Sonderfahrt zurBundesgartenschau nach Koblenz
notiert von Hotti

1. Mai 2011


Am 1. Mai 2011 war es soweit. Die Streetmillboys begaben sich auf die große Fahrt zur Bundesgartenschau nach Koblenz.

Immerhin hatten wir 8 Teilnehmer zusammen bekommen. Wobei hierbei zu bemerken ist, dass diese Summe nur dadurch zustande kam, dass zwei unserer regelmäßigen Teilnehmer ihre Männer von der Teilnahme an dieser Tour überzeugen konnten.

Nach einer frühen und langen Zugfahrt über die wunderschöne rechtsrheinische Bahnstrecke erreichten wir um zehn nach zehn den Haltepunkt Koblenz Stadtmitte.

Die Homepage der Bundesgartenschau gab an, dass es von diesem Haltepunkt aus gerade mal noch zehn Minuten Fußweg bis zum Gelände der BuGa sein sollten.

Tja, wenn man denn die Beschilderung gefunden hätte. Wir hatten uns für die Zugfahrt einen Platz relativ weit vorne ausgesucht, was uns beim Ausstieg fast zum Verhängnis hätte werden können.

So kam es nämlich, dass wir uns am vorderen Abgang des Bahnsteigs orientierten. Nach einem etwas beschwerlichen Abstieg auf Grund der extrem schmalen Stiegen fanden wir uns links des Löhrcenters, dem bekannten Koblenzer Einkaufszentrum, wieder. Hauptstraße und Einfahrt zum Parkhaus.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Eine Beschilderung zum BuGa Gelände suchten wir hier vergeblich. Aber wir hatten einen Joker in der Gruppe, der Koblenz sehr gut kannte und uns den richtigen Weg wies. Gleichzeitig meinte ein geselliger Fahrradfahrer ebenfalls uns auf den richtigen Weg bringen zu müssen.

Tatsächlich hatten wir auch ohne das Hinweisschild das BuGa Gelände in den beschriebenen zehn Minuten erreicht.

Die Karten waren schnell eingetauscht. Einige Teilnehmer nutzen die Möglichkeit eines kurzen Toilettenbesuches, dann konnte es los gehen.

Wir betraten das Gelände der Bundesgartenschau 2011. Es erwartete uns eine wahre Blütenpracht voller Tulpen. Gut, dass wir im Zeitalter der Digitalkamera angekommen sind! Eigentlich hätte man jede Blüte einzeln fotografieren wollen.

Zunächst schauten wir uns vor dem Schloss um bevor wir schließlich in den Garten auf der Rheinseite schlenderten.

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Hier entschieden wir uns, zunächst mit der Seilbahn hinauf auf die Festung Ehrenbreitstein zu fahren, denn noch war relativ wenig los. Wenn wir bereits jetzt die Seilbahn nutzten, war die Chance relativ groß, nicht so lange anstehen zu müssen.

So war es denn auch. Nach einem Marsch auf der Uferpromenade erreichten wir die Talstation der Seilbahn und mussten lediglich wenige Minuten warten, bevor wir mit der komfortablen Kabinenbahn über den Rhein hinauf auf die Festung Ehrenbreitstein schwebten.

Nach acht Minuten Fahrzeit waren wir oben angekommen. Auf Wunsch von fast allen wollten wir zunächst kurz etwas Essen. Schnell hatten wir etwas entsprechendes gefunden.

Da wir bereits während der kurzen Zeit zwischen Ankunft und Nahrungsaufnahme bemerkt hatten, dass es schier unmöglich war, gemeinsam mit der Gruppe das Gelände zu besichtigen fiel die Entscheidung leicht eine Zeit zu vereinbaren, um uns wieder zu treffen.

So zog jeder seines Weges. Na ja, ein Großteil blieb zusammen.

Bild 8

Bild 9

Bild 10

So zog jeder seines Weges. Na ja, ein Großteil blieb zusammen.

Um halb drei waren wir verabredet. Leider war dies zu früh, denn für eine Besichtigung der Festung blieb nicht mehr viel Zeit. Zumindest für fünf der Gruppe. Die anderen drei hatten sich die Zeit besser eingeteilt und waren in den Genuss gekommen, alles zu sehen.

Also stellten wir uns um kurz nach halb drei wieder an, um mit der Seilbahn auf die andere Rheinseite zu schweben. Schließlich gab es hier auch noch einiges zu sehen.

Unten angekommen sahen wir, dass unsere Entscheidung, die Festung als erstes zu besichtigen, haargenau die Richtige war, denn nun stand eine große Menschenmenge an, um mit der Seilbahn zu fahren.

