Wanderung im vorderen Rheingau


29. März 2009


Am 29.3.2009, dem Tag der Zeitumstellung auf Sommerzeit und dem Tag, an dem es mal nicht den ganzen Tag regnen sollte, stand unsere diesjährige Rheingau-Tour auf dem Programm.

Diesmal gab es zur Abwechslung drei Treffpunkte! Na, wenn da für jemanden nicht der passende dabei sein sollte.

Die ersten trafen sich um 11 in Wiesbaden an der Kahle Mühle, dort wo wir uns immer zu unseren geselligen Fahrgemeinschaften zusammen finden.Dreie waren wir an der Zahl, der vierte war nicht aufzufinden, doch später wussten wir auch warum.

Punkt vier nach elf, wir warteten noch auf den vierten, mussten wir dann doch los und eilten nach Erbach in die Rheinallee, wo uns weitere 10 Wanderer erwarteten. Nach einer kurzen Begrüßung mussten wir auch schon weiter.

Nächster Halt: "Erbach / Rheingau Bahnhof". Nach dem Eintreffen der Regionalbahn hatten wir es geschafft. Wir waren komplett! 15 Wanderer und zwei Hündinnen.

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Los ging es! Zunächst stetig bergan, hinauf nach Kiedrich. Ein bisserl Matsch, ein bisserl Regen - so haben wir es doch gern!

In Kiedrich rasch ein Blick auf und in die Kirche und schon ging es weiter in Richtung der Ruine Scharfenstein. Viel mehr Matsch. Hier konnten wir uns auch den Weinberg der Ehe anschauen. Ach, welch beschwerlicher Weg hierher, war der Weg doch so beschwerlich.

Eingerüstet mit Baugerüsten konnten wir die Ruine besichtigen, da schauten wir lieber hinunter ins Tal und sahen in voller Pracht Kiedrich unter uns.

Nach dieser kurzen Besichtigungspause ging es weiter oder besser gesagt wieder zurück. Nicht ganz, denn nun blieben wir auf der Höhe. Hier war auch bereits die erste Rast in einer wunderschönen Schutzhütte. Wir kamen auch gerade rechtzeitig und nahmen das Gelände in Beschlag, denn kurze Zeit später kam eine andere Wandergruppe, die sich wohl den Rheinsteig vorgenommen hatten.

Diese meinten zwar, dass dies ihre Hütte sei, aber wir waren mehr und verteidigten unseren Unterstand.

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Jede Rast muss einmal zu Ende sein, so auch diese! Weiter ging unsere Wanderung bergab und bergauf. So kamen wir nach einer Weile nach Rauenthal, wo wir uns aber nur am Ortsrand aufhielten, bevor wir direkt am Ortseingang wieder nach links, quatsch nach rechts abbogen (jetzt nehme ich schon die Worte unseres Wanderleiters an, der uns immer mal wieder mit links und rechts verwirrte).

Trotzdem erreichten wir die Bubenhäuser Höhe, wo sich unsere zweite Rast anschloss. Von hier hatten wir die perfekte Sicht auf das Rheintal, Eltville, Walluf, Erbach und Kiedrich.

Hier schellte das Telefon, der vierte von der Kahle Mühle meldete sich und wollte unseren aktuellen Standort wissen.

Kurz mit seinem Standort abgeglichen stellten wir fest, dass wir uns in Kürze treffen würden.

Am Staatsweingut Eltville war es soweit. Wir trafen uns! Nein, er hatte nicht vergessen die Uhr umzustellen! Schließlich hatte die Hessenschau am Vorabend in aller Deutlichkeit mitgeteilt, dass ab dem nächsten Tag Sommerzeit ist.

Er hatte die Uhr um eine Stunde zurück gedreht - alles war in Ordnung - so seine Meinung. Na ja, bis auf den kleinen Schönheitsfehler, dass die Zeitdifferenz nun Minus zwei Stunden betrug. So konnte er uns ja am Morgen nicht treffen.

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Nach kurzer Begrüßung setzten wir unsere Wanderung, nun mit 16 Teilnehmern und zwei Hündinnen fort.

Die Strecke ist leicht beschrieben, wir folgten einfach der Straße nach Eltville. So kam es dann auch, dass wir uns nach einiger Zeit in der Eltviller Fußgängerzone. befanden. Viel zu früh, wie unser Wanderleiter mitteilte. Einige äußerten den Wunsch auf Kaffee.

Perfekt - Sonntagnachmittag - 15:20 Uhr, mitten in der Fußgängerzone von Eltville - 16 Personen und zwei Hündinnen. Welches Kaffee bietet um Himmels Willen Platz für diese Menge an Personen? Gut, dass nicht alle mitwollten. Die Gruppe trennte sich. Die Kaffeetrinker ins Kaffee, die Weintrinker an den Rhein und die Burgbesichtiger zur Burg. Einer wollte nach Hause und wanderte alleine weiter - wie alt ist der Wanderleiter?

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Alles ward gut und um 16 Uhr trafen wir alle wieder zusammen. 15 Wanderer und 1 Hündin.

Nachdem wir uns unaufhaltsam dem kleinen Dörfchen Erbach näherten und auch noch auf die Uhr schauten, merkten wir, das wird nix! Um 17 Uhr waren wir im Lokal angemeldet. Geschätzter Zeitbedarf: noch maximal 10 Minuten. Es war viertel nach vier.

Nun gut - wir wagten es. Nachdem wir glücklicherweise vorher noch die Autos aufsuchen konnten - einige wollten auch die Schuhe wechseln - erreichten wir gegen halb fünf die Gutsschänke. Volles Haus. Wie sollte es anders sein, an einem Sonntagnachmittag.

Zwei Tische waren schon mal frei für uns, der dritte belegt, also konnten wir erst mal kuscheln. Irgendwann wird aus Gras Milch oder auch der dritte Tisch frei und wir hatten Platz.

Gedanken machten wir uns, als der nette Kellner begann unsere Bestellung aufzunehmen und eine Kollegin ihn ermahnte, er solle schauen, was nicht mehr da sei. (Traubensaft war aus) So stellte jeder an unserem kleinen Tisch die Frage: "Ist es denn noch da". Alles war da und alles war fein.

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So gegen viertel nach sechs schließlich ertönte der Aufbruchbefehl und los ging es in Richtung Parkplatz. Noch einige rührende Szenen zum Abschied und schon saßen wir in den Autos und weg waren wir.

Was blieb war die Erinnerung an eine schöne Rheingau-Wanderung, bei zum Glück meist trockenem Wetter mit einigen Matschwegen, einigen Schauern aber einer insgesamt schönen Wanderung im vorderen Rheingau.

Tourleitung: Harald

Bericht & Bilder: Hotti