Wanderung zu den Gau Oderheimer Wildtulpen und ins Alzeyer Hügelland

25. April 2010


Diesmal stand uns vor der Wanderung zunächst einmal eine knapp 50-minütige Busfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung bevor. Dabei lernten wir Dörfer kennen, von denen hatten die meisten von uns noch nie etwas gehört.

Für die ersten, die Wiesbadener Teilnehmer, war der erste Treffpunkt der Wiesbadener Hauptbahnhof. Von dort nahmen wir die S - Bahn über den Rhein nach Mainz, wo wir auf unsere Mainzer Freunde und auch unseren Wanderleiter trafen.

Pünktlich kam unser Bus, den wir mit 11 Personen unserer Gruppe besetzten.

Bis nach Bechtolsheim ging unsere Fahrt, und wie bereits beschrieben durch Dörfer, von denen wir noch nie was gehört hatten. Dafür wunderten wir uns allerdings, wie durch all die engen Gassen ein so großer Bus kam.

Hier erwachte der Gedanke, wie gut der öffentliche Personennahverkehr inzwischen ausgebaut ist. Vor einigen Jahren hielten die Omnibusse sicher an der Bundesstraße oberhalb des Ortes. Wer aus dem Ort mitfahren wollte, der konnte sich dort an die Straße stellen. Und wer weiß, möglicherweise war man damals tatsächlich schneller am Ziel wie heute.

Aber gut für uns, denn so konnten wir in der Ortsmitte aussteigen und mussten nicht erst von der Bundesstraße in den Ort.

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Nach kurzer Ortsbesichtigung einschließlich traditioneller Besichtigung der Ortskirche startete unsere Wildtulpenwanderung.

Vor uns lag ein Anstieg von 100 Höhenmetern hinauf auf den Petersberg. Der geübte Wanderer mag nun denken, dass dies ja wahrlich keine große Steigung ist, doch wenn man sich auf eine Rheinhessentour einstellt, dann ist jeder noch so kleine Anstieg beschwerlich.

Wir hatten zwar Glück, dass zu der Sonne stets ein Windchen ging, denn die Sonne heizte gut auf, der ein oder andere kam nicht ohne Sonnenbrand nach Hause.

Wie immer in Rheinhessen die Sicht auf den Donnersberg, zwar etwas eingetrübt, doch die Umrisse waren zu erkennen.

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Nach einer kurzen Trinkpause, die der ein oder andere lieber für eine Vesper nutzen wollte, setzen wir unsere Wanderung fort und schon standen wir mitten in den Gau Odernheimer Wildtulpen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Tulpe) . Hier findet man das größte Vorkommen der Wilden Tulpe nördlich der Alpen.

Geplant war der Besuch des Wildtulpenfestes, das auf dem Sportplatz stattfinden sollte. Diesen sahen wir aus sicherer Entfernung. Gleichzeitig im Blick hatten wir die Fußballer, die sich dort auf ein Spiel vorbereiteten. Nun ist unsere Erfahrung mit den Streetmillboys und Fußballern vor einiger Zeit so ausgegangen, dass sich einige aus unserer Gruppe gar nicht mehr von den Spielern wegbewegen wollten. Aus diesem Grund entschied die Wanderleitung, das Fest nicht zu besuchen und so setzten wir unsere Wanderung hurtig fort in Richtung Hornberg.

Hier war ursprünglich vorgesehen, diesen zu erklimmen, doch die Hitze :-)

Anstelle des Anstiegs machten wir eine schöne Rast unterhalb eines Wasserwerkes.

Von hier aus konnten wir bereits in der Ferne unser Ziel Alzey sehen. Doch noch durften wir verschnaufen.

Ca. eine halbe Stunde dauerte die Rast, bevor wir unseren Weg in Richtung Alzey fortsetzten.

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So allmählich wurde die Gruppe des Laufens müde. Einige äußerten gar, dass sie sich so fühlten, als wären sie bereits den zweiten Tag am Stück unterwegs. Woran das wohl lag? Am Asphalt, an der Hitze, am Alter?

Irgendwann, nach mehr gefühlten, wie tatsächlich gewanderten Kilometern erreichten wir Alzey.

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Hier hatte das Radio ein Römerfest versprochen. Doch wo war es? Hatte ich mich tatsächlich so verhört?

Nun gut, zumindest gab es am Marktplatz die Römerschänke, immerhin etwas von den Römern. Einige aus der Gruppe nutzten das Lokal um etwas zu trinken. Der andere Teil der Gruppe nutzte die Zeit um sich vom Eissalon gegenüber ein Eis zu holen. Wohl dem, der daran dachte, dass noch eine Abschlusseinkehr beim Griechen eingeplant war und eine kleinere Portion Eis bestellte.

Gegen zwanzig vor fünf drängten einige aus der Gruppe zum Abmarsch in Richtung des Griechischen Lokals. Also Schlenderschritt, denn das Lokal öffnete erst um fünf und der Weg dorthin betrug trotz steilem Berg maximal sieben Minuten.

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So waren wir bereits um zehn vor angekommen. Zwei Kellner saßen auf der Außenterrasse, und nach kurzer Nachfrage durften wir dort bereits Platz nehmen. Ein Kellner erklärte, dass die Küche zwar noch geschlossen sei, wir aber ruhig schon mal einen Blick in die Speisekarte werfen könnten.

Gesagt, getan und schon konnten wir bestellen. Wenige Augenblicke später kamen die Getränke und einige Worte darauf auch bereits die Salate und ein paar Minuten darauf folgten die Hauptgerichte.

Es ging alles unheimlich fix. So schnell, dass wir bereits um kurz vor sechs bezahlen konnten und unsere Bahn zurück nach Mainz um kurz vor halb sieben erreichen.

Diese fuhr glücklicherweise pünktlich ab und überpünktlich traf unser Zug im Mainzer Hauptbahnhof ein, sodass die Wiesbadener Gruppe die Regionalbahn nach Wiesbaden bekam. Und damit hatten die fünf Reisenden ein Wahnsinnsglück, denn diese Bahn, die noch durchkam, bevor die Strecke wegen eines Personenunfalls gesperrt werden musste. Ob die beiden Teilnehmer, die in Richtung Frankfurt mussten, noch durchgekommen sind, dass wusste ich beim Schreiben dieses Berichtes noch nicht.

Fazit dieser Tour: Tolle Wanderung im Rheinhessischen unter der gekonnten Leitung von Gerhard.

Wanderleitung: Gerhard

Bericht und Bilder: Norbert D. & Hotti