Wanderwochenende im Knüll


7. bis 10. Juni


Der Donnerstag

Normalerweise gehört zu einem Wanderwochenende der Streetmillboys erst einmal eine Anfahrt. Diese muss geplant werden. So auch für unser Wanderwochenende im Knüll.

Wo der Knüll ist? Na vor Kassel und nebenan ist auch gleich Bad Hersfeld. Einigen wird sicher der Truppenübungsplatz Schwarzenborn etwas sagen!

Diesmal sah die Planung so aus, dass die Wanderung eigentlich in der Fränkischen Schweiz statt finden sollte, die Anreise wie im letzten Jahr wieder mit einem gemieteten Bus erfolgen sollte und ein umfangreiches Programm angeboten werden sollte. Doch alles kam ganz anders. Bei der Fränkischen Schweiz hatte mich der planerische Mut verlassen, die Gegend um den Bodensee herum wäre wahrscheinlich mehr eine Kaffeefahrt den ein Wanderwochenende geworden so kam mein lieber Mann auf die Idee, wie denn der Knüll wäre. Dort wäre er früher immer mit seinen Eltern gewesen und dort wäre es sehr schön.

Also wurde es der Knüll. Die Teilnehmer wurden noch weniger als sie es in der Fränkischen Schweiz gewesen wären, die Anreiseplanung ging in die heiße Phase. Für einen Bus viel zu wenig Teilnehmer, mit der Bahn zu unflexibel, einen Kleinbus mieten, hier war ein Teilnehmer zu viel, so blieb nur noch das Auto. Die drei Fahrgemeinschaften waren schnell eingeteilt und der 7.6.07, der Tag der Anreise in den Knüllwald war gekommen.

Heute ist Donnerstag, der 7.6.2007, es ist kurz nach sechs, eine knappe Stunde vor dem Abendessen und ich sitze mit meinem Laptop in meinem Zimmer, genieße die Aussicht auf eine wunderschöne Landschaft, ein paar nicht sehr hohe Berge und berichte über den ersten Tag unserer Wanderung.

Morgens um acht waren wir in Wiesbaden los gefahren. Einige wenige kleinere Staus auf der A5 / A 7 wegen der Baustellen hatten wir schnell hinter uns gelassen und so waren wir um kurz nach zehn in Knüllwald / Rengshausen. Unser Hotelier empfing uns direkt auf dem Hof und schnell konnten wir unsere Zimmer besichtigen und einziehen.

Eigentlich sollten es drei Autos werden, doch zwei Teilnehmer mussten aus persönlichen Gründen noch sehr kurzfristig absagen so das in meinem Auto mit insgesamt fünf, im zweiten Wagen aus Frankfurt mit drei Teilnehmern anreisten.

Nachdem auch die Frankfurter eingetroffen waren konnte es los gehen.



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Unsere erste Tour führte nach Frielendorf an den Silbersee. Dieser war schnell gefunden, der Einstieg zur Wanderung weniger schnell, denn zunächst einmal wanderten wir in die falsche Richtung. Der Fehler war schnell bemerkt und der richtige Weg schließlich auch gefunden. Ein recht steiler Anstieg direkt am Beginn der Tour und wir waren auf dem richtigen Weg. Zügig erreichten wir den Ort Lanertshausen und durchquerten diesen. Hätten wir in Bezug auf die Tourenbeschreibung zwar nicht gedurft, aber jetzt war es passiert. Nach einem kurzen Marsch in die verkehrte Richtung fanden wir den richtigen Weg und erreichten über einen Wiesenweg den Ort Lenderscheid, welchen wir nur am Rande passierten und direkt wieder nach oben wanderten. Hier war noch einmal ein kurzes verlaufen angesagt, was sich aber als schnell behoben heraus stellte. Zumindest nutzten wir die Gelegenheit um eine Rast zu machen.

Eigentlich sollten wir laut Beschreibung den Bergbaupfad finden, doch dieser ist so weit verteilt, dass das auffinden von Info-Tafeln mehr oder weniger Zufall war. Trotz dieser Mühen schafften wir es, den Parkplatz am Silbersee wiederzufinden, wo wir erst mal die Rucksäcke in den Autos verstauten bevor wir noch einen Abstecher zur Sommerrodelbahn machten und eine Runde mitfahren. Daran anschließend noch ein rascher Abstecher zu Wurst und Eis am Kiosk direkt nebendran, bevor sich die Gruppe teilte. Einige wollten noch im See schwimmen, die Mehrzahl wollte direkt ins Hotel zurück um im Ortsfreibad einige Runden zu drehen.

