Hähnchenmampfen im Zellertal


26. Oktober 2008


Nach dem Reinfall der letzten Wanderung, die ja auf Grund der Wettervorhersage ins Wasser gefallen war, sollte es bei dieser Tour egal sein, wie das Wetter war. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

Auch diesmal war die Vorhersage nicht besonders erfreulich, trotzdem trafen sich insgesamt 16 Wanderer, die es wagten, denen das Wetter egal war.

Die ersten vier trafen sich bereits um kurz nach neun am Wiesbadener Hauptbahnhof. Viel Zeit war noch, bis der Zug endlich los fuhr. Nur eine Station ging es für uns, denn bereits am nächsten Halt Mainz Hauptbahnhof mussten wir den Regionalexpress bereits wieder verlassen.


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Am Mainzer Hauptbahnhof konnten wir die nächsten Teilnehmer einsammeln. Hier waren es 5, die Fahrt ging weiter. Wieder mit einem Regionalexpress, diesmal bis nach Worms.

Noch einmal mussten wir umsteigen. Jetzt aber ausnahmsweise mal in eine Regionalbahn. Ein Teilnehmer wollte gar nicht so recht glauben, dass wir in der richtigen Bahn saßen, denn dieser Zug sollte nach Bingen fahren. Dies war doch die Richtung, aus der wir gerade kamen. Nicht direkt, aber fast.

Zwei Stationen waren es, und endlich waren wir am Ausgangspunkt der Wanderung angelangt, wo wir die letzten Teilnehmer begrüßen konnten. 7, die die Anreise mit dem Auto bevorzugt hatten. Hoffentlich wird dies nicht zur Gewohnheit!


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Ein kurzer Pfiff des Clubmanagers, ich werde nie verstehen, warum Mädels nicht mal für 2 Minuten jemanden anderes reden lassen können, und die Begrüßung des Wandermanagers Gerhard konnte beginnen.



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Fünf nach elf und wir lagen noch im Zeitplan. Kurze Worte und schon ging es los. Zunächst führte unser Weg in einem Flusstälchen mit Namen Pfrimm bis nach Wachenheim, wo wir bereits den Ort unserer Abschlusseinkehr sehen konnten.

Weiter ging es nach Niefernheim und Zellertal, wo wir die Richtung wechselten und nun nach Einselthum wanderten. Wir erreichten Zell und schließlich hatten wir es geschafft. Mölsheim! Hier waren wir zum Hähnchen mampfen angemeldet. Eine viertel Stunde zu früh sogar. Machte aber nichts, der Tisch war frei, die Hähnchen konnten kommen. Lecker war es gewesen, nicht nur die Hähnchen, alles war gut. Für jeden Geschmack war etwas dabei und das zu einem guten Preis.

Etwas verwundert waren wir darüber, wie viel in einem eigentlich mehr oder weniger verschlafenen Örtchen wie Mölsheim los war. Der Bus fährt Sonntags nur drei mal durch den Ort, Bahnanschluss gibt es nicht, aber fast könnte man von Menschenmassen sprechen. Das Lokal war gut besucht, auch der Weinprobierstand am Ortsausgang konnte sich nicht beschweren.



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Nach dem Essen ging unsere Tour gegen halb fünf zurück nach Monsheim, diesmal oben herum durch die Weinberge.

Zwischendurch ein Versuch von Hotti, ob ihm denn überhaupt jemand so recht zuhört. Ansage: "Wir müssen ein bisschen schneller laufen, denn der Zug fährt heute ausnahmsweise von Gleis 1!" Plötzlich huschte die Gruppe ziemlich zügig durch die Felder.

Dunkel war es dank der Winterzeit bereits, als wir Monsheim erreichten. Ein kurzer Stadtrundgang noch, bevor wir uns von den Autofahrern am Bahnhof verabschiedeten und nun alleine da standen.

Die Rückfahrt führte über Alzey, schließlich wollte man ja mal eine andere Aussicht genießen. Hätte man ja auch, wenn es noch hell gewesen wäre.

In Alzey noch ein Umstieg in den Regionalexpress nach Mainz. Und in genau diesem Zug geschah das, was ich noch nie erlebt hatte. Der Zug kam 6 Minuten zu früh in Mainz an. Somit konnten die Wiesbadener ohne Hetze den früheren Anschlusszug nach Wiesbaden erreichen, der übrigens zehn Minuten verspätet war.
Letztendlich war es eine gute Entscheidung über Alzey zu fahren, denn von der Bahn aus Mannheim war in Mainz weit und breit nichts zu sehen und dieser Zug wäre eigentlich vor unserem in Mainz erwartet worden.

Die letzten drei Teilnehmer kamen schließlich kurz nach halb acht in Wiesbaden an. Ein wunderschöner Tag bei traumhaften Wetter und toller Einkehr ging zu Ende.

Fazit dieser Tour: Einfache Wanderung, so um die 18 km, wenige Steigungen, Sicht auf den Donnersberg, eine schöne Tour für einen schönen Herbstnachmittag. Danke, lieber Wandermanager.

Bericht und Bilder: Hotti