Wanderung im Reiche von Wildkatze und Mufflons
notiert von Hotti

5. Juni 2011


Irgendwie haben wir es derzeit mit kleinen, kuschligen Gruppen. So waren wir bei unserer Wanderung im Ernstbachtal lediglich zu viert, was unserer ausgesprochen guten Stimmung keinen Abbruch tat.

Diesmal waren wir von unserem Tourenscout eingeladen, ihm in das Ernstbachtal zu folgen.

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Das Tal mündet am Herrmannsteg in die Wisper und entspringt beim Hofgut Mappen in der Eltviller Gemarkung. Die meiste Zeit verbringt der Ernstbach im Rheingauer Hinterlandswald.

Beschrieben wird das Tal als absolut menschenleer. Nun gut, so kam es, dass wir in dieser leere insgesamt 5 Personen getroffen haben. So kam es dann auch, dass in diesem absolut leeren Tal die einzige Sitzgruppe gerade zu der Zeit belegt war, als wir an eine Rast dachten.

Nicht weiter tragisch dachten wir, schließlich gab es doch ausreichend Baumstämme zum Rasten.

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Der Streckenverlauf als solches war relativ unspektakulär. Aus dem Auto ausgestiegen folgten wir den Hauptweg entlang des Ernstbachs nach oben. In der Tourenbeschreibung dieser Wanderung wurde uns versprochen, dass wir gemächlich 160 Meter in vier Kilometer nach oben steigen sollten, was auch für ungeübte erträglich sein sollte.

Wäre es möglicherweise auch, hätten wir es nicht mit einer heftigen schwüle zu tun gehabt, die uns auf dem Weg nach oben ganz heftig ins Schwitzen brachte.

Oben angekommen war es an der Zeit, eine zweite Rast einzulegen um ein wenig zu verschnaufen.

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Anschließend folgten wir dem gleichen Pfad zurück und waren doch einigermaßen verwundert, wie unterschiedlich die Wahrnehmung des gleichen Weges doch sein kann, wenn man ihn einfach in entgegengesetzter Richtung wandert. Verwundert waren wir auch darüber, wie schnell man vergessen kann.

Nach jeder Kurve hatten wir das Gefühl, dass Ziel vor Augen zu haben, doch dies ließ auf sich warten.

Hinzu kam, dass wir auf dem Rückweg das Gefühl hatten, dem durch die Wettervorhersage vorausgesagten Unwetter davon laufen zu müssen.

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Weder das Ziel noch das Unwetter kam. Wobei wir ersteres schließlich doch noch erreichten. Sogar trockenen Fußes!

Vom Ausgangspunkt unserer Wanderung mussten wir noch wenige Kilometer fahren, um zum geplanten Lokal unserer Abschlusseinkehr zu gelangen.

Das Risiko, draußen nass zu werden wollten wir nicht eingehen, also setzten wir uns in die gemütliche Gaststube.

Die Bestellung aus der reichhaltigen Speisekarte war schnell aufgegeben. Nach einiger Zeit hörten wir aus der Küche das klopfen des Schnitzels, dann dauerte es auch nicht mehr lange, und schon konnten wir lecker schmausen.

Uns wurde ein sehr gutes Preis - Leistungs - Verhältnis geboten, welches wir sehr genossen. Schon das zweite Lokal an der Wisper, welches wir guten Gewissens weiter empfehlen können.

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Fazit dieser Tour: Wer einen unspektakulären Spaziergang in wunderschöner, fast Menschenleerer Natur unternehmen will, einfach so zum Entspannen, dem sei diese Wanderung sehr empfohlen.

Gestartet sind wir um viertel nach elf, am Ziel angekommen sind wir gegen viertel nach vier wobei ich bei der Ankunft nicht wirklich auf die Uhr geschaut habe. Dazwischen haben wir rund eine dreiviertel Stunde an Pausen gemacht, so dass wir etwa 17 Kilometer gewandert sind und uns gar nicht die Chance geboten wurde zu verlaufen.

Wanderleitung: Dr. Norbert D.

Bilder: Dr. Norbert D. & Hotti

Bericht: Hotti