Von Bad Schwalbach nach Wiesbaden


29. April 2007


Am Sonntag, 29.4.2007 trafen sich „nur“ 10 Teilnehmer um eine ~ 25 km lange Wanderung auf sich zu nehmen.

Diese führte von Bad Schwalbach Kurhaus über Lindschied, Adolfseck, (Bad Schwalbach), Bleidenstadt, Schläferskopf, Chausseehaus nach Wiesbaden - Dotzheim in den Kuckucksweg.

Landschaftlich ein echter Genuss, was sich da an Ausblicken bot.

Doch zuerst musste mal die Logistik geklärt werden. Nachdem ich wochenlang über die Anfahrt nachgedacht, dazu Taxipreise angefragt und Busverbindungen ausgesucht hatte, kam ich zur Entscheidung, die Fahrt nach Bad Schwalbach in geselligen Fahrgemeinschaften zu organisieren. Bei einer kleinen Gruppe kein Problem. Typisch, dachte ich bei der Planung, einer zuviel, jetzt muss ich doch selbst fahren, denn einer weniger und mein Mann hätte einen Teil mal eben schnell nach SWA bringen können - dazu noch ein zweiter Teilnehmer aus der Nähe - aber nein, es wollten mehr mit!

Eines besseren belehrt wurde ich dann, als sich am Treffpunkt raus stellte, dass es doch weniger Teilnehmer als angemeldet sein sollten. Na gut, doch noch meinen Mann angerufen, der wegen doch sehr nahen Entfernung unseres Wohnortes zum Treffpunkt in relativ kurzer Zeit vorgefahren war und nun doch einen Teil der Gruppe nach Bad Schwalbach bringen konnte.

Dort trafen noch zwei weitere Wanderbegeisterte Mitglieder unserer Gruppe auf uns und nach kurzer Erklärung von mir, „dass ich diese lange Strecke ja nur ins Programm genommen habe, weil die Gruppe kürzere Anfahrten bei mehr Kilometern haben wollte“ konnte es auch schon los gehen.



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Um das Aggressionspotenzial anzuheizen führte das erste Stück Wanderung durch die Adolfstraße. Man könnte sie durchaus als Hauptstraße bezeichnen. Entsprechend laut war es. Gut, am Sonntag nicht ganz so laut. Meine Vorwanderung hatte ich an einem Samstag gemacht, da war ich nach diesem Abschnitt um einiges gereizter.

Knappe 20 Minuten später befanden wir uns aber bereits am Waldrand in der Nähe des Bad Schwalbacher Schwimmbades. Hier ging es nun erst mal mächtig nach oben. Der Anstieg war nicht Herausforderung genug, denn drei Bäume mussten wir auch noch überqueren. Aber wir wurden oben angekommen mit einem Blick belohnt, den man mit Phantasie auch Schwarzwaldblick nennen könnte. Weiter ging es in Richtung Villa Lilly - hier treffen sich nette Menschen zum Drogenentzug - und nach Lindschied.

Wenn man hoch krabbelt, geht es auf der anderen Seite meist wieder hinunter, so auch bei dieser Tour, denn von Lindschied aus konnten wir die Höhe, die wir von SWA aus erreicht hatten wieder aufgeben und so standen wir nach einer Weile in Adolfseck. Ein kurzer Blick auf das Feuerwehrhaus und, wie sollte es anders sein, mussten wir auch schon wieder hoch.

Oberhalb von Adolfseck dann auch gleich die erste längere Pause von knapp zwanzig Minuten, bei wunderschönem Blick auf den Ort und weiter. Nach der Pause führte uns die Wanderung weiter auf dem Aarhöhenweg und so kam es, dass wir eine Weile später schon wieder Bad Schwalbach sehen konnten. Diesmal allerdings von oben. Rasch einige Fotos auf die Platte gespeichert und weiter ging es, denn noch hatten wir nicht wirklich viel Strecke in Richtung Wiesbaden zurückgelegt.



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Der Aarhöhenweg lässt sich relativ unproblematisch wandern, denn größere Steigungen gibt es nicht wirklich, wenn man denn erst mal oben ist. An einer Stelle ging es absolut heftig hinunter, doch wer nun glaubt, dass es auf der anderen Seite genauso heftig wieder hinauf ging, der hat sich getäuscht, denn erst mal mussten wir an einer Straße die Wanderung fortsetzen, doch schon bald konnten wir wieder in einen Waldweg einbiegen. Eine Weile später war dann die Zeit für eine längere Rast gekommen, die wir auf einer Wiese machen konnten. Die Rast sollte knappe 35 Minuten dauern und schon ging es weiter. Dem Aarhöhenweg folgten wir bis Taunusstein - Bleidenstadt. Hier mussten wir nun quer durch den Ort. Gut beschildert erreichten wir wenig später den Beachvolleyballplatz des Ortes. Heute waren leider keine Boys mit freiem Oberkörper zu bestaunen, so dass wir schnell weiter wanderten und als nächstes Ziel den Schläferskopf ansteuerten. Dieser Weg war nun allerdings etwas beschwerlicher, denn wir mussten ziemlich lange nach oben wandern. Doch der wunderschöne Waldpfad belohnte die Mühe und irgendwann hatten wir es schließlich geschafft. Dummerweise ging es nun auf der anderen Seite direkt wieder heftigst nach unten und schnell hatten wir den Platz zur letzten Rast erreicht.



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Eine Wassertretstelle sollte den müden Beinen / Wanderern wieder zu neuem Schwung verhelfen. Allerdings nahmen nicht alle Wanderer den Service in Anspruch und einige drängten bereits nach kurzer Zeit wieder zum Aufbruch. Nun gut, wir hatten ja schließlich das Ziel vor Augen, also weiter - in Richtung Chausseehaus. Noch ein Blick auf den Golfplatz geworfen und die Straße überquert, bevor wir die letzten Kilometer der Wanderung in Angriff nahmen.

Um kurz vor sechs erreichten wir nach etwas über 25 Kilometern wieder Wiesbaden - Dotzheim, wo wir uns am Morgen getroffen hatten.

Die Abschlusseinkehr fand schließlich in einem Lokal im Stadtteil Kohlheck statt.

Hinter den Wanderern lag eine der längsten Wanderungen der Streetmillboys, die nicht besonders beschwerlich war, dafür aber einiges an schönen Blicken und schönen Wegen bot.

Bericht: Hotti
Bilder: Bernd, Hotti