Von Medenbach zum Tierpark Fasanerie
notiert von Hotti

1. Juli 2012


Es hätte ein so schöner Tag werden können. Der Kalender sagte, dass Sommer ist, die Strecke war vorgewandert. Alles war durchgeplant und organisiert.

Und was war? Wir mussten jede Minute Angst haben, dass es Anfangen würde zu regnen. Matsch auf dem ersten Teil des Weges.

Und trotzdem wurde es ein superschöner Tag. Der Regen ärgerte uns nicht wirklich, denn zufälligerweise gab es den einen Schauer, als wir sowieso gerade kurz vor unserer Schutzhütte waren, wo eine Rast geplant war.

Doch mal ganz von vorne!

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Bevor wir loswandern konnten, trafen sich einige wenige im Stadtteil Kohlheck von wo aus wir mit dem Auto zum Wiesbadener Hauptbahnhof fuhren.

Hier erwarteten wir den Rest der Gruppe, so dass wir schließlich zu siebt waren.

Mit der Bahn fuhren wir bis nach Auringen - Medenbach, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Kurz vor elf war der Start zu einer der längsten Touren der Streetmillboys in diesem Jahr. Zumindest war dies noch der Status beim losgehen. Es kam anders!

Der erste Teil der Strecke besticht nicht gerade durch eine geschickte Wegführung. Tiefe Spurrinnen von Holzschleppern machten den Weg nahezu unpassierbar. Matschige Hosen waren die Folge.

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Das Versprechen, das es nach dem kurzen Stück besser werden würde, konnte ich auch nicht einhalten, denn waren die Wege bei der Vorwanderung noch gut, so war dies nun nicht mehr so.

Nach einer Weile erreichten wir die Siedlung Erbsenacker nahe Wiesbaden Naurod. Ab hier wurde es dann tatsächlich wesentlich besser.

Wir nahmen Kurs in Richtung Kellerskopf und gleichzeitig auch Kurs auf unsere erste Rast, die wir in einer Schutzhütte machen konnten. Dies war auch genau der Moment wo der Regen eingesetzt hatte.

Nachdem wir mit unserer Vesper fertig waren, war der Regen auch fertig und alle waren wir Glücklich.

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Weiter ging es in Richtung Platte. Eine angekündigte Steigung ließen wir ausfallen, so dass wir auf der Platte Zeit hatten um eine Tasse Kaffee am Kiosk zu trinken. Jetzt waren wir auch wieder im Zeitplan, der zeitweilig aus dem Ruder geraten war.

Schon bald darauf kamen wir zu einer weiteren Schutzhütte. Zwar lag unsere letzte Rast nicht so lange zurück, doch galt es hier entscheidende Themen zu beschließen.

Sollten wir unsere Tour wie geplant fortsetzen oder etwas abkürzen und zur Abschlusseinkehr in einem anderen Lokal einkehren.

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Nachdem wir kurz darüber diskutiert hatten folgte die Abstimmung, die mit 5 Stimmen für den kürzeren Weg und 2 Stimmen für die ursprüngliche Planung ausging.

So kam es dann auch, dass wir knappe 5 Kilometer weniger auf dem Schrittzähler hatten.

Dafür hatten wir im Lokal einen schönen Platz und konnten gut und günstig Essen. Und dies sogar auf der Terrasse.

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Und damit ging ein wunderschöner Tag zu Ende. Ein Tag, der anstelle von 24 Kilometern lediglich eine Wanderung von 19 Kilometern hatte und bis auf die ersten Kilometer am Anfang eine Tour ist, die sich ganz entspannt Wandern lässt. Letztendlich war dann auch jeder verwundert, dass wir bei der ersten Rast lediglich 5 Kilometer gewandert waren und dann mehr oder weniger ohne große Last 19 Kilometer hingelegt hatten. Schön war es gewesen!

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti