Wanderung vom Wiesbadener Nordfriedhof nach Wiesbaden - Dotzheim
notiert von Hotti

18. Dezember 2011


Trotz Warnung der Förster und des vorangegangen Sturmtiefs Joachim wagten sich 5 Wanderer auf die Tour vom Wiesbadener Nordfriedhof nach Kohlheck, einem Vorort von Wiesbaden, der zu Dotzheim gehört.

Diesmal sollte es keine lange Wanderung werden, so dass es ausreichend war, sich erst um 11 Uhr zu treffen.

Allein die Anfahrt zum Treffpunkt war eine kleine organisatorische Herausforderung. Normalerweise ist es ja so, dass die Streetmillboys versuchen, den Treffpunkt gemeinsam zu erreichen und hierzu einen Gruppenfahrschein zu nutzen.

Da diesmal die Abschlusseinkehr in Wiesbadener Ortsteil Kohlheck geplant war, bot es sich an, dort auch den ersten Treffpunkt anzubieten. Hatte allerdings den Nachteil, das es nicht möglich war, von dort aus zum zweiten Treffpunkt zu kommen, denn die Umsteigezeit des Busses war so knapp, dass die Chance bestanden hätte, den Anschluss zu verpassen.

So konnten wir sagen, gut, dass wir diesmal nicht so viele waren, denn so war es möglich, dass die beiden Teilnehmer am Wiesbadener Hauptbahnhof auf einer Karte fahren konnten.

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Dummerweise war es dann so, dass der Bus zum Nordfriedhof Verspätung hatte, so dass unsere Wanderung zehn Minuten später startete.

Bereits den ganzen Morgen kam es leicht feucht von oben herunter, genauso wie es die Wetterberichte durchgerufen hatte. Doch die Ansage lautete auch, dass es sich bessern sollte.

Vom Nordfriedhof folgten wir zunächst dem roten Balken hinab ins Kesselbachtal, ein wunderschönes Tal am Stadtrand vom Wiesbaden, welches hinter dem Reitergestüt Adamstal verläuft. Dieser Weg führt auch zur ehemaligen Gastronomie Waldhaus. Heute heißt das Anwesen Villa im Tal und ist nicht mehr das Ausflugslokal wie es früher wohl gewesen sein musste.

Kurze Zeit später wechselten wir unsere Wandermarkierung vom roten auf den gelben Balken. Vorbei am Lokal Fischzucht begann nun die Steigung hinauf zur Eisernen Hand.

Doch zuvor war noch eine Rast eingeplant, für die sich eine Schutzhütte anbot. Hier ließ es sich einen Moment trotz der Kälte aushalten. Hier oben hatten wir Bilderbuchwetter. Zwar war es kalt und feucht aber in der Nacht und am frühen Morgen hatte es geschneit und somit den Wald in eine traumhafte Winterlandschaft verwandelt.

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Nach unserer Rast, die etwa 15 Minuten gedauert hatte, setzten wir unsere Wanderung fort. Nun folgten wir der Markierung T X, die uns auf die Eiserne Hand brachte.

Früher einmal, und wer weiß, vielleicht demnächst auch wieder, kann man hierher mit der Aartalbahn fahren, doch solange die Eisenbahnbrücke in Dotzheim immer wieder aufs Neue durch LKW´s angefahren wird, so lange dürfte das nichts werden.

Wir wanderten durch die Unterführung um die Bundesstraße 54 zu unterqueren. Jetzt hieß es wieder, hinauf zu Wandern, denn nun ging es darum, den Schläferskopf zu erklimmen.

Zwischenzeitlich hatten wir den Gedanken, dass wir hier kurz zu einer Tasse Kaffee hätten einkehren können, doch der Blick auf die Uhr zeigte an, dass es dann knapp werden könnte. Zwar war es gerade mal zehn nach drei, aber es würde doch schon bald würde die Dämmerung einsetzen, was unsere Wanderung doch ein wenig erschwert hätte.

Somit entschieden wir uns, hier nicht einzukehren, sondern noch einmal in einer der nächsten Schutzhütten eine kurze Verschnaufpause einzuplanen.

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Diese war nicht weit entfernt. Wir mussten nur vom Schläferskopf herunter wandern, und nach einigen wenigen Kurven standen wir auch schon an der Schutzhütte des Kneipp - Vereins mit angeschlossenem Wassertretbecken. Allerdings war es uns dafür viel zu kalt. Jedes Mal, wenn wir hier entlang wandern, ergibt es sich, dass wir genau an dieser Stelle noch einmal kurz verschnaufen, bevor wir zum Endspurt ansetzen.

Endspurt heißt dann, dem Weg bis zum Chausseehaus zu folgen und dann zu entscheiden, entweder den Weg durch das Weilburger Tal zu nehmen oder den Weg vorbei am ehemaligen Taunusfreundehaus (das hieß früher mal so, heute befindet sich dort eine christliche Schule drin) zu nehmen. In der Regel entscheiden wir uns für den zweiten Weg, so auch heute.

Der Weg ist asphaltiert und kommt direkt am Simeonhaus, einer Seniorenwohnanlage im Stadtteil Kohlheck heraus.

Ein Weg, der von den Bewohnern des Ortsteils gerne genutzt wird, wo eigentlich immer was los ist.

Noch waren wir nicht am Ende angekommen, denn wir mussten noch einige Schritte laufen, bis wir unser Gasthaus zur geplanten Abschlusseinkehr erreicht hatten.

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Es war relativ früh für ein Abendessen, denn es war gerade mal halb fünf. Aber wir hatten es uns verdient. Hinter uns lagen etwas über 16 Kilometer mit einigen Steigungen, die es doch in sich gehabt hatten.

Wie immer in diesem Gasthaus war es auch diesmal wieder eine gelungene Abschlusseinkehr, denn allen schien es geschmeckt zu haben und wie immer war der Service perfekt!

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Fazit dieser Tour: Tolle Tour, die meist durch den Wald führt. Auch wenn sie immer mal wieder an Fahrstraßen vorbei kommt, merkt man es von der Lautstärke her trotzdem nicht. Die paar Schritte, die durch den Ort führen, stören dann nicht wirklich. Zwar an manchen Stellen ein wenig anstrengend, wenn es nach oben geht, aber es lässt sich noch immer aushalten. Die Tour hat vom Ausgangspunkt der Wanderung am Wiesbadener Nordfriedhof bis zum Kuckucksweg in Wiesbaden ca. 14,5 Kilometer. Für uns etwas länger, da wir, wie eben beschrieben, noch den Weg bis zum Gasthaus hatten.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti