Rheinsteig - die 8.


14. Oktober 2007


Zum zweiten und letzten Mal im Jahr 2007 schnürten die Streetmillboys ihre Wanderschuhe, um den Rheinsteig abzuwandern.

Diesmal führte die Strecke von St. Goarshausen nach Kestert. Wie in der letzten Zeit von den Rheinsteig-Wanderungen gewohnt erfolgte die Anreise wieder mit der Bahn, was sich diesmal allerdings für zwei Teilnehmer als eine Herausforderung der besonderen Art heraus stellte.
Eigentlich waren sie überpünktlich, doch dann hielt sie ein Unfall auf der Schiersteiner Brücke auf. Es gab kein nach vorne mehr, nur noch ein zurück. Im Zeitalter des Handys hatte einer seins nicht dabei, beim zweiten Teilnehmer war der Akku des Handys leer, also suchten sie sich eine nette Dame, die ihnen mit ihrem Handy weiter half. Was jetzt noch fehlte, war die richtige Telefonnummer. Schlecht ist es, wenn man die alte Handynummer des Clubmanagers hat (diese hatte sich erst vor knapp sieben Jahren geändert).
Beim Einsteigen in den Zug hatten wir dann doch noch telefonisch zueinander gefunden. Den Zug erreichten sie ja jetzt nicht mehr, also mussten sie mit dem Auto linksrheinisch bis nach Rüdesheim, dort mit der Fähre hinüber (in Rüdesheim hätten wir uns beinahe winken können) dann weiter bis nach St. Goarshausen. Natürlich nicht, ohne einen Stau vor einer Ampel mit einer Wartezeit von knappen 15 Minuten mitzunehmen, bevor sie um kurz vor zwölf am Treffpunkt in St. Goarshausen eintrafen.



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Das Problem war nun nur noch, dass mein Wanderbüchlein eine Tourenlänge von 16 km sagte, doch am Wanderschild standen nur noch 12,5 km!? Hatte ich nicht gerade bei der Begrüßung gesagt, dass wir etwas schneller sausen mussten.

Auf jeden Fall waren wir jetzt mit 21 Teilnehmern vollzählig und konnten los. Zunächst ging es schweißtreibend auf die Höhe, aber nur um zu schauen, wie es oben aussieht, denn bereits bei km 4 verließen wir wieder die Höhe, vorbei an Burg Maus, hinunter nach Wellnich, um dann auf der anderen Seite wieder hinauf zu krabbeln.

Wahrscheinlich kommt irgendwann in Zukunft ein zünftiger Wanderverein auf die Idee, dass man sich dass auf und ab dieser Täler im Rheintal doch schenken könnte und baut entweder eine Hängebrücke (natürlich mit Maut) oder einen Sessellift von einem Tal ins nächste, damit der Wanderer nicht die gerade gewonnene Höhe wieder verliert, nur um sie kurze Augenblicke später wieder zu gewinnen. Ist das vielleicht eine Marklücke? Sollte ich mich mit dieser Idee selbstständig machen? Entlang des Rheinsteigs an jedem Taleinschnitt eine Querungshilfe bauen und so vielen Wanderern einige Schweißperlen weniger bescheren?



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Auf halber Höhe legten wir schließlich die erste und längere Rast ein bevor wir uns aufmachten um die letzten knapp sieben Kilometer hinter uns zu bringen.

Um viertel nach vier erreichten wir schließlich Kestert, wo wir die Gruppe Splitten mussten denn die hiesige Gastronomie hatte kein Platz um 21 Wanderer unterzubringen. Dies war aber kein Problem, denn die drei Lokale lagen in Sichtnähe und so funktionierte auch die ungeplante Abschlusseinkehr perfekt.

Kurz nach halb sechs fuhr dann schließlich unsere Regionalbahn, die uns zurück nach St. Goarshausen bzw. die meisten nach Wiesbaden brachte, wo wir um kurz nach sieben eintrafen und durch die Zugfahrt mit Sicherheit einigen Staus davon gefahren sind.

Wieder einmal eine total schöne Rheinsteig-Etappe mit vielen wunderschönen Wegen und Pfaden.

So langsam kommen wir in die Regionen, die wir bisher noch nicht erwandert haben und so können wir neugierig sein, auf die Etappen, die uns noch bis Bonn erwarten werden.

Bericht und Bilder: Hotti