Rheinsteig Etappe von Kaub nach St. Goarshausen


20. Mai 2007


Am Sonntag, 20. Mai 2007 war es soweit. Die Königsetappe des Rheinsteiges stand auf dem Wanderplan der Streetmillboys. Maximal 25 km bei maximal 800 Metern Höhenunterschied sollten es werden.

Treffpunkt für die meisten Teilnehmer war der Wiesbadener Hauptbahnhof morgens um viertel nach zehn. 14 Teilnehmer fanden sich dort ein, weitere drei folgten in Kaub.

Unser Zug fuhr trotz Baustelle und eingleisiger Streckenführung pünktlich ab, so dass einem Start der Wanderung um viertel nach elf nichts mehr im Wege stand.



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In Kaub folgte noch eine kurze Ansage des Tourenleiters, dass wir es diesmal mit einer schwierigen Strecke zu tun haben würden und wir doch bitte schön nicht rasen sollten und unsere Kondition einteilen. Dies war auch bitter notwendig, wie sich später heraus stellen sollte.

Die Strecke begann mit einem Spaziergang durch Kaub hindurch, noch keine Steigung, doch dies sollte sich schnell ändern, denn schon bald folgten viele Treppen, die uns auf die Höhe brachten. Damit nicht genug, der Anstieg begann. Laut Tourenbeschreibung ging es die ersten 7 Kilometer stetig bergan, was sich bei drückender Schwüle bereits am Anfang die Wanderung als sehr schwierig heraus stellte.

Teilweise hatten die Teilnehmer (einschließlich mir) erhebliche Probleme mit den Steigungen, dem Wetter und überhaupt.

Deshalb waren wir heilfroh, als wir um viertel nach vier die Loreley erreicht hatten und dort eine Rast von 45 Minuten war, um etwas kaltes zu trinken und noch mal zu verschnaufen, bevor es zu den letzten knapp 4 Kilometer ging.



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Um 17 Uhr ging es dann auf zum Endspurt, wieder teilweise bergan bevor wir endlich St. Goarshausen unter uns liegen sahen und den Berg hinunter gehen konnten.

Den Patersberg ließen wir aus, da wir hierfür noch einmal 135 Höhenmeter steil bergan hätten überwinden müssen und das wollten wir uns nicht mehr antun. Deshalb hatte unsere Strecke auch nur einen Höhenunterschied von 665 Metern und war auch nur 22 (gefühlte 40 km) lang.



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Am Bahnhof stellte sich nun die Frage, ob wir noch eine Abschlusseinkehr machen oder mit dem geplanten Zug wieder zurück nach Wiesbaden fahren sollten. Wegen der bereits erwähnten Baustelle auf dieser Bahnstrecke, entschieden wir uns für die Rückfahrt und somit dafür, diesmal die Einkehr ausfallen zu lassen.

Pünktlich fuhr der Zug ab, mit nur 10 Minuten Verspätung trafen wir in Wiesbaden ein. Das hätte schlimmer kommen können!

Fazit dieser Etappe: Von den Ausblicken sehr schön, insgesamt schöne Wege, aber wirklich sehr anstrengend, da es ein auf und ab ist. Zunächst führt die Strecke hinauf, hoch über den Rhein, doch auf Grund diverser Taleinschnitte muss man nach unten wandern um dann auf der anderen Seite wieder nach oben krabbeln. Die Strecke empfiehlt sich für das Frühjahr oder Herbst. Regnen sollte es nicht, aber Wolken und keine Schwüle wäre für diese Tour fein! Am Abend ist man froh, es geschafft zu haben, und so ging es den meisten bei der Tour.

Bilder: Bernd und Hotti

Bericht: Hotti