Wanderung von Ober - Ramstadt nach Darmstadt

27. Juni 2010


Mit dieser Tour hatte ich unseren Tourenleiter Gerald vor eine Herausforderung gestellt. Ich hatte mir, gemäß dem Motto "das Leben ist ein Wunschkonzert" eine Wanderung zur Rosenhöhe in Darmstadt gewünscht, nachdem wir eine ähnliche Tour mit gleichem Ziel im August 2009 im Programm hatten. Nur, dass damals die Rosen nicht mehr in der schönsten Blüte standen.

Die Herausforderung war, dass die Tour erst am Nachmittag an der Rosenhöhe enden sollte, was die Streckenplanung nicht gerade einfach gestaltete. Aber um es gleich vorweg zu nehmen - Gerald hat wie immer eine Glanzleistung der Organisation hingelegt.

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Der erste Treffpunkt war kurz vor halb zehn der Wiesbadener Hauptbahnhof, von wo aus wir lediglich zu zweit starteten. Na ja, wenigstens in Mainz stiegen dann noch vier dazu. Und auch in Groß Gerau und in Darmstadt konnten wir jeweils einen weiteren Teilnehmer begrüßen, sodass wir zumindest schon mal acht waren, als wir in Ober - Ramstadt eintrafen.

Hier wurden wir von unserem Wanderführer Gerald erwartet. Nach kurzer Begrüßung durch mich konnte es auch schon losgehen.

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Zunächst wanderten wir ein wenig durch das Industriegebiet von Ober - Ramstadt , vorbei am Farbenhersteller "Deutsche Amphibolin-Werke", dem größten Arbeitgeber Ober-Ramstadts, zur Darmbachquelle und weiter zu einem großen Fischteich.

Nach einer kurzen Pause führte unsere zu den Scheftheimer Wiesen und anschließend an die "Grube Prinz von Hessen". Dort war eine kleine Rast vorgesehen. Einige nahmen das Angebot nur zu gerne an, einen Sprung in das kühle Nass zu wagen.

Nach dieser Abkühlung wanderten wir zur mächtigen Mornewegeiche, um dann auf einem schönen weichen Wiesenweg zum Bernhardsbrünnchen, dessen Wasserspeier aus einem bronzenen Löwenkopf besteht, zu gelangen.

Am Ruthsenbach entlang wanderten wir nun zum Steinbrücker Teich und zum Oberwaldhaus. Hier war eine Kaffeepause vorgesehen, doch ein Blick auf die Uhr teilte sehr eindringlich mit, dass wir darauf wohl besser verzichten sollten, wenn wir einigen aus der Gruppe nicht ein Nachhause kommen um 22 Uhr bescheren wollten. So wurde aus der Kaffeehauseinkehr eine kurze Standrast.

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Der letzte Abschnitt der Wanderung war auch der wärmste, denn nun ging es über freies Feld, dem Oberfeld hin zur Darmstädter Rosenhöhe, dem Höhepunkt und Abschluss unserer Wanderung.

Auf einer kleinen Anhöhe kamen wir zum Herzstück des Parks, dem Rosengarten mit dem Rosendom. An unserem Wandertag hatten wir Glück, denn die Rosenhöhe feierte 200 jähriges Jubiläum. Meine Vorstellung im Vorfeld war, dass wir uns nun durch tausende von Menschen schieben mussten. Die schlimmste Vermutung traf jedoch nicht ein. Im Gegenteil, es war arg wenig los. Ob das nur am Fußballspiel der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft lag?

So konnten wir in aller Stille die blühende Kulisse der Rosenhöhe genießen.

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Bevor wir uns auf den Weg zur Abschlusseinkehr in einen Biergarten machten, konnten wir noch das Löwentor am Eingang der Rosenhöhe bewundern.

Dummerweise war es wegen des bereits eben erwähnten Fußballspiels arg voll, so dass wir dort nicht mehr unterkamen und spontan entschieden mit dem Bus zum Hauptbahnhof zu fahren und dort im Braustübl einzukehren.

Hier fanden wir einen guten Platz, zwar nicht unter Bäumen sondern unter Schirmen, und waren eigentlich zunächst ganz schön allein. Aber hier kamen die Fußballfans unter uns auf ihre Kosten, denn nur wenige Schritte im Gebäude stand ein Fernseher samt einiger Fans, so dass wir, zumindest in der 2. Halbzeit, die beiden deutschen Tore mitbekamen.

Leidgetan hat uns der Kellner, der einen Riesenweg bis zu uns zurück legen musste.

Recht zügig bekamen wir unsere Getränke und auch das leckere Essen ließ nicht lange auf sich warten.

Alle waren zufrieden, die Fußballfans dass wir gewonnen haben, der Rest über den gelungen Tag.

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Gegen zwanzig nach sechs war es Zeit für den kurzen Weg zum Hauptbahnhof, wo wir von unserem Zug bereits erwartet wurden.

Pünktlich fuhr der Zug ab und brachte uns zurück nach Mainz und Wiesbaden. Damit war ein schöner Tag wieder einmal viel zu schnell zu Ende. Von der Hitze hatten wir wenig gemerkt, bis eben auf das letzte Stück über das Oberfeld.

Wanderleitung: Gerald

Bericht und Bilder: Hotti