Mehrtagestour 2010 in Gaildorf

3. - 6. Juli 2010


Die Anfahrt

Diesmal führte unsere Mehrtagestour nach Gaildorf, ca. 20 km von Schwäbisch Hall entfernt.

Anders als im letzten Jahr fand diesmal die Anreise mit dem PKW statt. Da unsere Gruppe aus lediglich 8 Personen bestand, war es nicht ganz so einfach, die Fahrgemeinschaften zu bilden, da die Teilnehmer aus dem ab gelegensten Zipfel unseres Einzugsgebietes kamen.

Also bildeten wir zwei Fahrgemeinschaften. Eine direkt ab Wiesbaden und Mainz nach Gaildorf, eine zweite ab Mainz über Darmstadt - Eberstadt ebenfalls nach Gaildorf.

Die Anfahrt war ohne größere Staus innerhalb von etwas mehr als zwei Stunden vollbracht. Die Zimmer schnell bezogen, nun hieß es nur noch warten auf die zweite Gruppe aus Darmstadt, die etwa 20 Minuten nach dem ersten Auto eintrafen.

Die erste Wanderung

Hierzu stand uns die erste Herausforderung bevor. Wie sollte es anders sein, war die direkte Verbindungsstraße nach Murrhardt, dem ersten Ausgangspunkt unserer Wanderung, wegen eine Baustelle gesperrt. Zuerst verfuhren wir uns, doch der zweite Anlauf hatte funktioniert und mit einigen Umwegen erreichen wir schließlich den Ort Murrhardt.

Der Parkplatz war schnell gefunden, der Marktplatz ebenso, also konnte es losgehen.

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Wie schön! Mit einer Einschränkung, das Wetter. Während im Mainz / Wiesbadener Raum die Sonne schien, mussten wir uns mit ständigen Schauern begnügen, was diese Wanderung als sehr schwierig gestalten sollte.

Unsere Tour sollte zu den Hörsbachfällen führen, wobei sollte das falsche Wort ist, denn wir waren ja dort.

Nach einer relativ kurzen Ortsbesichtigung von Murrhardt fanden wir auch rasch unseren Weg.

Noch hatten wir keine Vorstellung davon, was uns heute bei dieser Wanderung erwarten würde!

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Harmlos begann unser Weg. Zunächst einmal stand der Besuch des kleinen Wassserfalls auf dem Programm.

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Oh ja, sehr imposant. Da kann man ja sogar darunter stehen! Wollen wir das? Nein, das wollen wir nicht!

Ach ja, eigentlich hätten wir bereits jetzt ahnen müssen, das wir im Laufe dieser Wanderung noch eine ganze Menge Spaß aufgrund der Wegbeschaffenheit haben würden. Es war bereits an dieser Stelle, am Einstieg unseres Weges ein wenig schlammig.

Nachdem wir den kleinen Wasserfall ausgiebig aus jeder Position angeschaut hatten, wanderten wir

Vor uns lag eine Anzahl an Herausforderungen, die von der Gruppe gemeistert werden sollten.

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Andere zahlen solche Veranstaltungen eine Menge Geld, bei den Streetmillboys ist sowas mit im Programm.

Da galt es zum Beispiel Wege zu finden, wo die Gruppe ohne große Gefahr wandern konnte, da mussten Ketten gebildet werden, um der Gruppe den weiteren Weg zu ermöglichen. Da galt es, trotz des extremen Schlammes und diverser Ausrutscher noch immer eine gewisse Freude an der Wanderung zu zeigen. Auch konnte man bei dieser Tour ein wenig gegen seine Höhenangst angehen. Schließlich gab es eine Menge wackeliger Holzstege, die wir überqueren mussten.

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Vergessen wir mal die Profis, wie einen Jogger, der uns entgegen kam und nach unten huschte oder vier junge Leute, die (einer in weißen) Turnschuhen über unsere Warnung, dass es dort arg glitschig sei, nur lachen konnten und meinten, dass sie den Weg schon öfter gelaufen wären.

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Zwei Stunden später, die uns allen wie mindestens acht Stunden und 25 Kilometer vorgekommen waren, hatten wir den Oberen Wasserfall erreicht.

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Ab hier war das, was jetzt folgte, gegen das, was hinter uns lag, nur noch Peanuts.

Zunächst aber stand erst mal eine kurze Pause auf dem Programm bevor wir weiter wanderten.

