Rundwanderung von Glashütten nach Oberreifenberg, Oberems und zurück nach Glashütten
notiert von Hotti

20. Februar 2011


Als ich diesen Wandervorschlag erhalten hatte, war ich irgendwie skeptisch. Glashütten, hoch auf dem Berg, Februar verbinde ich mit Winter, eventuell auch Schnee, unpassierbare Straßen, schwierige Wanderungen.

Der Wetterbericht für diesen Wandertag sagte dann natürlich auch genau dies voraus. Na gut, die Wahrscheinlichkeit lag bei etwas über fünfzig Prozent, so dass ich noch einen gewissen Prozentsatz Hoffnung haben konnte.

Morgens um elf sollten wir uns auf dem Aldi Parkplatz in Glashütten treffen. Aufgrund logistischer Herausforderungen bezüglich der Teilnehmer, die mit dem ÖPNV zum Treffpunkt der Fahrgemeinschaften anreisen würden, bat ich im Vorfeld die Wanderleitung, ob es nicht möglich sei, eine viertel Stunde später aufzubrechen. War kein Problem. Hätte ich geahnt, dass diesmal lediglich ein Teilnehmer mit dem Bus zum Wiesbadener Hauptbahnhof kommen würde, hätte ich mir die Frage sparen können.

Bild 1

Bild 2

So waren wir also zu zwölft um viertel nach elf auf dem Aldi Parkplatz in Glashütten um zu einer Wanderung im Taunus aufzubrechen.

Zunächst führte unser Weg entlang des Limes vorbei an historischen Glasöfen der Römer, vorbei am Wanderparkplatz Rotes Kreuz hinauf zum Feldbergkastell. Hier entschieden wir uns, noch ein wenig weiter nach oben zu steigen um einen Blick auf die Weilquelle zu werfen. An dieser Stelle trennten uns 600 Meter vom Feldberg, der uns heute allerdings wenig interessierte und erst im August im Programm der Streetmillboys stehen wird.

Von der Weilquelle ging es wieder ein Stück hinunter zurück auf den Limesweg und erreichten nach einigen Kilometern den idyllischen Ort Oberreifenberg. Ursprünglich war hier eine Rast an einer Stelle geplant, an der unsere Gruppe locker Platz gehabt hätte, aufgrund der Temperaturen und des Windes aber heute nicht ganz optimal war.

Wir entschieden uns für eine Stehrast einige Meter weiter auf den Mauern eines Kapellchens.

Bild 3

Bild 4

Nach kurzem Aufenthalt setzten wir unsere Wanderung fort und erreichten nach kurzen Abstiegden Hauptort Oberreifenberg.

Hier sollte der Besuch eines Caféhauses stehen, was unglücklicherweise noch geschlossen hatte. Aber Hoffnung! In zehn Minuten sollte es öffnen.

Wir nutzen die Zeit für einen Besuch der Burgruine Oberreifenberg. Die meisten nahmen die 94 Stiegen auf sich, um durch das arg enge Treppenhaus des Turms nach oben zu krabbeln. Über die herrliche Rundsicht ließe sich wegen der Wolken streiten, doch nett war es schon dort oben.

Der Abstieg vom Turm herunter gestaltete sich wegen der unterschiedlich breiten Stiegen fast noch schwieriger wie der Aufstieg, doch alle kamen wohlbehalten wieder unten an.

Bild 5

Bild 6

Jetzt stand der Besuch des Caféhauses auf dem Programm. Es tat gut, sich für eine Weile aufzuwärmen.

Wir wären gerne noch geblieben, aber wir mussten ja noch zurück nach Glashütten. Doch vorher ging es noch vorbei an einem kleinen See nach Oberems.

Oberems war rasch durchquert. Hier trennten uns nur noch einige wenige weniger heftige Steigungen von unserem Ziel.

Das Ziel erreichten wir so schnell, dass keiner damit gerechnet hatte schon angekommen zu sein.

Bild 7

Bild 8

Ein weiterer Höhepunkt stand zum Abschluss auf dem Programm! Die Abschlusseinkehr. Diese fand direkt in Glashütten statt. Freundlicher Service, gutes Essen rundeten den herrlichen Tag ab.

Lediglich unser Platz hatte einen Nachteil. Hier zog es unheimlich. Wir fragten die Frau Wirtin, ob sie vielleicht die Heizung etwas höher drehen könnte. Das Problem war ihr sehr bekannt, denn dies sei die berühmte Ecke, in der es immer von unten zog.

Bild 9

Bild 10

Aber kein Problem! Es lagen Decken bereit, die wir uns über die Schulter legen konnten, was wir sehr gerne annahmen!

Gegen viertel nach sechs war schließlich der große Aufbruch. Die Wege trennten sich, hinter uns lag eine toll organisierte Wanderung, mit schönen Wegen.

Und wieder einmal hatten wir mit dem Wetter wahnsinniges Glück, denn weder Regen noch Schnee hatten uns überrascht.

Wanderleitung: Peter & Willi

Bericht und Bilder: Hotti