Rund um Eppstein

19. September 2010


Es war ein wunderschöner Spätsommertag - vielleicht der letzte in diesem Jahr - an dem uns Willi und Peter zu einer Wanderung rund um das Taunusstädtchen Eppstein eingeladen hatten.

Mit einer halben Stunde Verspätung ging es schließlich los. Wie war es dazu gekommen? Ein Teilnehmer musste zum Treffpunkt der Wiesbadener Fahrgemeinschaft mit der Bahn anreisen. Durch einen Stellwerksfehler hatte diese jedoch Verspätung, die sich dann bis zum Start der Wanderung auswirkte.

Insgesamt 10 Teilnehmer starteten schließlich kurz vor elf Uhr zu einer, wieder einmal, extrem schönen Tour.

Zunächst wanderten wir stetig ansteigend vom Eppsteiner Bahnhof hinauf zum Neufville Turm.

Obwohl er an eine alte Burg erinnert, ist der Neufville-Turm doch "nur" gut 100 Jahre alt. Er wurde im neomittelalterlichen Stil um die Jahrhundertwende von den Frankfurter Bankiers von Neufville errichtet. Sie ließen eine kleine Burg mit diesem 16,5 m hohen Turm auf ihrem Privatanwesen bauen, um ihre Kunstsammlung aufzubewahren und zu präsentieren. 1933 ging der Turm in den Besitz der Stadt über. Heute beherbergt das Anwesen ein Café dass im Sommer an den Wochenenden geöffnet ist.

Unsere Planung ließ bedauerlicherweise keine Zeit für ein Käffchen oder Kakäuchen (mit Sahnehäubchen!). Na gut, es wäre wohl etwas früh, denn wir waren schließlich gerade erst gestartet.

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Nach einer kurzen Schleife schlugen wir die Richtung nach Wildsachsen ein, und machten auch nicht den Fehler, den unsere Wanderleiter bei der Vorwanderung gemacht hatten und einfach mal nach Wiesbaden - Breckenheim gewandert waren.

Eine kurze Rast oberhalb des Ortes und schon ging es weiter nach Langenhain und kamen jetzt zum Bahai - Tempel. Hier wurde uns eine Führung angeboten, die wir freundlich ablehnten. Schließlich waren wir zum Wandern unterwegs, da passten längere Erklärungen nicht wirklich ins Programm.

Wer näheres zum Tempel und der Bahai - Gemeinde wissen mag, wird über die Suchmaschine google rasch fündig!

Am Bahai - Tempel legten wir nun auch unsere zweite Rast ein. Herrlich auf den Bänken in der Sonne sitzen und die angenehme Wärme genießen. Wie immer hatte alles ein Ende, so auch diese Rast.

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Weiter ging es nach einigem auf und ab nach Lorsbach. Nachdem wir den Bahai - Tempel hinter uns gelassen hatten, ging es ganz schön steil nach unten. Unsere Wanderleiter erklärten uns freundlicherweise, nur damit wir uns auch darauf einstellen konnten, dass wir alles, was jetzt nach unten ging, anschließend wieder nach oben führte.

Na ja, so leicht bringt einen Streetmillboy ja nichts aus der Ruhe. Wir wanderten durch Lorsbach, überquerten die Hauptstraße und, na klar, wir wanderten wieder nach oben bis zur "Gundelhardt".

Jetzt fragt sich sicher jeder, wer die Gundelhardt ist, und werter Leser, wir haben natürlich auch nachgefragt. Die "Gundelhardt" ist ein Ausflugslokal. Aber, Ihr könnt es Euch ja jetzt schon denken, wir sind, na klar, daran vorbei gelaufen! Obwohl, wir haben tatsächlich ernsthaft darüber nachgedacht, ob wir nicht einkehren sollten. Dies hätte natürlich zu der Konsequenz geführt, dass wir zur am Ende der Tour geplanten Abschlusseinkehr nicht mehr den guten Hunger mitgebracht hätten.

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Hopsala ging es jetzt nach oben! Staufen hieß der Berg, den wir erklimmen sollten. 451 Meter hoch, jawoll! Jetzt zeigten wir es unseren Tourenleitern aber! Keine Schwächeanfälle. Tapfer wanderten wir weiter bis dorthin, wo unsere Organisatoren es wollten!

Und, ihr könnt es euch denken, wir wurden belohnt! Mit einer phantastischen Fernsicht von der Aussichtsplattform "Großer Mannstein" hin auf den vorderen Taunus, dem Feldberg, dem Altkönig und Frankfurt sahen wir auch ganz deutlich!

Waren wir die ganze Zeit nach oben getappelt, so konnten wir ab jetzt ganz entspannt und die Füßlein nach unten sausen lassen. Sicher, die Knie fanden das jetzt nicht ganz so witzig, aber die konnten ja schließlich bereits auf dem Gefälle vom Bahai - Tempel nach Lorsbach motzen. Und überhaupt, keiner hat behauptet, dass wir Kurspaziergänge machen!
Bald darauf hatten wir den Kaisertempel erreicht. Ein schöner Aussichtspunkt oberhalb von Eppstein, leider bei unserem Eintreffen etwas überbucht, so dass wir nicht bis an die vorderste Plattform treten konnten. Tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, denn der letzte Aussichtspunkt am großen Mannstein (Übrigens, was für ein schöner Name - nicht wahr?) war ohnehin hundert Mal schöner!

So, nun aber weiter! Die Knie freuten sich bereits, denn nun ging es arg fein hinab zu Tale.

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Wir erreichten Eppstein, bekamen noch die Gelegenheit, uns ein wenig in der Altstadt (ist Eppstein eigentlich eine Stadt??) umzusehen und fanden so wenige Momente später die Straße, in der wir am Morgen geparkt hatten und von wo aus wir gestartet waren.

Idealerweise hatten unsere Organisatoren direkt hier unsere Abschlusseinkehr geplant. Hier konnten wir in aller Gemütlichkeit bei leckerem Essen und hervorragendem Service einen absolut gelungenen Tag ausklingen lassen.

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Fazit des Tages: Eine perfekt organisierte Tour. Die Strecke hat gestimmt, das Wetter hat mitgespielt, schöne Fernsichten, nicht so arg anstrengend (mit einigen Ausnahmen) und ein gutes Lokal für den Abschluss!

Wanderleitung: Peter & Willi

Bericht und Bilder: Hotti