Diese dauerte etwa 20 Minuten. Jetzt machten wir uns auf in Richtung Gasthof Wasserfall, den wir auch direkt fanden. Okay, gewundert hatten wir uns schon, dass die Wirtschaft nicht auftauchte, doch dann lag sie vor uns. In der Gruppe gab es einige enttäuschte Gesichter, als raus kam, dass wir dort keine Rast machen werden. Vorbei an der Gesellschaft, die auf den Bierbänken saß wanderten wir weiter.

Den nächsten Weg rechts nach oben, unterwegs ein bisschen Raten, ob dies der Richtige Weg sei, na ja und eine halbe Stunde später kamen wir erneut am Gasthof vorbei. Wir hatten einen kleinen Rundlauf eingelegt.

Jetzt aber waren wir dem richtigen Weg auf heißer Spur.

Gefühlte Ewigkeiten und eine extrem langen Strecke mit 18 % Gefälle brachten uns schließlich zurück nach Murrhardt.

Der Weg zu unseren Autos zog sich nun ganz arg, doch irgendwann standen wir endlich da und kamen aus den schmutzigen Schuhen heraus.

Ein Kaffeetrinken stand auch noch auf dem Programm, dass wir im Cafe im Klosterhof einlegten. Lecker, und günstig! Und wir durften die Schwäbische Geldnot live miterleben. Eine Kundin zahlte. Dazu hatte sie wohl ihr Portemonnaie ausgeschüttet. Am Ende meinte der Kellner, ein Cent fehlt noch, doch auch dieser war nach einigem Suchen gefunden. Schließlich muss doch alles seine gute Ordnung haben.

Gegen halb sechs schließlich machten wir uns auf den Weg zurück zu den Autos um dann zurück nach Gaildorf zu fahren.

Der Donnerstag - Abend

Stand ganz im Zeichen hervorragenden Essens. Wir waren alle begeistert und beschlossen auch sofort, für die nächsten Abende kein anderes Lokal aufzusuchen. Das Lob an die Küche konnten wir dem Küchenchef und Chef des Hauses direkt mit auf dem Weg geben. Der erste Tag hatte bereits bewiesen, unsere Gastleute wissen, worauf es ankommt. Ein bisschen Small Talk mit den Gästen, dazu eine Brise Herzlichkeit und Freundlichkeit und schon fühlt man sich wohl.

Damit war der erste Tag und der erste Abend ein voller Erfolg, einschließlich Selbstfindungserfahrung. Herrlich!

Tag 2 der Freitag

Teil 1 - die Stadtführung

Am Morgen des Freitag durften wir uns zunächst am reichhaltigen Frühstücksbüfett unseres Hotel vergnügen.

Um viertel vor neun war an diesem Tag bereits die Zeit des Aufbruchs gekommen, denn schließlich hatten wir um 10 Uhr in Gaildorf eine Verabredung mit einem Stadtführer.

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In knapp vierzig Minuten waren wir die etwas mehr als 3 Kilometer zum Gaildorfer Alten Schloß gewandert und waren viel zu früh.

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Einige schauten sich auf dem Markt um, um die Zeit herum zubringen, andere setzten sich auf die Mauer vor dem Schloß und warteten darauf, dass die Zeit vorüberging.

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Um kurz vor zehn schließlich tauchte unser Stadtführer auf. Ein pensionierter Gymnasiallehrer sollte uns die Stadt Gaildorf näher bringen und alles Wissenswerte zu diesem Ort erzählen.

Bevor es los ging, fragte er, ob wir tatsächlich eine zweieinhalbstündige Führung machen wollten, was aber kein Problem wäre, denn schließlich sei er Schwabe und würde auch gerne viel erzählen.

Wir hatten Lust auf die lange Führung und los ging es. Der erste Weg führte uns zum Mausoleum auf dem Gaildorfer Friedhof, wo wir eine Weile verweilten, dass innere des Mausoleums besichtigen durften und allerhand Wissenswertes erfuhren.

Anschließend führte unser Weg wieder zurück in die Stadt. An einer Brücke über den Fluß Kocher lauschten wir gespannt den nächsten Erklärungen. Es folgte die Stadtkirche und schließlich fanden wir uns im alten Schloß wieder.

Hier durften wir uns wie Stadträte fühlen, denn wir wurden in den Sitzungssaal der Stadträte geführt, wo eine Weile sitzen angesagt war, bevor es in Stadtmuseum ging.

