Idstein - Niedernhausen

4. April 2010


In den 13 Jahren seit bestehen der Streetmillboys ist diese Tour einzigartig und hat bereits alle Rekorde gebrochen, bevor sie statt gefunden hat.

Ursprünglich sollte dies die Februar - Wanderung sein. Doch wegen der enormen Schneemassen des Winters musste die Tour auf den März geschoben werden.

Eine Woche vor der März - Wanderung hatten wir erneut ein Wetter - Problem. Diesmal war es ein Sturm. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Waldspaziergängen, also tauschten wir die Tour spontan und machten unsere März - Wanderung von Ockenheim nach Sprendlingen.

Endlich, im April 2010 war es endlich soweit. Die Wanderung von Idstein nach Niedernhausen konnte wie geplant statt finden, wenn auch die Wettervorhersage für den Ostersonntag mehr zum kuscheln auf dem Sofa wie zu einer knapp 14 km langen Wanderung von Idstein nach Niedernhausen einlud.

Wegen der wenig einladenden Wetterprognose war die Anfahrt etwas später geplant und entsprechend die Pausen gekürzt, um die Wartezeit auf die Bahn am Ende der Tour nicht allzu sehr auszudehnen.

War es wegen des Wetters oder wegen des Termins? Auf jeden Fall waren wir bei dieser Tour überschaubare 6 Teilnehmer. Wobei sich während der Tour heraus stellte, dass dies auch gut so war.

Zunächst lief alles wie geplant. Alle waren pünktlich am Treffpunkt, der Zug war pünktlich, der Himmel war zwar ein wenig bedeckt, doch noch regnete es nicht.

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Der erste Weg führte uns in die Idsteiner Altstadt. Auf besonderen Wunsch und natürlich auch, wenn man denn schon mal da ist, stand der Besuch der Evangelischen Unionskirche auf dem Programm.

Anscheinend war der Gottesdienst erst vor kurzem zu Ende, denn noch verließen einige Kirchgänger das heilige Haus.

Um den kurzen Blick in die Kirche in aller Knappheit zu beschreiben: Wunderschön. Da zum einen eine genaue Beschreibung den Rahmen unseres Wanderberichtes sprengen würde, zum anderen würde ich eine solche Detailbeschreibung gar nicht hinbekommen hier der Link zur Homepage. http://www.ev-kirche-idstein.de/web/pages/unionskirche.php

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Doch wenden wir uns wieder dem zu, weshalb uns der Weg nach Idstein geführt hatte.

Nach dem kurzen Kirchenbesuch liefen wir wieder ein paar Meter zurück um unseren eigentlichen Wanderweg zu folgen.

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Wenig später hatten wir auch schon den Ortsausgang von Idstein erreicht. Geblieben war der Eindruck, dass wir ja eigentlich gerne etwas länger hier geblieben wären um uns noch ein wenig mehr umzuschauen. So hatten wir den Schlossgarten mit keinem einzigen Blick gewürdigt.

Endlich konnte die Wanderung so richtig los gehen - oder auch nicht, denn bereits vor dem ersten Anstieg wurden wir ausgebremst.

Der ursprüngliche Weg war mit quer liegenden Bäumen des letzten Sturms versperrt. Also nutzen wir den Weg links daneben, der gemächlich den Weg nach oben nahm.

Bei der Vorwanderung war dies ein Abschnitt, der schon so ein bisserl anstrengend war. Oben angekommen erreichten wir auch schon wieder unseren geplanten Wanderweg, dem dicken umgefallenen X.

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Wir folgten diesen Weg bis zu einer Hauptstraße, der wir nun noch einige Schritte nach rechts folgen mussten. Hier gab es bei der Vorwanderung bereits das erste Problem, denn der ausgeschilderte Wanderweg biegt bereits am nächsten Waldweg wieder rechts in den Wald. Die Beschilderung an dieser Stelle ist jedoch nicht eindeutig. Doch heute lief bis hierhin noch alles perfekt. Artig ließen wir die Autos vorbei bevor wir wieder die Straße überquerten und nun wieder auf dem sicheren Waldweg waren. Kaum hatte Dr. Gerhard vorgeschlagen, auf den bereit liegenden Baumstämmen die geplante Rast zu machen, begann es auch zu Regnen.

