Winter - "Daisy - Wanderung"

10. Januar 2010


Es gibt Wanderungen, da zittert man als Tourenleiter, ob eine lang geplante Wanderung auch stattfinden kann. So war es auch bei unserer Wanderung von Gonsenheim nach Ingelheim.

Der Wetterbericht hatte für das Wochenende Schneeverwehungen vorausgesagt. Zwar mehr am Samstag, doch auch am Sonntag sollte es schneien.

Mut zum Risiko, und so fand die Wanderung wie geplant statt - und das war auch gut so.

Nachdem wir es geschafft hatten, dass alle Wanderer zusammen waren, konnte es mit einer viertel Stunde Verspätung losgehen.

Unser Treffpunkt war die Straßenbahnhaltestelle Kapellenstraße in Mainz - Gonsenheim, wo wir zu neunt schließlich um halb zwölf gestartet waren.

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Zunächst führte unsere Wanderung entlang der Straße in den Lennebergwald. Der Schnee hatte alles in eine wunderschöne Winterlandschaft verwandelt. Viele Menschen waren zum Rodeln oder spazieren gehen im Wald.

Wir folgten der Markierung R und gelangten so ziemlich rasch zum Café am Turm. Ich habe mir dies schon mal für den Sommer notiert. Ein Spaziergang durch den Lennebergwald und dann eine Einkehr dort im Biergarten.

Doch an diesem Sonntag war keine Zeit für eine Einkehr, schließlich hatten wir noch ein gutes Stück Weg vor uns.

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So hieß unser nächstes Ziel Schloß Waldthausen. Hier ist seit vielen Jahren die Sparkassenakademie eingezogen.

Vorbei an der Rodelbahn mussten wir hier nun weiter der Markierung R folgen und so gelangten wir schließlich nach Heidesheim, wo wir auf dem Pausenhof der Grund- und Hauptschule unsere erste und einzige Rast einlegten.

Nach geschätzten zwanzig Minuten Wanderunterbrechung folgten wir weiter unserer Markierung R.

In Heidesheim war es dann soweit! Nicht, dass es Tradition bei den Streetmillboys ist, dass plötzlich Wanderer verschwinden, doch auch diesmal fehlte ein Teilnehmer, wobei sich dies relativ schnell klärte, denn die hinteren Wanderer hatten mitbekommen, dass er sich eine Blase gelaufen hatte, und in Heidesheim in den Zug steigen wollte.

Bei der Vorwanderung war hier der schwierigste Teil der Strecke, denn plötzlich hatten wir unsere Markierung nicht mehr gefunden, doch jetzt war dies kein Problem mehr.

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An einem Strommast findet sich das R und nun geht es knapp und eng an einem Wohnhaus nach oben. Der Weg ist so, dass man sich gar nicht vorstellt, dort richtig zu sein, doch ab und zu bekommt man durch die Wegmarkierung R bestätigt, dass dies wohl doch der richtige Weg ist.

Hier geht es auch recht heftig nach oben.

Wir stapften durch den hohen Schnee nach oben und konnten während des Verschnaufens die herrliche Aussicht auf Wackernheim, Heidesheim und die Rheinebene erleben. Wobei die Sicht später noch besser wurde. Jetzt hatten wir auch das R wieder gefunden und folgten diesem weiter nach links, kurze Zeit später rechts und gleich wieder links.

So näherten wir uns hurtig dem Rabenkopf, von wo aus wir die beste Sicht hatten.

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Weiter ging es mit der Markierung R und erreichten wenig später wieder einen asphaltierten Weg, dem wir nach links oben folgten.

Oben angekommen hieß es Abschied nehmen. Denn nun trennten wir uns der bis hierhin gefolgten Markierung R und wanderten nach rechts.

Dieser Weg brachte uns nach Ingelheim. Im Ort angekommen folgten wir der Hauptstraße nach rechts, solange bis es nicht mehr weiterging und wieder rechts. So kamen wir kurz darauf an die Hauptstraße, der wir links folgten, bevor wir schließlich vor einer Gärtnerei wieder rechts in einen Feldweg bis zu den Schienen wanderten. Bei der Vorwanderung hieß es nun, eine Entscheidung zu treffen, in welche Richtung wohl der Bahnhof lag. Wir entschieden uns für links und dies setzten wir auch bei unserer echten Wanderung um.

Doch den Bahnhof ließen wir einfach liegen, denn schließlich wollten wir noch leckeren Kuchen essen gehen.

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Hierfür hatten wir in einem Bistro in der Bahnhofstraße reserviert und dieses auch zügig erreicht. Der Tisch war bereits gerichtet, die Bestellung schnell aufgegeben.

Lecker war es. Doch schon nach ungefähr anderthalb Stunden hatte das schöne ein Ende, denn wir wollten zum Bahnhof um nicht allzu spät die Heimfahrt anzutreten.

Wie wir es vom Regionalexpress aus Saarbrücken gewöhnt waren, war dieser auch heute wieder brechend voll, so dass wir uns entschieden, die kurze Zeit der Fahrt nach Mainz im stehen zu genießen.

Schließlich trafen wir um kurz vor fünf wieder am Mainzer Bahnhof ein. Schade, dass die Zeit so schnell vorbei ging.

Fazit: Eine Tour, die ich gerne auch alleine noch mal nachwandern werde. Mit 14 bis 15 Kilometern nicht zu lang, nicht anstrengend, darum macht sie viel Spaß. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja auch im Lennebergwald noch eine andere Strecke zum Wandern.

Wanderleitung: Hotti

Bericht und Bilder: Hotti