Wanderung von Stromberg nach Bingen
notiert von Hotti

13. März 2011


Unsere Wanderung am Sonntag, 13. März 2011 führte uns von Stromberg nach Bingen.

Hierzu war zunächst eine aufregende Zugfahrt von Mainz nach Bingen erforderlich. Aufregend deshalb, da diesmal der Zug am Mainzer Hauptbahnhof pünktlich abgefahren war und rasch zum nächsten Bahnhof gelangte.

Dort verkündete uns der Herr Zugchauffeur dass wir da jetzt erst mal stehen bleiben würden, denn erst einmal sollte eine Zugkreuzung stattfinden.

Na gut, noch waren wir im grünen Bereich. Doch bereits nach kurzer Zeit stellten wir uns die Frage, wenn wir denn noch länger an dieser Stelle still stehen würden, was würde denn wohl unser Anschluss in Bingen machen? Würde der Bus warten? Eher nicht.

Eine gefühlte Ewigkeit später setzte sich der Zug in Bewegung und mit nur zehn Minuten Verspätung trafen wir in Bingen ein. Somit entschieden wir uns nicht am Stadtbahnhof sondern am Hauptbahnhof umzusteigen. Dies war kein Problem, denn auch dort würde unser Bus abfahren.

Dies tat er denn auch bereits wenige Augenblicke, nachdem wir an die Haltestelle herangetreten waren.

Etwa eine halbe Stunde später wurden wir in Stromberg am Gerbereiplatz ausgesetzt, unser Ausflug konnte beginnen.

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Zunächst führte unsere Wanderung nach gemächlich nach oben. Unsere Wegemarkierung war lange Zeit das N, welches uns unter der Autobahn in den Ort Warmsroth brachte.

Im Ort wurde der Anstieg ein wenig heftiger, so dass wir am Ortsausgang eine kurze Trinkrast einlegten.

Weiter ging es, wieder dem N nach auf breiten Waldwegen in Richtung des Morgenbachtals.

Vorher jedoch stand der Abstieg durch die Steckeschlääferklamm bevor. In der langen Geschichte der Streetmillboys war es eine Premiere, diese Klamm nach unten zu wandern. Unzählige Male waren wir bereits in dieser schönen Klamm, die mit vielen in die Bäume geschnitzten Gesichtern bei jeder Wanderung neues entdecken lässt.

Unten angekommen war es allerhöchste Zeit für eine erste längere Rast, die wir auf Baumstämmen und Bänken einlegen konnten.

Kalt war es, so dass wir nach zwanzig Minuten den Aufbruch dem weiteren Verweilen vorzogen.

Das Morgenbachtal lud uns ein, diesem nach unten zu folgen. Doch diesmal wanderten wir nicht das komplette Tal durch sondern bogen an der Schutzhütte rechts ab und folgten der Beschilderung in Richtung Schweitzerhaus, einer Ausflugsgaststätte oberhalb des Rheins.

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Der Weg nach oben hatte es in sich, waren es doch etliche Höhenmeter, die es zu überwinden galt. Nach knappen zehn Minuten war der Stress aber schon wieder vorbei, wir konnten kurz auf der Höhe weiterwandern, bevor es wieder abwärts in Richtung des Schweitzer Hauses ging.

Da wir erst in Bingen die Einkehr geplant hatten folgten wir dem Weg weiter in Richtung Bingen bis hin zum Damianskopf, einem Aussichtspunkt hoch über dem Rhein.

Unsere Zeit reichte für eine zweite Rast. Gut so, denn vom Schweitzer Haus bis hierher kamen wir wegen der zwar sanften, doch relativ langen Steigung, gut ins Schwitzen.

Viel Platz war nicht am Damianskopf, denn eine weitere Wandergruppe hatte sich dort niedergelassen. So dauerte unsere Rast nicht ganz so lang wie ursprünglich vorgesehen.

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Am Forsthaus Heiligkreuz folgten wir nun der Beschilderung Richtung Hängebrücke. Da hatten sich Planer vor einigen Jahren etwas Besonderes für den Binger Stadtwald einfallen lassen.

Nur zu gerne nutzten wir die Brücke um auf die andere Seite zu gelangen. Offensichtlich fiel den wenigsten auf, dass wir lediglich eine Schleife gewandert waren, denn kurze Zeit später lag bereits wieder das eben gesehene Forsthaus im Tal links neben uns.

Wir wanderten jedoch den Hauptweg weiter in Richtung Bingen. Eigentlich hätten wir den Waldweg nutzen sollen, doch nun zogen wir die asphaltierte Straße vor und erreichten kurz nach halb fünf Bingen.

Das Lokal für unsere Abschlusseinkehr war für 17 Uhr reserviert. Damit war klar, wir hatten noch Zeit!

Diese nutzten wir für eine weitere Schleife, die uns entlang des Weges zwischen Gartenschaugelände und Hauptbahnhof an die Nahe führte.

Von hier trennten uns nur noch wenige Schritte bis zum urigen Lokal, in dem wir Einkehren würden.

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Kurz vor fünf hatten wir es geschafft. Wir saßen im Lokal. Die Getränkebestellung war rasch aufgenommen, mit der Auswahl des Essens fiel es uns etwas schwerer. Doch alle fanden schließlich etwas.

Da wir bereits schon einmal dieses Lokal für unsere Abschlusseinkehr besucht hatten, war klar, hier wurden wir schnell versorgt. Immer wieder erstaunlich, wie reibungslos es funktionieren kann. Der Wirt hinter der Theke, eine Bedienung im Lokal, dass sich mehr und mehr füllte. Und wie beim letzten Mal kam auch diesmal das Essen sehr zügig.

Nachdem brav alle aufgegessen und bezahlt hatten schloss sich noch ein kleiner Spaziergang zum Hauptbahnhof an.

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Pünktlich kam unser Zug und brachte die müden Wanderer zurück nach Mainz, wo sich die ersten schon mal verabschiedeten. Der Rest hatte noch einen Moment Zeit, bevor die S- Bahn nach Wiesbaden kam.

Doch auch für die Wiesbadener näherte sich das Ende der Tour. Um zehn nach Acht war es schließlich soweit. Die S - Bahn war angekommen.

Hinter der Gruppe lag einmal mehr ein schöner Tag, bei relativ gutem Wetter und einer schmackhaften Abschlusseinkehr. Wie immer hat der Binger Stadtwald und die Wanderung überhaupt Spaß gemacht.

Wanderleitung: Dr. Thomas & Hotti

Bericht und Bilder: Hotti