Der letzte Programmpunkt war schließlich der Folterkeller, wo alle wieder hellwach waren und gespannt den Erzählungen zuhörten.

Wir hatten es geschafft. Die Führung war im vorgegebenen Zeitrahmen zu Ende und jetzt erfuhren wir auch, dass unser Stadtführer noch nie eine solche lange Führung gemacht hatte.

Kurz verabschiedeten wir uns von ihm und bedankten uns herzlich für diese tolle und vor allem sehr persönliche Führung.

Für die Gruppe schloß sich nun direkt der nächste Programmpunkt an. Nach dem kulturellen folgte das kulinarische, das Kaffeetrinken im Schloßkaffee.

Die Auswahl bei einer reichhaltigen Speisekarte fiel schwer, aber jeder fand das für sich passende.

Die Wanderung

Nach einer Rast von etwas unter zwei Stunden stand nun noch eine "kurze" Wanderung auf dem Programm.

Doch bevor es los gehen konnte mussten wir erst einmal einen Lebensmittelmarkt suchen, wo wir uns mit Getränken versorgen konnten. Dieser war schnell gefunden, die Versorgungslücken rasch geschlossen, die Wanderung konnte beginnen.

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Erst einmal ging es den gleichen Weg zurück, wie wir ihn bereits kannten, doch am nächsten Ort folgten wir einer neuen Markierung, die uns von nun an treuer Begleiter sein sollte. Wir lernten während dieser Tour das rote Kreuz lieben, zu verfluchen, zu suchen.

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Hin und wieder hatten wir vor, es zu verlassen, doch dieses Teil war hartnäckig und brachte uns letztendlich dazu, es bis zum bitteren Ende zu verfolgen. Und es stellte uns vor Herausforderungen. Ab und an war es ganz und gar nicht mehr zu sehen, so dass wir bald ausgeschwärmt wären um es zu finden, was aber nicht mehr erforderlich war, denn quasi in letzter Sekunde tauchte es dann immer wieder an den Bäumen auf.

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Nach einigen Matschpassagen und sieben bis neun Kilometer später war die Zeit des Abschied nehmen gekommen, wir wechselten die Markierung.

Unser Problem war, dass unsere Karten Wege zeigten, die dann nicht da waren, oder Wege in der Natur waren, die es auf der Karte nicht gab.

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Von nun an folgten wir einfach einem asphaltierten Fahrradweg. Das war einfach.

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Letztendlich meisterten wir aber diese Wanderung mit großer Bravour, und waren um kurz vor sieben wieder im Hotel zurück.

Geschätzt war unsere Wanderung so um die 18 Kilometer lang. Hinzu kamen die drei Kilometer vom Morgen, so dass wir auf eine Tageslänge von 21 Kilometer kamen.

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Der Freitag - Abend

Der Freitagabend endete wie der Donnerstag. Hervorragendes Essen, hervorragender Service, rundherum gelungen.

Bleibt die große Frage - was erwartet uns bei der Wanderung am Samstag. Müssen wir wieder Wege suchen, bleiben wir in unserem Zeitfenster, werden wir die Wanderung so hinter uns bringen, wie wir es geplant haben und schaffen wir es, dem Freibad einen Besuch abzustatten?

Tag 3 - der Samstag

Die Wanderung

Vom reichhaltigen Frühstücksbüfett frisch gestärkt und voller Wanderlust begann Tag 3 unserer Mehrtagestour erst einmal mit einer kurzen Autofahrt zum Bahnhof Gaildorf West.

Hier war der Ausgangspunkt unserer Wanderung, die heute eine Streckenwanderung werden sollte, was sie ja auch war.

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Die ersten Kilometer waren nicht so prickelnd, dafür aber ausgesprochen gut beschildert, doch dies sollte sich bereits im nächsten Ort ändern.

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Hinweise eines einheimischen Kindes brachten uns nur letztendlich auf die total falsche Spur, sodass wir erst mal einen knappen Kilometer in die falsche Richtung wanderten, bevor wir uns überlegten, dass es sinnvoller war, wieder umzudrehen und den richtigen Weg zu suchen. Allerdings gestaltete sich dieses Vorhaben als besonders schwierig, denn auch jetzt fanden wir zwar unsere Markierung, doch dann verloren wir sie erneut. Lediglich eine andere Markierung sollte den Weg weisen.