Wir konnten nun das Gelände an der Rheinpromenade besichtigen.

Bild 11

Bild 12

Bild 13

Nachdem wir auch dort alles gesehen machten wir uns auf den Rückweg zum Schloss, denn am Morgen hatten wir dort einiges ausgelassen, was wir nun noch anschauen wollten.

Gegen vier hatten wir schließlich alle Bereiche angeschaut. Durst hatte sich bei den meisten wieder eingestellt, aber bei den meisten keine große Lust, diesen auf dem BuGa Gelände zu löschen.

Damit war klar, ein Spaziergang in die Altstadt war unausweichlich. Diese war schnell erreicht.

Das erste Café gehörte uns. So schnell wir uns gesetzt hatten, so schnell waren wir wieder aufgestanden. Wobei ich gar nicht sagen kann, weshalb wir so hurtig diesen Gastlichen Platz wieder verlassen hatten.

So schlenderten wir durch fast schon ziellos durch die Fußgängerzone, bis wir ein Schild lasen, auf welchem geschrieben stand, dass das kleine Hofcafé geöffnet sei.

Bild 14

Bild 15

Bild 16

Der Titel klang ansprechend. Wir warfen einen Blick und es war sogar noch Platz für uns.

Allerdings war hier Selbstbedienung, was uns aber nicht weiter störte. Ganz im Gegenteil. Kaffee und Kuchen waren günstig und lecker.

Was wir nicht wussten war, dass es von hier bis zum Haltepunkt Koblenz Stadtmitte nur einige Minuten war.

Deshalb waren wir auch viel zu früh wieder aufgebrochen und somit auch viel zu früh am Bahnhof.

Wir hatten die Auswahl mit der Mittelrheinbahn über Mainz oder mit der Rheingaulinie nach Wiesbaden zu fahren.

Bild 17

Bild 18

Bild 19


Wie ursprünglich geplant entschieden wir uns mit der Rheingaulinie zu fahren, was zunächst auch die richtige Entscheidung sein sollte.

Die Mittelrheinbahn fuhr zwar einige Zeit vor unserer Bahn ab, hatte allerdings am Koblenzer Hauptbahnhof einen längeren Aufenthalt.

Unsere Bahn kam pünktlich und war total leer, so dass wir einen guten Platz bekamen.

Am Koblenzer Hauptbahnhof sahen wir dann die Mittelrheinbahn nach Mainz. Voll bis auf den letzten Platz. Die Fahrgäste standen bereits in den Gängen. Dies war in unserer Bahn zu diesem Zeitpunkt noch nicht so. Unsere Bahn war weiterhin relativ leer.

Bild 20

Bild 21

Bild 22

Bild 23

Dies änderte sich allerdings während unserer Fahrt nach Wiesbaden.

Immer mehr Fahrgäste stiegen zu. In Rüdesheim wurde es dann mächtig voll. Auch Fahrradfahrer wollten mitfahren.

Schließlich kamen wir in Eltville an. Hier entschied der Zugchauffeur, dass keine Fahrräder mehr mitkonnten, da er ansonsten nicht mehr die Verantwortung übernehmen würde.

Dies artete in eine unschöne Diskussion aus, in der unser Lokführer beschimpft wurde. Auch fiel der Satz, dass das Unternehmen lediglich ein Billiganbieter sei.

Der Lokführer drohte damit, den Zug abzurüsten und die Bundespolizei einzuschalten, wenn die Fahrradfahrer nicht den Zug verlassen würden.

Diese weigerten sich trotz der ausgesprochen weiteren Maßnahme den Zug zu verlassen. Der Lokführer fuhr schließlich weiter.

An den nächsten Bahnhöfen gab es dann jedoch nicht gleich die Türfreigabe sondern erst, nachdem der Lokführer den an den Bahnsteigen stehenden Fahrradfahrern mitgeteilt hatte, dass diese in diesem Zug keinen Platz mehr hatten und nicht mitfahren konnten.

Irgendwann waren wir dann doch noch in Wiesbaden angekommen.

Für die meisten endete ein wunderschöner Ausflugstag, während drei wieder hinüber nach Mainz fahren mussten, was aber dank des Anschlusszuges auf dem gleichen Bahnsteig gegenüber ein Kinderspiel war, so dass unsere Mainzer Freunde um zehn vor acht ihren Heimatbahnhof erreicht hatten.

Hinter uns allen lag ein traumhaft schöner Frühsommertag, den wir alle sehr genossen haben.

Organisation: Hotti

Bericht und Bilder: Norbert D. & Hotti & Peter D.