Rheinhessen - Wanderung

4. Oktober 2009


Was gibt es schöneres, als an einem wunderschönen, stürmischen Herbsttag eine Herbstwanderung durch die rheinhessischen Weinberge mit Blick auf Donnersberg, Feldberg, Melibocus und die Hohe Wurzel zu haben?

Was gibt es schöneres, eine Wanderung stattfinden zu lassen, wenn der Wetterbericht eine Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent vorhersagt und es dann überhaupt nicht regnet?

Was gibt es schöneres, wenn an diesem Tag die Tourleitung der Rheinhessenkundige Gerhard übernimmt, der inzwischen in der Gruppe als Garant für gelungene Touren steht?

Und so starteten wir morgens kurz vor halb zehn mit der Wiesbadener Gruppe, bestehend aus 2 Wanderern, um mit der Bahn hinüber nach Mainz zu fahren.

Hier trafen wir bereits auf Gerhard, der uns bereits erwartete. So nach und nach trudelten nun auch die anderen Herren und die Hundedame Bonnie ein.

Pünktlich fuhr unsere Bahn in Richtung unseres Ausgangspunktes der Wanderung nach Saulheim los.

Erster Halt - Bahnhof Saulheim

Hatten wir uns vor der Abfahrt des Zuges noch gewundert, wie es sein kann, dass die Bahn 29 Minuten vom Mainzer Hauptbahnhof nach Saulheim benötigen sollte, so verstanden wir dies, als wir genau nach 29 Minuten ausgestiegen waren.

Die Bahn kommt überall hin! Und manche Züge halten eben auch überall. Und das ist ja auch gut so, wenn es unter Umständen auch mal etwas länger dauert.

In Saulheim angekommen gab es zunächst zwei kurze Einleitungen, bevor es endlich losging.

Der erste Blick

Immer wieder hoch hinaus

p>Der erste Weg führte, wie bei Streetmillboys - Wanderungen üblich hinauf auf einen Hügel und zunächst über das typische "Tafelland".

Hier wurde uns ein weiter Blick in das Selztal und in den Rheingau geboten. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, blickten wir auch auf den Donnersberg, den Odenwald und den Taunus.

Unsere Wanderung führte weiter über Vendersheim zum Wisberg wo wir eine herrliche Aussicht über die ganze Rheinhessische Schweiz hatten.

Bevor wir Sprendlingen, das Ziel unserer Wanderung, erreichten, erkundeten wir noch einen Teil des Weinerlebnisweges "Via Vinea", der uns schon fast in den Ort brachte.

Unser Wanderscout

Blick in die Weinberge

Unter der Ortskundigen Führung von Gerhard, der uns nun über Wege führte, die man beim besten Willen nicht als den Weg zum Marktplatz erkennen konnte, erreichten wir gegen zwanzig vor vier den Marktplatz von Sprendlingen.

Hier ganz in der Nähe sollte die Gutsschänke sein, die wir für unsere Abschlusseinkehr vorgesehen hatten. Gerhard schaute rasch nach, wo sich diese befand und ob auch ja kein Schild am Tor hing, dass Betriebsferien seien. Alles war bestens.

Da wir noch ein wenig Zeit bis zum Öffnen der Schänke um 16 Uhr hatten, genossen wir diese Zeit auf den Bänken auf dem Marktplatz. Wer weiß, ob wir hierzu in diesem Jahr noch einmal Gelegenheit dazu haben werden.

Die Trauben hängen noch

Auch ein schöner Rücken kann entzücken

Blick in die Ferne

Die Zeit verging rasch und schon war es 16 Uhr. Das Tor war auf, die Schänke ebenso. Wir waren die ersten, doch die freundliche Bedienung erschien sofort und brachte erst mal Licht ins Dunkel.

Schnell hatten wir die Getränke bestellt. Jetzt konnten wir uns der Speisekarte widmen, die für jeden Geschmack etwas niedergeschrieben hatte.

Aus der Küche hörten wir es klappern und brutzeln. Nach nicht allzu langer Zeit ging die Küchentür auf, Küchenchefin Wilma und die nette Bedienung brachten allerlei Leckeres.

Eigentlich war alles zu schnell, denn so kam die Diskussion auf, ob es eine frühere Fahrtmöglichkeit zurück nach Mainz geben würde.

Diese gab es, und so entschieden wir uns, diese auch zu nutzen. Zwischendurch hatte Frau Wilma uns noch gefragt, wie wir den Gutsausschank denn gefunden hatten. Internet sei Dank, anders hätten wir den Ausschank wohl eher nicht gefunden. Am Marktplatz weißt zwar ein Hinweisschild in Richtung der Schänke, aber man muss schon genau hinschauen.

Nachdem wir alle begeistert von Wein und Küche waren, sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, wer gleiches erleben mag, dem sei der Gutsauschank Lutz Mohr in Sprendlingen empfohlen. Gut, lecker und günstig.

Nachdem wir bezahlt hatten fühlte sich die Schänke mit den Einheimischen.

Noch ein Blick in die Ferne

Die Gruppe auf einen Blick

Wir machten uns auf den Weg zur Bushaltestelle, warteten einen Moment und schon kam auch der Bus nach Mainz, der uns durch Orte fuhr, wo ich im Leben noch nicht war. Gut, dass sich der Buslenker auskannte! Damit ging ein wunderschöner Tag im Rheinhessischen zu Ende.

Gerhard hat versprochen, auch im nächsten Jahr wieder eine Tour dort zu veranstalten und wer weiß, vielleicht gibt es damit ja auch ein Wiedersehen bei Frau Wilma und ihrer guten Küche!?!

Insgesamt war diese Strecke so um die 17 km lang. Durch den starken Gegenwind hatten wir Mühe und es strengte schon arg an, was bei anderer Witterung möglicherweise anders aussehen könnte.

Geeignet ist diese Wanderung nur, wenn es nicht regnet und auch nicht Tagelang vorher geregnet hat, denn die Wege sind überwiegend nicht asphaltierte Feld- und Wiesenwege, die arg matschig werden können.

Fazit dieser Tour: Herrliche Fernsichtwanderung durch die Weinberge!

Wanderleitung: Gerhard K.

Bericht und Bilder: Hotti