Rundwanderung um Georgenborn

31. Oktober 2010


Zu einer herbstlichen Wanderung waren wir diesmal eingeladen. Treffpunkt war im Schlangenbader Ortsteil Georgenborn, einem idyllischen Örtchen ganz in der Nähe von Wiesbaden, das sogar früher einmal zu Wiesbaden gehörte, sich dann aber wieder um entschied.

Die Anreise war nicht beschwerlich, der Treffpunkt einfach zu finden, die Zeit dank der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit nicht zu früh, einen Punktabzug wäre bei einen Start morgens um sechs für das Wetter möglich, nicht aber für viertel nach Zehn, denn der Regen hatte aufgehört.

Fast schon etwas größer wie in der Vergangenheit war bei dieser Tour die Gruppengröße, brachten wir es doch auf reichliche 12 Teilnehmer.

Nach einer umfangreichen Erläuterung zur Ortsgeschichte von Georgenborn, übrigens perfekt vorbereitet und sogar für jeden Teilnehmer ein Handout mit Daten und Fakten, schritten wir gemächlichen Schrittes auf die gegenüberliegende Straßenseite, vorbei an einem ausgehängten Ortsplan, den wir ebenfalls erläutert bekamen, weiter an den Rand des Schlossparks.

Auch hier erfuhren wir wissenswertes zu dem nicht mehr vorhandenen Schloss und dem Park.

Nicht fehlen durfte freilich ein Rundgang durch den großzügigen Schlosspark, welcher (der Rundgang) mit einem Besuch auf dem Ortsfriedhof endete.

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Gegen zehn nach elf stand nun der zweite Programmpunkt auf der Agenda. Wanderung hinauf zur hohen Wurzel. Fein war, dass wir nicht den Steilanstieg nahmen, sondern in gemächlicher Steigung von etwas über 300 Höhenmetern auf 600 Meter hinauf erklimmen konnten.

Im Zeitplan des Wanderleiters erreichten wir unseren Rastplatz, eine Schutzhütte nahe des Gipfelkreuzes der hohen Wurzel. Wir nannten diesen Rastplatz liebevoll "Biwak". So müssen sich die Bergsteiger fühlen.

Der Zeitplan ließ Zeit für eine ausgiebige Rast, die wir bei strahlend blauen Himmel und noch erwärmender Sonne genießen konnten.

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Nach dieser Stärkung hielt uns nichts davon ab, die restlichen 13 Meter hinauf zu steigen um am höchsten Punkt dieser Wanderung zu sehen, dass die Fernsicht aufgrund der hohen Bäume etwas gestört war.

Weiter ging unsere Wanderung, nun stetig bergab in die Nähe von Taunusstein - Bleidenstadt. Wir streiften knapp den Ortsrand ohne direkt in den Ort hinein zu kommen.

Von hier aus führte unser Weg nun vorbei an einem Grillplatz in Richtung Seitzenhahn, wobei wir dummerweise den Weg kurzfristig wie auch immer verloren hatten. An der richtigen Stelle waren wir abgebogen, doch irgendwie war plötzlich die Markierung weg, so dass wir spontan entschieden, querwaldein zu Wandern.

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Was auch gut war, denn wenige fünf Minuten später standen wir wieder auf einem Hauptweg. Nun noch ein wenig nach rechts gewandert, dann links, wieder rechts und schon standen wir am Seitzenhahner Sportplatz. Bedauerlicherweise war gerade Halbzeit, sodass wir keine feschen Jungs dem Ball hinterherrennen sahen.

Obwohl, eigentlich war es gar nicht so schlecht, denn hinter dem Sportlerheim standen die Jungs und verschnauften. Leider langte die Zeit nur für einen oberflächlichen Blick - die Zeit drängte - aber oberflächlich betrachtet standen einige der Sportler mit nacktem Oberkörper da.

Nun ja, weiter ging es zum nächsten Zwischenziel unserer Wanderung. Dem Taunus - Wunderland. Einem Freizeitpark für Kinder, allerdings war bereits Saisonende und zugegeben, wir waren nicht die Zielgruppe dieses Unternehmens.

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Das nächste Highlight dieser Wanderung war ein traumhaft schöner Pavillon oberhalb des Kurortes Schlangenbad, mit herrlichem Blick auf den Ort. Aus der umgekehrten Richtung, das heißt aus dem Ort heraus hatten wir dieses Schmuckstück immer über den Ort thronen sehen, und schon öfter kam die Frage, wie man denn dort oben hinkommen würde. Und bei dieser Wanderung kamen wir tatsächlich daran vorbei und genossen für einen Moment den Blick.

Die Winterzeit forderte ein, dass wir nicht allzu sehr trödelten, wollten wir doch nicht im dunklen nach Georgenborn zurückkehren.

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Doch weit war der Weg von dort nicht mehr und schon hatten wir gegen halb fünf Georgenborn wieder erreicht.

Hier hatte unser Wanderleiter in einem netten Lokal unsere Abschlusseinkehr reserviert.

Die Auswahl fiel schwer zwischen warmen Essen oder Kaffee und Kuchen, wobei sich dann die Mehrzahl doch für letzteres entschied. Diese Mischung war, so im Nachhinein betrachtet, ein wenig schade, denn dadurch kam irgendwie nicht so das ansonsten so gemütliche Abschlusseinkehr - Feeling auf. Schade dann auch, dass sich die Gruppe rasch ohne den ansonsten eher harmonischen Abschied auflöste.

Dies mag daran gelegen haben, dass Frau Wirtin aufgefordert hatte zum Bezahlen an die Theke zu kommen, da sie dort die Rechnung splitten konnte. So standen wir denn einigermaßen ordentlich aufgereiht in der Schlange und warteten geduldig auf die Zwischensumme, die wir zu bezahlen hatten.

Nachdem die ersten bezahlt hatten, riefen diese noch ein Tschüss an die restlichen wartenden und rumms, da waren sie auch schon zur Tür raus. Wir üben den Abschied noch mal - das geht auch besser!

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Kommen wir zum Fazit dieser Veranstaltung: Gelungen! Die Streckenführung war sehr gut, wenn es den meisten zum Ende hin denn auch nicht knapp 20 Kilometer sondern eher wie über 30 Kilometer vorgekommen war. Und wie schon eingangs beschrieben, gepasst hat auch diesmal wieder alles. Herzlichen Dank für diesen tollen Tag an den Organisator dieser Tour, der uns wenige Kilometer vor Wiesbadens Touren eine tolle Landschaft inklusive einer tollen Wanderung geboten hat.

Wanderleitung: Martin

Bilder: Bernd, Martin, Hotti

Bericht und Bilder: Hotti