Streckenwanderung Bad Schwalbach - Wiesbaden


3. August 2008


Anscheinend sollen die Streetmillboys die Rheinsteig-Etappe von Braubach nach Koblenz - Ehrenbreitstein durch die Ruppertsklamm nicht wandern, denn auch diesmal musste eine Ersatzwanderung her. Nachdem wir ja bereits bei unserem letzten Wandertermin die Rheinsteig-Etappe wegen Sperrung der rechtsrheinischen Bahnstrecke nicht machen wollten, so hinderte uns diesmal ein Hangrutsch am Durchführen der Tour. Schienenersatzverkehr zwischen Rüdesheim und Kaub mit einer Wartezeit von knapp einer Stunde jeweils zur Hin- und Rückfahrt, das wollten wir dann doch nicht.

Also nutzten wir die Gelegenheit und machten eine Tour, die sich als wunderschön heraus stellte.

Zwar war die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am Sonntag etwas kompliziert, vor allem, wenn man einen Organisator hat, der ein paar Pufferzeiten eingeplant hatte, damit auch ja keiner den Bus verpasste.

Die ersten drei trafen sich bereits um viertel nach neun im schönen Wiesbadener Stadtteil Kohlheck um von dort aus mit dem Stadtbus zum Hauptbahnhof zu fahren. 1. Pufferzeit 20 Minuten! Um fünf vor zehn standen wir bereits am nächsten Treffpunkt, wo um spätestens viertel nach zehn weitere vier Wanderer auf uns warten sollten, was ja so war. Na ja, unser Bus nach Bad Schwalbach sollte Fahrplanmäßig um 10:37 Uhr fahren, also 2. Pufferzeit 40 Minuten. Mit etwas Verspätung abgefahren, trotzdem aber pünktlich in Bad Schwalbach eingetroffen, trafen wir auf die letzten beiden Wanderer. Richtig zusammen gezählt, wir waren zu neunt.


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Ortskundig führten uns unsere Schwalbacher Mitwanderer zu unserer ersten Wegmarkierung, dem schwarzen Punkt, dem wir nun etwas über sechs Kilometer folgen sollten. Eine erste Unsicherheit am Bad Schwalbacher Waldsee, die wir aber schnell überwunden hatten. Leider, wie sich bald heraus stellte, denn ab nun ging es heftigst nach oben.

Eine Weile später überquerten wir schließlich die Bäderstraße zum ersten Mal und wanderten oberhalb von Bärstadt zu unserem Rastplatz Dreispitz. Hier genossen wir die Aussicht auf Hohe Wurzel und Feldberg, während wir unsere Stullen verspeisten.

Weiter ging es dann noch ein Stück mit dem schwarzen Punkt, bevor wir die Markierung wechselten und nun dem Gebückweg bis nach Schlangenbad folgten, wo uns das Schlangenfest erwartete. Wir ließen die Schlangenbader alleine feiern und nutzten die Gelegenheit lieber, um Eis, Kaffee und Kuchen zu futtern.


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Die Einkehr dauerte so um die 45 Minuten bis 1 Stunde. Jetzt hieß es, wieder ein paar Meter zurück und über einige Treppen nach oben, wo wir ein kurzes Stück auf dem Rheinsteig wanderten, bevor dieser nach oben abdrehte und wir weiter unserer Markierung dem Gebück folgten. Ein Blick auf die Karte sagte aus, wir müssen nach unten, um zur Klingemühle zu kommen, doch o weih, zu früh abgebogen, kurz darauf standen wir an der Hauptstraße - Bäderstraße, die 2.

Machte aber gar nichts, wir folgten dieser ein paar Meter und kamen schließlich doch an der Mühle heraus. Hier wechselten wir die Seite und wenig später hatten wir wieder die totale Ruhe.

Dafür ging es nun allmählich nach oben, immer weiter auf dem Gebückweg 2 bis hin zur Markierung rotes Kreuz (oder rotes +). Wieder einmal lud der graue Stein zu einer Rast ein. Auch schon Tradition! Leider sahen wir diesmal keine feschen Kletterer, so dass wir ziemlich rasch wieder zum Endspurt aufbrachen, der uns über das Chausseehaus (immer noch das rote +), dann grüner Punkt zu unserer Abschlusseinkehr in Wiesbaden Kohlheck brachte, wo wir in gemütlicher Runde und leckerem Essen unsere Wanderung ausklingen lassen konnten.



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Geschätzte 22 km dauerte unsere Wanderung und sie war toll. Bei der Planung hätte ich nicht gedacht, dass wir so eine herrliche Tour machen würden, wie sie es war. Auch hatte ich mit wesentlich mehr Wegwiederholungen gerechnet, war aber überhaupt nicht so. Eine total neue Tour, die absolut Spaß gemacht hat.

Wieder einmal der Beweis, dass man gar nicht so weit fahren muss, um noch ein von uns unerwandertes Stückchen Natur zu erreichen.

Von der Anfahrt her wären wir mit dem Flieger bis nach Mallorca gekommen, wenn man mal das Einchecken nicht berücksichtigt, aber dafür hatten wir keinen Streß.

Eine Tour, die man gerne mal wieder im Programm haben kann!

Bilder: Norbert, Bernd, Hotti
Bericht: Hotti




Bernd, Hotti
Bericht: Hotti