Der Bericht der Besucher vom Freibad Rengshausen fiel durchweg positiv aus. Klares Gebirgswasser, wenig Eintritt und schön ruhig gelegen. Dass das Wasser nicht warm war oder besser gesagt wird liegt daran, dass bis zum letzten Jahr die Beheizung mit einem Ölofen statt fand. Seit diesem Jahr sollte eine Solaranlage das Becken beheizen. Doch der Sturm Kyrill hob die gesamte Anlage ab und schon war es nicht mehr mit etwas wärmeren Wasser. Nun fehlt noch ein Ersatzteil und dann können sich die Rengshausener auch wieder an warmen Wasser in ihrem Freibad erfreuen.

Noch ein Wort zum Abendessen, welches kurz beschrieben ist. Einfach genial. Wir hatten Halbpension gebucht und bekamen erst eine himmlisch leckere Spargelcremesuppe, gefolgt von Jägerschnitzel, das Schnitzel aus eigener Schlachtung und als Dessert noch ein Eis.

Auch bei den Getränkepreisen besteht kein Grund zum Beanstanden. Die meisten schauten die Bedienung fragend an, als sie für drei Getränke 5,40 kassierte.

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DER FREITAG

Der Tag, der langen Wanderung. Gestartet hatte der Freitag mit einem gemeinsamen Frühstück. Um zehn Uhr machten wir uns auf den Weg nach Wallenstein, wo uns die Lochbachklamm erwartete. Nicht so spektakulär wie es die Prospekte versprachen, doch durchaus wirklich sehr schön. Unser nächstes Ziel war Hülsa, wo wir den richtigen Weg suchten, diesen nicht fanden, einfach einen anderen nahmen und so trotzdem zum Knüllköpfchen, dem mit 634 Metern höchsten Punkt im Knüll erreichten. Von dort hatten wir eine geniale Rundumsicht.

Nach einer kurzen Rast ging die Wanderung weiter hinunter nach Schwarzenborn. Dummerweise ist die Beschilderung im Knüll nicht gerade die beste, so dass der Rest der Wanderung aus einigen Fragezeichen bestand. Eigentlich hätte die Wanderung noch am Knüllteich vorbei geführt, doch dieser war seltsamerweise verschwunden, wenn er auch vom Köpfchen malerisch zu uns herauf geblickt hatte.

Spontan entschieden wir uns nun für irgendeinen Weg und fanden so irgendwann nach Appenfeld und hier wies uns ein Schild darauf hin, dass vor uns noch zwei Kilometer bis nach Wallenstein waren. So waren wir denn auch um zwanzig vor fünf nach einer knapp zwanzig Kilometer langen Wanderung wieder zurück an den Autos.

Eine schöne Wanderung!

Der Abend ist schnell erzählt. Diesmal gab es sagenhaft leckeres gegrilltes Fleisch und Würstchen mit unglaublich leckereren Salaten.

Somit war auch der zweite Tag ein gelungener.

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Der Samstag

Stand ganz im Zeichen der Hotelveranstaltungen. Nach dem Frühstück der Aufbruch unter Leitung unseres Hoteliers durch ein Naturschutzgebiet über teilweise unberührte Weg bis hin zu einer Wassertretstelle, wo es einen lecker deftigen Erbseneintopf gab.

Kaum waren wir zurück im Hotel ging es auch schon weiter mit einer Planwagenfahrt mit zwischendurch Kaffee und Kuchen. Die Zeit verging wie im Flug. Da wir etwas früher mit dem Planwagen los gefahren waren konnten wir noch eine lange Zeit für den Besuch im hiesigen Schwimmbad verplanen.

Abends gab es dann diesmal wegen des Regens das Essen im Lokal, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Und schon brach die Nacht an, nach einem geselligen Abend fielen wir alle voller neuer Eindrücke erschöpft von der Planwagenfahrt ins Bett.

Der Sonntag

Nach dem Frühstück hieß es Zimmer räumen und Autos beladen. Anschließend fuhren wir noch mal für einen Abstecher nach Homberg / Efze und machten dort einen ausführlichen Stadtrundgang, zu welchem auch die Besichtigung der Burg hoch über dem Ort gehörte.

Etwa zwei Stunden später war es bereits wieder Zeit, zurück nach Knüllwald zu fahren, denn jetzt stand noch das Abschlussmenü auf dem Programm, welches wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Marktplatz verspeisen konnten.

Bericht und Bilder: Hotti