Von Eltville über Rauenthal und Schlangenbad nach Dotzheim
notiert von Hotti

30. Oktober 2011


Die vorvorletzte Wanderung der Streetmillboys (im Jahr 2011 natürlich!) führte uns von Eltville nach Rauenthal, dann weiter nach Schlangenbad und schließlich am Grauen Stein vorbei nach Wiesbaden - Dotzheim.

Auch die Wetterprognose für diesen Wandertag war anständig. Milde Temperaturen, sehr geringes Schauerrisiko, am Nachmittag sollte es aufklaren, die Sonne sollte heraus kommen.

Unser erster Treffpunkt für die Autofahrer war Wiesbaden - Kohlheck, dem Ortsteil, in dem die Abschlusseinkehr geplant war.

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Mit dem Bus ging unsere Reise zunächst zum Wiesbadener Hauptbahnhof. Diesmal gab es zeitlich nicht den ansonsten in meinen Planungen immer üblichen Puffer, wofür ich auch direkt bestraft wurde.

Der Bus war zwar pünktlich abgefahren, schaffte es dann aber an einem Sonntagvormittag fünf Minuten Verspätung einzufahren. Meiner Meinung nach, hatten wir einen arg trödeligen Omnibuslenker erwischt. Beinahe wäre dadurch unser Umstieg in die Bahn schief gegangen. Die letzten beiden Wanderer, die am Hauptbahnhof zur Gruppe dazu kommen wollten waren schon arg beunruhigt. Wir schafften es doch noch, aber drei Minuten zum Umsteigen sind schon knapp!

Unsere Bahn brachte uns bis nach Eltville, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Vor der Begrüßungsrede sausten einige erst einmal zum Toilettenwagen, der zufälligerweise aufgrund der Eltviller Kappeskerb dort stand.

Jetzt noch schnell zwei bis vier Sätze zur Begrüßung und schon konnten wir loswandern.

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Zunächst führte unsere Wegstrecke durch den Ort, was nicht so schön war, jedoch erreichten wir schon bald einen Feldweg der uns bis zur Waldgaststätte Rausch brachte.

Zwischenzeitlich folgten wir immer mal wieder Wegabschnitten des Premiumwanderwegs Rheinsteig, den wir aber immer mal wieder verließen.

Hinter der Rausch ging es nun erst sanft, später merklich heftiger hinauf in den Eltviller Ortsteil Rauenthal.

Nach einer kurzen Ortsbesichtigung setzten wir unsere Wanderung in Richtung Ortsrand fort, wo die erste Rast dieser Tour vorgesehen war.

Hierfür lud direkt eine Tisch- / Bankgruppe ein, die uns allen ausreichend Platz bot. Weniger schön war, dass ausgerechnet jetzt einige Auswärtige Autofahrer auf der Suche nach einem bestimmten Weingut waren und direkt neben uns mit laufendem Motor ausdiskutierten, dass es hier wohl nicht sein konnte.

Wenig später fuhren die Autos weiter, wobei einer bei uns anhielt und fragte, ob wir denn wüssten, wo sich das gesuchte Weingut befand. Nein, wir wussten es nicht! Kaum war der erste Weggefahren, hielt ein weiterer Autofahrer und stellte uns die gleiche Frage. Dummerweise hatte uns der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Autofahrer nicht ausreichend Gelegenheit gegeben zu recherchieren, wo denn das gesuchte Weingut ist.

Aus diesem Grund mussten wir erneut Antworten, dass wir dieses Weingut nicht kennen.

Nachdem endlich alle Autos aus dem Wald gefahren waren, hatten wir eine idyllische Stille. Allerdings war es auch schon wieder an der Zeit, die Wanderung fortzusetzen.

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Der Weg von Rauenthal nach Schlangenbad war relativ schnell gewandert. Geschätzte 25 Minuten dauerte es, und schon standen wir am Ortsrand von Schlangenbad.

In Schlangenbad war eine Rast im Café eingeplant. Schnell hatten wir einen Platz gefunden, den Kuchen ausgesucht und unsere Getränke serviert bekommen. Fast zu schnell, denn so kam es, dass wir beinahe schon wieder um kurz nach zwei zum Aufbruch blasen konnten, was allerdings den gesamten Zeitplan total durcheinander gebracht hätte.

Vor allem weil sich noch ein Wanderer angemeldet hatte, der um 14:30 Uhr in Schlangenbad zur Gruppe stoßen wollte. Wären wir vorher los, so hätte er uns ja am Ende hinterher huschen müssen.

Ich schaffte es, die Gruppe davon zu überzeugen, doch einfach einmal den Aufenthalt zu genießen, denn dass wir noch einen Wanderer erwarten, das wusste keiner. Schließlich sollte es eine Überraschung werden.

Und die gelang auch, als er gegen zwanzig nach zwei das Café betrat. Die Freude war groß, musste er doch in den letzten Monaten krankheitsbedingt aussetzen. Doch jetzt, auf dem Wege der Besserung klappte es zumindest ein Stück weit mit zuwandern.

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Von Schlangenbad aus führte unsere Tour nun der Wegemarkierung des Rheinsteigs folgend zum Grauen Stein. Hier kann man bei gutem Wetter Freeclimber beobachten, die an der Felswand trainieren. Doch leider war diesmal das Wetter nicht so gut, so dass niemand in der Wand war.

Auch die Strecke zum grauen Stein war schneller als geplant, für eine nächste Rast war es zu früh, so dass wir entschieden, noch ein Stück weiter zu Wandern und dann erst eine Rast zu machen.

Eine Weile später war es dann soweit. Wir erreichten unseren letzten Rastplatz an diesem Tag. Hier verweilten wir eine ganze Weile. Wobei dies bei der Feuchtigkeit gar nicht so einfach war. Nach fünfzehn Minuten hieß es dann aber, auf geht es zum letzten Stück.

Dies führte uns in ein Seitental des Weilburger Tals, welches wir bis zum Ende durchwanderten und letztendlich in Wiesbaden - Dotzheim ankamen.

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Von hier war es nicht mehr weit hinauf zum Kohlheck, wo wir im Lokal bereits erwartet wurden um noch gut und reichlich zu Essen.

Viel zu schnell war diese schöne Wanderung wieder zu Ende gewesen. Ein toller Tag in netter Gesellschaft. Sogar das Wetter hatte sich nach dem Regen zu Beginn der Wanderung wesentlich gebessert.

Zusammengefasst eine wunderbare Tour, die mit etwas Feinschliff an der ein oder anderen Stelle, insbesondere in Rauenthal einen entspannten Tag erleben lässt.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti