Wanderung auf Traumpfaden im Mittelrheintal
notiert von Hotti

20. Mai 2012


Eine Wanderung der besonderen Art stand am Sonntag, 20. Mai 2012 auf dem Wanderplan der Streetmillboys.

Nach einer etwas längeren Anfahrt von Mainz aus mit der Mittelrheinbahn erreichten wir den Ausgangspunkt Rhens nach etwas über eineinhalb Stunden Fahrzeit.

Die Fahrt verging in der geselligen Runde schnell.

Nicht so fein waren die Wetteraussichten für diesen Sonntag. Am Vormittag sollte die Sonne heraus kommen. Die Meteorologen teilten mit, dass man besser am Vormittag vor die Tür gehen sollte. Am Nachmittag würden schwere Unwetter wüten.

Wir waren also gegen elf in Rhens. Nach einer kurzen Begrüßung konnten wir auch schon starten.

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Die ersten Kilometer wanderten wir Rheinaufwärts bis nach Spay. Bis hierhin hatten wir die Marksburg immer recht ordentlich neben links neben uns auf der Höhe. In Spay hatten wir sie dann hinter uns gelassen.

Jetzt hatten wir den Rhein verlassen und schlugen uns ins Hinterland. Zunächst ging es wieder in die entgegengesetzte Richtung bis nach Brey.

Und hier war es so weit. Wir hatten den Traumpfad Rheingoldbogen erreicht. Ein wunderschöner Weg mit etlichen schönen Aussichtsstellen.

An einer der schönsten machten wir Rast - lange Rast! Eine Wanderschutzhütte bot uns den nötigen Platz um uns alle aufzunehmen.

Nach etwa 35 Minuten war es schließlich an der Zeit über einen Aufbruch nachzudenken. Bis hierhin hatten wir ca. 7 Kilometer zurück gelegt.

Hatten wir bis hierhin noch immer die Marksburg im Blick, so verschwand diese nach unserer Rast.

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Ausgerechnet der schlimmste Schlammweg war nun uns und der zog sich. Wie bei der Vorwanderung stellte ich mir auch heute innerlich wieder die Frage, warum wir diesen Schlammweg nehmen mussten. War der geschotterte Weg nicht einfach nur ein Parallelweg oder kam der am Ende ganz woanders her? Wir werden es kurzfristig nicht klären können, denn nun ist die Wanderung vorbei und möglicherweise wird es nun eine ganze Weile dauern, bis wir hier wieder aufschlagen dürften.

Ach so, erwähnt werden sollte auch noch, dass wir während dieser Etappe ständig den Regenschirm auf- und zumachen mussten. Anscheinend war der Wetterbericht heute mit umgekehrter Wetterlage vorgelesen worden.

Am Jakobsberg verließen wir schließlich den Traumpfad Rheingoldbogen und machten uns nun auf den Weg in Richtung des Vierseenblicks.

Vollkommen entspannt führte unser Weg uns sanft auf der Höhe in die entsprechende Richtung. Ab und an eine kleine Steigung, doch meist eben oder leicht bergab.

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Bei Kilometer 13 oder um 14:45 Uhr hatten wir den Vierseenblick erreicht. Zuvor konnten wir noch einen Blick auf den Mountainbikepark Boppard werfen.

Allmächtiger was machte die Jugend da waghalsiges mit den Mountainbikes. Hohe und weite Sprünge. Ich konnte gar nicht hinschauen und trauen würde ich mich dies schon gar nicht. Auch in meiner Jugend wäre ich im Leben nicht auf die Idee gekommen so etwas zu machen. Da könnte man mir den Rettungswagen direkt nebendran stellen. Die Arbeit wäre für die Sanitäter vorprogrammiert.

Nun gut, unser Ziel hieß Vierseenblick und den hatten wir gleich erreicht. Hier tat sich vor uns ein genialer Blick auf. Die Perspektive von hier oben ließ den Rhein als 4 Seen erscheinen.

Wie gut, dass direkt neben dem Aussichtsplateau eine Ausflugsgaststätte war und wir spontan entschieden hatten uns hier zu Kaffee und Kuchen niederzulassen. Dafür hatten wir genau eine Stunde Zeit, die wir auch bis zu letzten Minute auskosteten.

Nach dieser Rast mit tollem Blick ins Rheintal ging es weiter ins Mühlbachtal nach Boppard hinunter. Teilweise war es wegen des vielen Regens der vergangenen Tage etwas glitschig, jedoch kamen wir alle Unfallfrei in Boppard an.

Unten angekommen war unser weiterer Weg etwas versteckt. Bei der Vorwanderung hatten wir eine Weile gebraucht um den Weg zu finden, da der "Eingang" eher wie ein Privatgrundstück aussah, zumal dort auch noch ein Firmenwagen stand, der dahinter nicht wirklich einen Wanderweg vermuten ließ.

Heute jedoch konnten wir mutig sein und wanderten am Wagen vorbei hin zu einem kleinen Anstieg, der in einen schmalen Pfad überging und uns direkt nach Boppard führte.

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Wenig später kamen wir dort an, wo andere den bequemen Weg vom Vierseenblick genommen hatten.

Sie waren mit dem Sessellift gefahren, welcher die Leute zügig nach oben und wieder nach unten brachte, ohne dass sie sich anstrengen mussten. Ja, gut - anstrengen mussten wir uns auch nicht- schließlich ging es ja nur bergab.

Die Tour endete, wie sie begonnen hatte. Mit einem Spaziergang entlang des Rheins. Nur, dass hier in Boppard wesentlich mehr Publikum war, wie in Rhens. Und die Sonne strahlte vom Himmel und heizte ein, so dass sich viele Menschen noch einmal zu einem Spaziergang aufgemacht hatten.

Bevor wir den Rhein verließen machten wir noch einmal Halt und schauten uns die Schaufenster des Souvenirladens ein.

Doch jede schöne Wanderung hatte irgendwann ihr Ende gefunden, so auch diese. Unser letztes Stück ging auf direktem Weg zum Bopparder Hauptbahnhof, wo wir eigentlich viel zu früh waren.

Für einige Zeit genug, um sich noch auf die Suche nach einem Eis zu machen. Die einen wurden schneller fündig, für andere war es noch ein längerer Weg, aber jeder schlabberte zufrieden an seinem Eis.

So pünktlich wie die Bahn am Morgen war, war sie nun auch wieder zur Rückfahrt. Bis hierhin. Denn jetzt tönte es aus dem Lautsprecher, dass sich die Abfahrt des Zuges wegen einiger Zugüberholungen um einen Moment verzögern wird.

Kaum waren die beiden Züge vorbei ging es auch schon los. Aber trotz aller Verspätung durch die Überholungen schafften wir es letztendlich pünktlich in Mainz anzukommen. Der planmäßige Aufenthalt in Bingen wurde einfach von 12 Minuten auf vier Minuten gekürzt und schon passte es.

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Und was lag hinter uns? Richtig! Eine wunderschöne Wanderung mit traumhaften Sichten auf Traumpfaden im Mittelrheintal. Auch wenn es zwischendurch mal kurz geregnet hatte, so war es ein schöner Tag! Da freuen wir uns doch auf die nächste Wanderung, die wieder im Mittelrheintal sein wird. Dann aber auf der rechtsrheinischen Seite und wahrscheinlich dürften dann auch wesentlich mehr Leute unterwegs sein, wie bei dieser Wanderung. Schließlich geht es mal wieder auf den Rheinsteig.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hans- Christoph & Hotti