Wanderung von Idstein nach Bad Schwalbach


13. Juli 2008


Drei Wochen früher als geplant musste unser Tourenleiter Norbert ran, aber er hat es mit Bravour und Bundeswehrtauglicher Disziplin gemeistert.

Aber mal von vorne. An einem Sonntag, der Kalender sagte, es wäre der 13.7.2008, trafen sich morgens um 9:20 Uhr, einer Zeit wo die meisten Menschen mit Ach und Krach am Frühstückstisch Platz nehmen, 9 Wanderwütige Streetmillboys am Wiesbadener Hauptbahnhof um den Zug in Richtung Idstein zu besteigen.

Pünktlich, der Kirchturm schlug 9:36 Uhr, setzte sich die Vectus-Bahn, übrigens ein sehr netter Fahrer, in Bewegung und steuerte über die Strecke der Ländchesbahn nach Erbenheim, Igstadt und endlich auch Auringen, wo unser heutiger Wanderleiter zustieg. Artig sagen wir alle Guten Tag und endlich konnte er sich setzen. Nicht auszudenken, was da passieren könnte, wenn unser Wanderleiter aufgrund einer Notbremsung zu Boden gegangen wäre.

Niedernhausen, noch eine Haltestelle und dann war es auch soweit. Idstein, Ex-Hessentagsstadt, und Ausgangspunkt unserer Wanderung.


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10:15 Uhr, wir sind noch im Plan, also ist es auch noch Zeit für eine kurze Begrüßung. Zunächst hält Hotti die übliche Ansage, vergisst mal wieder, die wievielte Wanderung es ist und übergibt dann offiziell die Gruppe unserem heutigen Wanderleiter, dem Norbert.

Nach der kurzen Ansage und dem Versprechen, dass er sich von unterwegs noch mal melden würde ging es los. Orientierung muss man haben, ich wäre in die andere Richtung getapst, wandern wir erst mal in Richtung Industriegebiet und kommen wenig später an der neuen Autobahnauffahrt der A 3 nach Frankfurt vorbei. Wir hatten fast befürchtet, dass wir die Autobahn hätten überqueren müssen, doch Norbert hatte einen Weg für uns gefunden.

Just an dieser Stelle mussten wir auch bereits den ersten Verlust verbuchen. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen, in Idstein hatten noch zwei weitere Mitläufer zu uns gefunden, so dass wir es kurzfristig auf 12 Wanderer gebracht hatten.


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Ja, und dann war es soweit - der erste Ausfall! Der Schuh war hin, der Wanderer weg. Er hatte sich am Ende der Gruppe noch verabschieden können, die anderen waren vielleicht ein wenig zu schnell, aber die Zeit! Wir schafften es, durch Wald und vielleicht auch ein ganz klein wenig Feld den Ort Eschenhahn zu erreichen. Auf der einen Seite hinunter, auf der anderen Seite hinauf, aber rasch, denn um dreiviertel zwölf mussten wir am Rastplatz sitzen.

Auf die Minute waren wir am Rastplatz, kauten noch auf den Keksen herum, da hieß es auch schon wieder, auf auf, es geht weiter. Ja, wer 24 km wandern will, der muss pünktlich sein. So wanderten wir wieder durch die Taunuswälder. Kamen vorbei am Limes, lasen Schilder - soviel Zeit muss sein und wer am Schild vorbei wollte, ohne es eines Blickes zu würdigen, der wurde zurück gepfiffen. Um Punkt 13:30 Uhr dann die Mittagsrast, Dauer 30 Minuten. Um Punkt 14 Uhr ging es weiter. Wir waren immer noch genau im Plan. Unsere Beschilderung hieß Postreiterweg, nur wie der Rastplatz hieß, das weiß ich jetzt nicht mehr. Ich befürchte, da ist was Wahres dran, wenn die Leut sagen, mit 40 fängts an


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Wir kamen vorbei an Orlen, erreichten Born, der Sportplatz ist mir in Erinnerung, denn hier gab es eine angesetzte Trinkpause - 15 Minuten. Schließlich erreichten wir Bad Schwalbach. Die Hauptsraße vom Bahnhof in die Innenstadt zieht sich übrigens wie Gummi. Um in der Zeit zu bleiben machten wir noch einen kurzen Ortsrundgang und erreichten schließlich um Punkt 17 Uhr das Lokal, welches Norbert für unsere Abschlusseinkehr ausgesucht hatte. Auch hier, es passte alles. Das Essen schmeckte, war in einer guten Zeit da.

Und jetzt passierte es! Der Plan geriet aus dem Takt, denn wir waren zu schnell mit dem Essen fertig und schafften es, den Bus zurück nach Wiesbaden zu nehmen, der eine Stunde früher abfuhr, zudem war er noch schneller. Ein Rätsel bleibt mir allerdings noch: Warum hat der Busfahrer den beiden Wanderern gewunken, die wir in Bad Schwalbach zurück lassen mussten. Aber nur, weil sie dort wohnen.

Durchgeschunkelt, Verzeihung durchgeschaukelt kamen wir viel zu früh in Wiesbaden an. Es war wohl so gegen rund zehn nach sieben, anstelle halb neun.

Fazit: Nette Tour, deren Länge man nicht merkt. Ich schätze sie auf Grund der Zeit und unseres Schrittes auf 25 km. Allerdings sind einige Abschnitte dabei, die nicht ganz so schön sind, so muss man ab und an Hauptstraßen überqueren oder Teilstücke an der Straße entlang wandern. Auch die Hauptstraße in Bad Schwalbach zieht sich immer wieder gerne. Trotzdem würde ich die Tour immer wieder mal wandern.

Ein besonderes Lob an dieser Stelle an unseren Tourenleiter Norbert, der auch seine 2. Tour für die Streetmillboys hervorragend organisiert hat. Da merkt man den alten Bahner, der die Zeit im Blick hat. Selten habe ich eine Tour erlebt, bei der wir so auf die Minute Teilziele erreicht haben. Wirklich eine Top-Organisation, bei der es Spaß gemacht hat mit zu Wandern. Auch wenn wir es manchmal mit Arg viel Humor genommen haben, wenn wir unbedingt die Infotafeln lesen mussten oder pünktlichst weiter wandern sollten. Diese Tour hat Spaß gemacht!


Bilder: Bernd
Bericht: Hotti




lder: Bernd
Bericht: Hotti