsbach abgekoppelt werden.

Die Meinung in der Gruppe war unterschiedlich. Einer sagte, dass wir im ersten Fahrzeug saßen, einige mehr meinten, nein nein, wir sitzen im zweiten Wagen.

Also stiegen wir an einer der nächsten Stationen um, bevor die große Masse dies tat. Wir hatten alles richtig gemacht, denn einige Stationen später kamen viele der Fahrgäste vom zweiten Wagen. Wir hatten unseren Platz.

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Jetzt hatten wir in Darmstadt noch einen längeren Aufenthalt, den wir dafür nutzten uns bei einem Kakeuchchen aufzuwärmen.

Der Zug nach Mainz und weiter nach Wiesbaden zumindest war dann wieder pünktlich, so dass wir dann doch nicht ganz so spät am Ziel eintrafen, wie ursprünglich befürchtet. In MaInz war es zehn nach sieben, Wiesbaden hatten wir um 19:25 Uhr errreicht.

Für alle war damit ein schöner Tag mit toller Wanderung in einer herrlichen Winterlandschaft und einem schönen Weihnachtsmarkt zu Ende.

Diese Wanderung war somit eine Premiere. Das es den ganzen Tag dauerhaft schneite hatten wir so noch nicht gehabt. Allen hat es großen Spaß gemacht - und wäre der Zug nicht verspätet gewesen, dann wäre es noch sehr viel schöner.

Allerdings, mit dem Auto wollte ich bei diesem Wetter die Strecke aber auch nicht gefahren sein.

Trotzdem, mir sind die Frühjahr und Sommerwanderungen sehr viel lieber. Ich glaube, hätte ich die Wahl und die Möglichkeit, dann würde ich dahin gehen, wo es wärmer ist. Der Winter ist nichts für mich.

Wanderleitung: Gerald

Bericht und Bilder: Markus & Hotti