Feldberg
erlebt und beschrieben von Rainer O.

7. August 2011


Nää, hatte das bis gestern geregnet! Aber am Sonntag war es morgens trocken und der Wetterdienst versprach sonnige Abschnitte. Vortreffen in Wiesbaden und dann in einem Auto gen Feldberg, wo wir bei Oberursel in eine Radsportveranstaltung gerieten. Respekt, wie die den Berg heraufstrampelten!

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In der Nähe des Sandplackens, in der Siegfriedstraße, stellten wir das Auto ab und machten uns auf, die drei Gipfel des Hochtaunus zu erwandern. Fing ja auch ganz harmlos an, Richtung Sandplacken, dabei den Limes überquerend, dann entlang des Tillmannswegs, der beidseitig von gut riechendem Tannenwald umgeben war. Hin und wieder zeigte sich die Sonne und ließ die Tannenzweige in der Höhe, Moos und Farne am Boden im saftigen Grün aufleuchten. Auch der Wind war uns gnädig, denn er wehte nur schwach.

Am Ende des Tillmannwegs ging es etwas hinab und wir liefen das letzte flache Stück, bevor der Aufstieg zum Altkönig beginnen würde. Irgendwo mussten ja die angekündigten Höhenmeter sein!

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Waren aber nur die ersten 136 Höhenmeter. Auf dem teilweise serpentinenartigen Weg nach oben lichtete sich der Wald, und dass die Augustsonne von Wolken bedeckt war, wurde allgemein als angenehm empfunden. Rund um den Gipfel passierten wir zwei Ringwälle aus Steinen, die aus etwa 400-500 vor unserer Zeitrechnung erbaut worden sein sollen.

Nach der Rast auf dem Altkönig gingen wir zu den Walldurchgängen zurück und machten uns an den steilen Abstieg auf einem steinigen Weg. Aber nicht lange und wir bogen rechts auf einen flacheren Weg ab, der uns bald auf einen von Bikern belebten Waldweg führte. Munter erzählend gelangten wir bald wieder an die Stelle, sprich Fuchstanz, an der wir zum Altkönig abgebogen waren. Wir nahmen einen der 5 Wege, die sich hier trafen, um zum Kleinen Feldberg hinaufzusteigen.

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Das Wetter hielt, die sonnigen Abschnitte waren häufiger als zuvor, und der Wind blies nur sacht. An einer Abzweigung betraten wir nun einen nicht all zu guten Waldweg, der zu dem auch noch stark nach oben zeigte. Hielten aber alle durch, deswegen wurde das steilste Stück wegen guter Führung gestrichen und durch eine weniger steile Abkürzung ersetzt.

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Vom Kleinen ist es nicht mehr weit bis zum Großen Feldberg, aaaber die letzten Höhenmeter der Tour lagen noch vor uns, die wir langsam, aber konsequent abarbeiteten. Auf dem Großen Feldberg war viel los: Ausflüger! Ob Motorradler, Radfahrer, Familie (so oder solche), Jogger, bei halbwegs gutem Wetter scheint der Gipfel überrannt zu werden. Oben betraten wir den Im Feldberghof fanden wir schnell einen freien Tisch und fingen an die "hessische" Speisekarte zu studieren. Das Motto der Speisekarte lautet: "Gesche de Hunger". Nicht gelogen!
"Salaad, frisch vom Agger" oder besser "Schbezielle Schbezialidääde"? "Flaaschkääs" oder "Deftischer Wuzzebrade"? Musste jeder selber entscheiden.

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Nach dem Essen, oder dem Verdauungs-Espresso wurden die Rucksäcke wieder geschultert und wir machten uns auf den Weg zum Auto, der zunächst entlang einer Wiese führte, wo man mit Drachen spielte, und dann in den Wald mündete, wo uns mehrere Biker entgegen gefahren kamen. Andere, die bergab fuhren hatten ein hohes Tempo drauf, meisterten aber dabei den unebenen Untergrund mit offenem Wurzelweg und Steinen.

Wir überquerten ein zweites Mal den Limes, und waren kurz darauf am Auto, womit die Tour endete. Was das Wetter angeht: das war die Ausnahme zu den Schlechtwettertagen zuvor!

Wanderleitung: Rainer O.

Bericht: Rainer O.

Bilder: Dr. Thomas