Rheinsteig Wanderung von Kestert nach Osterspai


9. März 2008


Eine der anspruchsvolleren Rheinsteig-Etappen führte die Streetmillboys am Sonntag, 9. März 2008 nach Kestert. Ursprünglich war geplant, diese Tour gemeinsam mit dem GOC Mittelrhein durchzuführen, doch krankheitsbedingt mussten wir uns ohne die Verstärkung auf den Weg machen, so blieb es bei 18 Streetmillboys.

Punkt 9 war für die ersten bereits der Treffpunkt am Wiesbadener Hauptbahnhof, wo die Regionalbahn nach Koblenz bereits auf uns wartete. Pünktlich ging es los, mit leichter Verspätung trafen wir ein.

Nach kurzer Begrüßung hieß es dann auch schon hinauf auf den Rheinsteig. Bei dieser Tour war es besonders fies, denn kaum aus dem Bahnhof heraus getreten hieß es bereits hinauf wandern. Und dies war nicht gerade eine kleine Steigung.


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Kaum waren wir oben ging es nach kurzer Schnaufpause bereits wieder bergab, um kurze Zeit später wieder stetig bergan zu krabbeln. Belohnt wurden wir dafür aber immer wieder mit tollen Aussichten, die später auch immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Rhein zuließen.

Nach einer knappen Stunde Wanderzeit machten wir bereits die erste Rast. Wer nach unten schaute, der bemerkte, dass wir zwar bereits eine Stunde gewandert waren, aber noch nicht wirklich weit gewandert waren, denn unter uns lag noch immer Kestert.

Auf und ab oft mit Sicht auf zwei Burgen und den Rhein wanderten wir weiter bis hin zur Burg Liebenstein und direkt anschließend zur Burg Sterrenberg. Nun ging es steil abwärts fast bis ins Tal hinab, doch der Wegeplaner hatte ein einsehen und so mussten wir nicht ganz hinunter.

Na ja, ob er so richtige Gnade hatte, dass ist so eine Frage, denn was nun folgte, war ein reines Gewaltstück. Vor uns lagen unzählige Stufen, die uns nach oben und damit auch ganz hübsch zum schwitzen brachten. Oben angekommen hieß es dann erst einmal dass es jetzt an der Zeit für eine etwas längere Rast war.


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Nachdem alle verschnauft, gegessen und getrunken hatten ging es doch tatsächlich noch mal weiter nach oben! Hatte ich da etwa gerade das Höhenprofil aus meinem Wanderbüchlein falsch gedeutet? Wie dem auch sei, zurück wäre es noch viel weiter und anstrengender, also die Flucht nach vorn und weiter ging es.

Wir standen oben unter uns der Rhein in einer Kurve und ein Ort, welchen wir als Osterspai, dem Ziel dieser Wanderung vermuteten. Wer das Ziel vor Augen hat, der trabt schneller, so auch wir und nach einem heftigen Abstieg hatten wir den Ort auch erreicht. Tja, Osterspai war es nicht! Etwas verwundert waren wir ja bereits oben als wir den Blick auf den Ort genossen. Groß war dieser nicht, und hier hält der Regionalexpress?

Also gut, wir standen erst in Filsen, unser Etappenziel hieß Osterspai, weiter wird gewandert!

Das war jetzt noch mal eine gute Stunde, also rund 4 km zu wandern. Doch jetzt war das alles nur noch ein Kinderspiel, keine Berge mehr, sondern nur noch Feldwege mit weichem Untergrund.

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Osterspai - das Ziel war erreicht, doch wo war das Lokal? Der GOC hatte freundlicherweise ein Lokal ausgesucht und dort auch reserviert, somit war die freie Auswahl vor Ort ausgeschieden. Wir entschieden uns, zunächst den Bahnhof zu suchen, damit wir im Anschluss an die Einkehr nicht mehr lange suchen mussten. Dieser war schnell gefunden und dort befand sich auch das Hinweisschild auf unser Abschlusseinkehrlokal. Diesem gefolgt standen wir ca. 3 Minuten später auch schon davor.

Jetzt noch schnell gegessen! Da wir gegen halb fünf dort eintrafen entschied sich jeder für eine warme Mahlzeit, was uns zum Verhängnis in Hinblick auf das Erreichen unseres Zuges zur Rückfahrt wurde. Die letzten Essen kamen gegen zwanzig vor sechs. Der Zug fuhr um 12 nach sechs, bezahlt hatte noch keiner - das konnte mit einer 18-köpfigen Gruppe nicht funktionieren. Dies verriet uns dann auch die Bedienung.

So kam es, dass wir den nächsten Zug locker erreichten. Dieser war ziemlich voll, aber wir schafften es tatsächlich, dass alle einen Sitzplatz bekamen. In Wiesbaden waren wir dann schließlich bedauerlicherweise erst um zehn vor neun, anstelle um halb acht, was einigen Teilnehmern den Tatort gekostet hat. Was solls. Ein bisschen flexibel muss man eben auch bei den Streetmillboys sein. Und ich verspreche, dass ich daraus gelernt habe. Beim nächsten Mal werde ich im Voraus ansagen, wann der Zug fährt und werde auch rechtzeitig die Frau Wirtin zum abkassieren auffordern.

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Fazit der Tour: Wie immer eine geniale Rheinsteig-Tour, mit der wir diesmal eine der schwersten Etappen hinter uns gebracht haben. Wunderschöne Ausblicke, anstrengende Steigungen, die uns viel Kondition abgefordert haben, aber insgesamt: so schön, dass man es gar nicht beschreiben kann! Auch die Einkehr war sehr gut. Schade, dass sich nicht ein Mitwanderer des GOC Mittelrhein hat sehen lassen. Aber wir sind ja demnächst noch öfter in der Gegend, vielleicht rafft sich der eine oder andere ja noch zur Teilnahme auf.

Bericht: Hotti
Bilder: Bernd und Hotti




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Bilder: Bernd und Hotti