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Nun gut, folgten wir eben dieser Markierung. Scheinbar verlässliche Aufzeichnungen einer Wanderkarte deuteten darauf hin, dass wir auch mit dieser Markierung unser Ziel erreichen würden.

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Während der Tour kam unsere ursprüngliche Markierung immer mal wieder ins Auge, dann war sie wieder weg.

Dafür trafen wir zwischendurch auf einen herrlichen Aussichtsplatz, für den wir glatt unsere Wanderung für etwa eine halbe Stunde unterbrachen.

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Mit frischen Kräften traten wir an, um die nächsten 4 Kilometer zu wandern.

So ganz ohne Matschwege ging es auch bei dieser Wanderung nicht. Zwar nicht so schlimm wie am Donnerstag, aber doch ärgerlich, aber auch nicht zu ändern. Es gibt eben Dinge, die es nicht wert sind, sich darüber aufzuregen.

Jetzt erreichten wir einen wunderschön gelegenen Biergarten weit oberhalb von Schwäbisch Hall, den wir für eine Einkehr besuchten. Nicht nur gegen den Durst gab es hier was, für den, der in richtiger Richtung saß, gab es auch etwas fürs Auge. Ein blonder Jüngling machte seine Sportübungen auf der Wiese vor uns. Seinen Handstand musste er zwar noch etwas Trainieren, aber mit dem was er da so zeigte, war er schon sehr gut.

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Nach dieser Einkehr war erst mal wieder Suchen angesagt, denn unser Weg hatte sich zwischen einem Haus versteckt.

Hätten wir ihn nur nicht gefunden! Ab hier ging es so was von steil hinunter und einige Matschpassagen luden zu einer weiteren Herausforderung ein.

Unversehrt schafften wir es alle nach unten und konnten auf asphaltierten Wegen unsere Tour fortsetzen.

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Entgegen der ursprünglichen Planung endete unsere Wanderung nicht am Bahnhof Schwäbisch Hall Hessental. Den hatten wir nun erreicht.

Wir wollten noch weiter zur Comburg, einem wunderschönen hoch über Hall gelegenen Stift. Wegen einer Hochzeit dort blieb uns der Blick ins Innere der Kirche verwehrt, doch das, was wir sahen, war gigantisch.

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Unser Weg ging nun hinab ins Kochertal hinein nach Schwäbisch Hall, wo ein Kaffeehausbesuch dem letzten Wandertag ein glänzendes Finale bescherte.

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Die Details zu Schwäbisch Hall sollten wir an unserem Abreisetag im Rahmen einer Stadtführung noch ganz ausführlich kennenlernen.

Rechtzeitig vor Abfahrt des Zuges machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, den man mit einem gläsernen Aufzug ganz bequem erreichen kann.

Eine Herausforderung war der Erwerb von Fahrkarten. Zunächst galt es herauszufinden, welches unser Reiseziel ist. Gaildorf!

Aha, wie wollen sie denn dorthin fahren, fragte der Automat? Nur mit dem Zug oder mit Zug und Bus?

Na ja, eigentlich nur mit dem Zug! - Macht dann 3,80 Euro. Mit der zweiten Option geht's für´n Euro weniger. Klingt logisch.

Aber Moment, es geht noch genauer! Da steht doch auch noch der Ortsteil Unterrot, dort wo unser Hotel ist. Das kostet nur 2,80 Euro, weil wir dahin ja mit dem Bus fahren müssen.

Gefühlte Stunden und tausende Korrekturen im Eingabefeld des Automaten später haben wir es tatsächlich geschafft und halten sieben Fahrkarten für jeweils 2,80 Euro in den Händen.

Wenig später kommt auch schon unser Zug, der uns in einigen Schleifen nach Schwäbisch Hall Hessental bringt, wo wir umsteigen müssen.

Kurz darauf rollt auch schon die Bahn nach Stuttgart in den Bahnhof ein und bleibt verflixt früh stehen. Die Vermutung lag nahe, dass er zu früh angehalten hat, denn sehr viele Fahrgäste standen im vorderen Bereich des Bahnsteigs und mussten nun gschwind nach hinten sausen.

Die Fahrt dauert nur ein paar Minuten und schon hatten wir Gaildorf West erreicht.

Unser Auto stand noch da, hatte aber nach wie vor nur Platz für fünf Personen. Da zwei aus der Gruppe angeboten hatten, zurück zu wandern, war dies kein Problem und die Fahrt schnell hinter uns gebracht. Gegen zwanzig nach sechs waren wir schließlich wieder im Hotel angekommen.

