Fahrt mit dem Ebbelwei Expreß in Frankfurt

11. April 2010

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an unserem Bericht vom Besuch des Frankfurter Zoos im Januar 2010. Dieser Zoobesuch war Auslöser unseres Zusatztermins im April.

Denn nach unserem Besuch damals stand der Frankfurter Ebbelwei Expreß in der Straßenbahnwendeschleife des Zoos.

Eine Idee wurde geboren. Zumindest sagte ich zur Gruppe, dass ich mit dieser Oldie - Straßenbahn schon immer mal mitfahren wollte. Daraufhin erfuhr ich von einigen, dass diese da gerne dabei sein würden. Als "Interimstermin" suchte ich mir den Herbst 2010 aus.

Doch wer mich kennt, der weiß, wenn ich einmal von etwas begeistert bin, dann sollte die Umsetzung so schnell als möglich erfolgen. So auch bei der Fahrt mit dem Ebbelwei - Expreß. Aus dem Herbst wurde Frühjahr, aus dem Frühjahr wurde der Beginn des Frühlings und so kam der 11. April 2010 zustande.

Zunächst war ich im Glauben, so eine Fahrt bringt einige Teilnehmer, dass es am Ende mehr waren, als bei den Wanderungen, darüber war ich doch erstaunt. Für die Abschlusseinkehr reservierte ich 10 Stühle, die ich - welch ein Wunder, dass hatte ich schon länger nicht mehr machen müssen - auf 15 erhöhen musste. Na ja, dies war zumindest der Stand am Samstag vor dem Termin. Letztendlich hätten auch 2 Plätze gereicht, denn zwei mussten wegen Krankheit absagen und einer konnte aus zeitlichen Gründen nicht mehr mit zur Abschlusseinkehr.

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Doch nun mag ich endlich auf den Punkt beziehungsweise auf den elften April, einem Sonntag im Jahre 2010 kommen.

In gewohnter Manier war die Anreise zum Frankfurter Zoo mit der Bahn geplant. Die Treffzeit diesmal war später als gewöhnlich, denn kurz nach halb zwei am Mittag ist für die Streetmillboys doch eher selten.

Unser Zug war die S 8 Richtung Frankfurt über Mainz, die Wiesbaden pünktlich verließ, und genauso pünktlich in Mainz eintraf, wo sich zu den vier Wiesbadenern weitere 5 Mainzer Teilnehmer gesellten.

Diesmal kam uns allen die Fahrt nach Frankfurt extrem lange vor, doch irgendwann hat jede Fahrt ein Ende, so auch diese. Okay, sie war fast zu Ende, denn noch mussten wir eine Station mit der U - Bahn fahren, was dank des zügigen Fahrtstils der Frankfurter U-Bahnfahrer hurtig von statten ging.

Nach gefühlter mehrstündiger Fahrt, die tatsächlich aber nur eine Stunde und fünf Minuten gedauert hatte, erreichten wir den Frankfurter Zoo. Hier trafen wir auf die letzten vier Teilnehmer.

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Der Ebbelwei - Expreß polterte bereits kurze Zeit später an. Allerdings nur um die Fahrgäste aussteigen zu lassen, der Einstieg befand sich auf der anderen Straßenseite und auch erst zur planmäßigen Abfahrtszeit um 15:15 Uhr.

Und so warteten wir geduldig auf das Eintreffen der Oldtimer - Straßenbahn. Die Abfahrt verzögerte sich auf Grund der vorausfahrenden Straßenbahn 14 etwas, aber kaum war diese abgefahren, kam unsere Bahn. Ein freundlicher "Schaffner" verschaffte uns auch direkt den notwendigen Platz, indem er rasch entschied, die große Gruppe hier vorne in den ersten Wagen, die kleineren Gruppen in die anderen Wagen.

Los ging es. Bei schöner Frankfurter Musik ruckelten wir vom Zoo in Richtung Römer, weiter zum Hauptbahnhof, genossen die Wendeschleife der Messe, konnten den Hauptbahnhof aus der anderen Richtung anschauen, rumpelten durch Sachsenhausen und waren nach einer knapp einstündigen Fahrt wieder zurück am Zoo.

Im Fahrpreis enthalten war wahlweise eine kleine Flasche Apfelwein (pur oder gespritzt) oder auch Wasser sowie ein Beutelchen mit Brezeln.

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Mit dieser Fahrt waren wir versetzt in alte Zeiten, an die ich mich persönlich gar nicht erinnern kann, wie denn auch, jung wie ich mit meinen 43 Jahren bin.

Was uns allen gefehlt hatte, war eine Erklärung der Sehenswürdigkeiten, anstelle der Musik. Ein Teilnehmer hatte zwar aus den Liedern einen kleinen Zusammenhang heraus hören können, zumindest als wir durch Sachsenhausen fuhren, lauschten der einem Lied des Stadtteils.

Am Zoo angekommen stand ein weiterer Frankfurter Höhepunkt auf dem Programm. Ich hatte für den Ausklang in der "Schönen Müllerin" einen Tisch reserviert.

Zugegeben, hätten wir nicht einige Ortskundige Frankfurter dabei gehabt, ich hätte das Lokal im Leben nicht gefunden, da ich mich arg beim Anschauen von Google Maps getäuscht hatte.

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Knappe sieben Minuten später waren wir schließlich in der schönen Müllerin. Ein Lokal mit dem Charme der 50 Jahre. Auch hier war die Zeit wahrhaftig stehen geblieben.

Obwohl das Lokal leer war, bekamen wir "leider nur" einen Tisch im Nebenraum, und kamen uns so schon ein wenig "ausgelagert" vor. Im eigentlichen Lokal hätten wir uns sicherlich heimischer gefühlt, zumal der Tisch recht klein war und wir damit verbunden recht eng aufeinander klebten.

Geschmeckt hat es trotzdem allen. Insgesamt kann man sagen, die Getränke günstig, das Essen würde ich schon einer etwas höheren Preiskategorie zuordnen, wobei man die Portionen durchaus als reichlich bezeichnen konnte.

Früher als geplant, machten wir uns auf den Heimweg, denn das Essen kam schnell, die Getränke ebenso, abkassiert hatte unsere Frau Wirtin auch schnell.

Wir schafften es tatsächlich, eine Bahn früher zu nehmen. Allerdings hatten wir die Gruppen ausnahmsweise bereits in Frankfurt geteilt. Die Wiesbadener Teilnehmer konnten die Fahrt mit der S1 direkt nach Wiesbaden nutzen, während die Mainzer mit der S 8 nach Mainz fahren konnten. So waren alle Glücklich und früher zu Hause.

Fazit: Ein Ausflug in ganz alte Zeiten!

Organisation: Hotti

Bericht und Bilder: Bernd & Hotti