Rast war an dieser Stelle ohnehin nicht eingeplant. Unseren geplanten Rastplatz erreichten wir nach ungefähr 10 Minuten, der Regen hatte ein Einsehen, und hörte kurz auf. Hierbei liegt die Betonung wirklich auf kurz, denn es reichte gerade mal, um ins Brötchen zu beißen, dann setzte der Regen schon wieder ein!

Noch ein Problem erwartete uns. An dieser Stelle mussten wir den X Weg verlassen, um der Markierung des Limes - Wanderweges zu folgen. Auch hier war die Beschilderung nicht zu erkennen. Allenfalls konnte man sich diese am Baum denken, denn ein weißes Kästchen mit Pfeil darunter verlockte zur Annahme, dass dies der richtige Weg sein könnte.

Erschwerend kam an dieser Stelle hinzu, dass die Forstarbeiter hier tüchtig zu tun hatten, um die Sturmschäden zu beseitigen. Der Waldboden war vom schweren Forstgerät absolut kaputt gefahren, so dass uns für ein kurzes Stück der Wanderung nichts anderes übrig blieb, als den Weg zu verlassen und weiter durch den Wald zu laufen.

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Und schon hatten wir den Limes erreicht, dem wir nun eine ganze Weile nach oben folgten. Dieser leichte Anstieg hielt recht lange vor, sodass wir erneut heftig ins Schnaufen kamen.

Unsere Beschilderung war nach wie vor der Limes - Wanderweg, doch irgendwann sollten wir diesen verlassen. Wann war das doch gleich?

Dr. Norbert meinte, als wir einen asphaltierten Weg erreicht hatten, hier müsste es doch nach links gehen! Ach was - der Limes ist unsere Beschilderung, der müssen wir nach!

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Dies war genau der Satz und die Stelle, an der das Unheil seinen Lauf nahm. Nach einer Weile erreichten wir zwar einen Ort, doch der hieß nicht Lenzhahn sondern Dasbach.

Dasbach ist ca. 2 km von Idstein. Hieß unser Ziel nicht Niedernhausen und sollten wir an dieser Stelle nicht kurz vor Niedernhausen sein?

Nun hieß es kreativ zu werden. Dr. Gerhard als erfahrener Kartenleser half uns aus der Misere und gab den weiteren Weg vor, der uns nach Oberseelbach führte.

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Da, ein Hinweisschild nach Lenzhahn - 1 km - 15 Minuten bis zum richtigen Weg! Ich flehte die Gruppe an, mir diese 15 Minuten zu gewähren um wieder auf den richtigen Weg zurück zu gelangen.

Nein, auf gar keinen Fall. Jetzt wurde sogar der Werbeslogan der CDU aus dem Bundestagswahlkampf 1957 ausgepackt. "Keine Experimente"!

Somit folgten wir von Oberseelbach aus der Hauptstraße bis nach Niedernhausen.

Na ja, zumindest erreichten wir vor dem Ortseingang wieder den geplanten Wanderweg und konnten von der Straße weg.

Wenig später erreichten wir dann schließlich, übrigens zur geplanten Zeit, den Bahnhof von Niedernhausen.

Man sollte sich seiner Wanderstrecke also nie zu sicher sein, selbst dann, wenn man die Strecke erst vor nicht allzu langer Zeit vorgewandert ist.

Fast pünktlich fuhr unser Zug zurück nach Wiesbaden, wo wir am Wiesbadener Hauptbahnhof noch eine Abschlusseinkehr im Bistro am Bahnhofsvorplatz einlegten.Nettes Ambiente, allerdings schon gehobene Preisklasse beim Essen.

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Fazit dieser Tour: Wäre das mit dem falschen Abbiegen nicht passiert, dann wäre es eine feine Strecke. Nicht zu lang, nur streckenweise Anstrengend. Aber als Fazit der gewanderten Strecke: Nicht Empfehlenswert, da lange Teile an der Straße. Vielleicht machen wir sie ja tatsächlich mal wieder und biegen dann aber richtig ab!

Wanderleitung: Hotti mit Unterstützung aller Teilnehmer

Bericht und Bilder: Hotti