Der Samstag-Abend

Auch an diesem Abend keine Änderung zu den vergangenen Tagen. Leckeres Essen, hervorragender Service und wir hatten enorm viel Spaß mit unserer Bedienung.

Tag 4 der Sonntag

Alles hat ein Ende, leider auch unsere Mehrtagestour. Erst plant man monatelang, feilt am Programm und ehe man sich versieht ist es auch schon wieder vorbei. Und genauso war es auch bei unserer Tour in den Schwäbischen Wald.

Auch am Abreisetag konnten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbüfett bedienen bevor wir Ade sagten und uns für die Gastfreundschaft bedankten.

In unserem Hotel durften wir drei wunderbare Tage verbringen, wo sich alle wohl fühlten und keiner einen Grund hatte sich zu beschweren.

Aufbruch war um kurz nach neun Uhr. Die Fahrt heute sollte in die ca. 20 Kilometer entfernte Stadt Schwäbisch Hall gehen.

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Das Navi sagte den richtigen Weg an, der Fahrer vertraute jedoch den Ansagen nicht immer, so dass wir tatsächlich zwei Mal wenden mussten. Aber wir erreichten pünktlich unseren geplanten Parkplatz, fanden sogar zwei Parkplätze und machten uns sogleich auf den Weg zum Marktplatz, wo um 10 Uhr eine Stadtführung für uns begann.

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Unsere Stadtführerin war bereits reichlich vor der Zeit anwesend, so dass unsere Führung auch etwas früher beginnen konnte.

Diesmal hatten wir eine sympathische ältere Dame, die uns ausgesprochen gut und einprägend durch die Stadt führte. Daran anschließend hatten wir noch die Führung durch die Kirche St. Michael mit gebucht, durch die sie uns ebenfalls souverän mit viel Wissen führte, ohne mit Geschichtszahlen um sich zu schmeißen.

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Gegen zwölf Uhr endete unsere Führung. Für unsere Wandergruppe stand nun nur noch ein gemeinsamer Programmpunkt an. Das gemeinsame Mittagessen. Dieses war in einem gemütlichen Biergarten auf der Theaterinsel geplant und so war es dann auch.

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Hier ließen wir unsere diesjährige Mehrtagesveranstaltung gemütlich ausklingen, bevor wir uns gegen halb zwei auf den Weg zu den Autos machten.

Nach großer Verabschiedung ging es auch schon los, in Richtung Heimat. Längere Staus hatten wir nicht, ab und an mal ein wenig stockend, aber wir kamen gut durch, so dass aus unserem Wagen der erste gegen sechszehn Uhr zu Hause war. Der Rest stand dann knappe zwanzig Minuten später am Mainzer Hauptbahnhof um sich von dort aus auf den Heimweg zu machen.

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Fazit unserer Mehrtagestour: Wir hatten wunderschöne Tage, genial gutes Essen, eine hervorragende und vor allem freundliche, aber nicht aufdringliche Bewirtung im Hotel, einfach eine gute Zeit.

Die Wanderungen waren allesamt matschig, so dass ich keinen Schlamm mehr sehen mag. Die Beschilderung hätte bei allen Wanderungen besser sein können, da die Karten nicht so ganz mit den Wegen übereingestimmt haben.

Wir hatten aber auch aller Schwierigkeiten zum Trotz immer sehr viel Spaß bei unseren Wanderungen, und wenn wir der Meinung waren, dass wir uns nun total verlaufen hatten, dann waren wir weiter guter Dinge und Hoffnung und sangen mal eben ein Mutmacherliedchen.

Auch in diesem Jahr hat mal wieder alles gepasst. Die Gruppe war gut, dass Programm stimmig, wenn auch das Gaildorfer Mineralfreibad wegen Biergärten und Kaffee trinken gehen auf der Strecke geblieben ist.

Was bleibt, ist die Vorfreude auf die Mehrtageswanderung im Jahr 2010, die eventuell in Holland sein wird. Aber bis dahin ist ja noch eine Weile Zeit und wer weiß, vielleicht geht es am Ende ja doch ganz woanders hin!?

Wanderleitung: Gerhard & Hotti

Organisation:Hotti

Bericht: Hotti

Bilder: Dr. Thomas, Dr. Gerhard & Hotti