Rund um die Kammerburg im Wispertal


26. November 2006


Zur letzten Wanderung im Jahr 2006 nutzen wir wieder unseren Treffpunkt in Wiesbaden an der Kahlen Mühle um gemeinsam zur letzten Herausforderung des Jahres 2006 zu fahren.

Genau 10 Teilnehmer weniger, also 9, waren es diesmal. Eigentlich sollten es noch 2 mehr gewesen sein, doch auf Grund der kurzfristigen Erkrankung seines Pflegehundes musste ein Teilnehmer wieder nach Hause eilen. Dabei ist der zweite Mitfahrer auch noch auf der Strecke geblieben. Wir waren etwas verwundert, dass wir sein Auto nicht mehr wieder gesehen hatten und just im Moment, als es im Wispertal kurzfristig ein Handynetz gab läutete dieses auch schon und der Teilnehmer erklärte, weshalb die beiden nun nicht mehr am Treffpunkt auftauchen würden. Schade, denn die beiden verpassten eine tolle Wanderung. Gott sei Dank dem es dem Hund wieder sehr gut und bestimmt wird er im nächsten Jahr wieder oft mit uns wandern!

Aber zur Wanderung. Nachdem wir den etwas abseits der Straße ausgesuchten Parkplatz erreicht hatten und durch eine Menge Schlamm gefahren waren, die erste Ernüchterung. Da fehlte doch noch ein Teilnehmer, der an der Hauptstraße auf uns warten wollte. Unser Tourenleiter fuhr noch einmal zurück zur Hauptstraße und bereits kurze Zeit später waren beide eingetroffen.

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Bevor es nun los ging noch schnell die Schuhe wechseln, eine kurze Begrüßung unseres Tourenleiters Rainer und nun aber husch husch ab hinein in den Matsch.

Zunächst führte der Weg nach oben. Plötzlich - ein Halt in der Gruppe! Was war passiert? War jemand ausgeglitten? Nein! Wir bogen nach links ab, verließen den Weg und kraxelten auf eine Anhöhe, was sich auf Grund der feuchten Blätter als nicht ganz so einfach heraus stellte! Doch es lohnte sich, denn während der Vorwanderung hatte Rainer auf dem Berg eine Flasche Sekt versteckt und die letzte Wanderung 2006 zum Anlass genommen, diese feucht fröhlich zu begießen.

Weitaus schwieriger als der Aufstieg gestaltete sich der Abstieg. Nachdem ich die letzten Fotos vom Abstieg der Teilnehmer gemacht hatte war ich an der Reihe nach unten zu "krabbeln". Elegant setzte ich meine Stöcke und huch da war der linke Stock weg, ich saß auf dem Hintern und alle lachten. Ich machte mich auf die Suche nach meinem Stock. Aha - er hatte Thomas etwas verfehlt (eigentlich nicht, er war mit einem eleganten Satz zur Seite gesprungen) und bereits unten angekommen. Na ja, so gab es nun einige freundliche Teilnehmer, die mir hinunter halfen.

Unser Weg setzte sich mit weiterem Aufstieg fort. Oben angekommen dann endlich die erste Rast, die wir bei mildem Wetter auf Baumstämmen genießen konnten.

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Schon ging es weiter, durch Wald und Feld. Unter einer Mispel ein heftiger Zärtlichkeitenaustausch (ob was draus wird?) und weiter ging es in Richtung Kammerburg, unserem Ziel dieser Wanderung.

Bevor wir diese erreichten, wurden wir noch auf einen weiteren Berg geführt, wo wir die Aussicht genießen sollten.

Dann endlich ging es zur Kammerburg. Meine Güte, da sollen wir rauf?

Die Bilder geben eigentlich nicht den Anstieg wieder, den wir nun wirklich vor uns hatten. Ein Mitwanderer meinte, er wäre ja schon in den Alpen gewandert, aber so einen Weg wäre er noch nicht gewandert. Irgendwie schafften es alle nach oben, wenn auch einige etwas länger für den Anstieg gebraucht hatten. (Na ja, ich habe nun mal ein kleines Problem mit der Höhenangst).

Oben angekommen sahen wir ein altes zerfallenes Gemäuer, sehr nett! Thomas und ich entschlossen uns, bereits vor den anderen zum Abstieg überzugehen, damit wir die anderen nicht blockieren. Doch da hatten wir die Rechnung ohne unseren Wanderleiter gemacht. Ich kam mir vor wie in der Schule. Nein - ihr könnt noch nicht zurück gehen! Wir sind noch nicht fertig hier oben! Jetzt waren wir doppelt bestraft. Nicht nur, dass wir den Weg nun wieder nach oben mussten, nein - auf der anderen Seite sollten wir hinunter.

Und diesen Weg nach unten empfand ich als noch steiler. Also entschieden wir zu dritt, dass es besser für uns sei, nun mal stark zu bleiben und nicht mit den anderen den Hang herunter zu steigen. Etwa 15 Minuten später war die Gruppe nach schon wieder zurück und hatte diverse Probleme, den Berg hinauf zu kommen. Gut, dass wir oben geblieben waren, denn jetzt konnten wir dem einen oder anderen nach oben helfen. Kurz dachte ich, das N. es nicht mehr nach oben schaffen würde, denn er nutzte einen anderen Weg, welcher sich als noch schwieriger gestaltete - der Ast, an welchem er sich hinauf hangeln wollte, bog sich bereits heftig und ich sah N. schon wieder den Berg hinunter kullern. Aber er schaffte es.

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Jetzt mussten wir auf der anderen Seite wieder hinunter. Wären wir doch nur vorher schon runter! Wir wollten ja, durften aber nicht, nun musste die Gruppe eben warten und mit Händchen halten runter helfen.

Was war das für eine schöne Erlösung, als wir den eigentlichen Weg wieder erreicht hatten. Ja, und nun war die Wanderung auch schon fast zu Ende. Nur noch ein Stück nach unten, ein bisschen durch den Matsch laufen und da standen bereits die Autos.

Hier hieß es nun Schuhe wechseln, damit die Autos schön sauber blieben und ab ging es zur Abschlusseinkehr, wo wir bei Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen ließen.

Hinter uns lag eine kurze, aber sehr schöne Wanderung, die unsere Statistik noch einmal um weitere 15 km bereichert. Vielen Dank an Rainer, der sich die Tour ausgedacht und vorbereitet hat!

Bericht und Bilder: Hotti