Wanderung im Schwarzwald


15. bis 18. Juni 2006


Der Donnerstag,


Pünktlich um 7:45 waren alle Teilnehmer am vereinbarten Treffpunkt eingetroffen. Genauso pünktlich war auch unser Bus, den wir für die Fahrt in den Schwarzwald gechartert hatten. Kurz vor acht ging es los. Zunächst über die A 643, dann die A66, weiter über die Darmstädter Autobahn auf die A 5, welche wir nur einmal für eine zwanzig-Minütige Rast verließen. Bald hatten wir auch schon Freiburg erreicht, das Höllental durchquert und wären fast am Hotel vorbei gefahren. Kurz nach zwölf hatten wir Breitnau erreicht.

Schnell die Zimmer beziehen und bereits um eins ging es los zur ersten Wanderung. Auf Grund der Ratschläge unserer Herbergsmutter änderten wir den Ablauf und liefen zuerst den Weg durch das Hochmoor. Gegen drei waren wir in Hinterzarten eingetroffen. Wegen der vielen Teilnehmer gab es eine Freizeit, während dieser jeder machen konnte, wozu er Lust hatte. Freilich nutzten viele die eineinhalb Stunden Freizeit für ein ausgedehntes Kaffee trinken und einen kurzen Ortsspaziergang. Pünktlich um halb fünf konnten wir unsere Wanderung gemeinsam fortsetzen und liefen erst einmal bergab bis zur Ravennaschlucht und dann aufwärts die idyllisch-romantische Schlucht hinauf.

Das Hotel erreichten wir gegen viertel nach sechs. Jetzt noch schnell frisch gemacht und schon konnte es losgehen zum nächsten Höhepunkt des Tages, dem Abendessen. Im festlich gedeckten Speisesaal suchte zunächst jeder seine Tischnummer, die Lage beruhigte sich allerdings relativ schnell. Zum Abendessen war ein mehrgängiges Menü angesagt. Bereits am Mittag hatten wir uns festgelegt, was es geben sollte. Los ging es mit einer Melone, gefolgt von einer klaren Brühe weiter zu einem Salatteller hin zum Hauptgericht, wo die Auswahl zwischen Kalbsleber, Schnitzel oder Wurstsalat bestand, Beim Dessert hatten wir nun noch die Auswahl zwischen gemischten Eis, Obstsalat oder einer Käseplatte. Nach dem guten Essen neigte sich der erste Tag allmählich mit einem Absacker auf der Terrasse dem Ende zu. Einige besonders wanderfreudige Herren nutzten den milden Abend noch für einen 4 km Spaziergang in den Hauptort Breitnau.

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Der Freitag


Für 8 Uhr war Frühstück angesagt. Treffpunkt zur ersten längeren Wanderung der Mehrtagestour war für 10 vor neun, denn der Bus, den wir für die Fahrt zum Feldberg bestellt war, sollte um neun Uhr abfahren. Die Fahrt zur Talstation der Feldbergstation verging ruck zuck und ehe wir uns versahen konnten wir auch schon wieder aussteigen. Noch schnell die Fahrkarten besorgt und verteilt und schon konnte die Auffahrt auf den Feldberg beginnen. Es dauerte nicht lang und schon waren sie oben.

Auf zum Bismarckdenkmal, Gruppenfoto, noch ein bisschen Schauen und weiter zum Feldbergturm. Doch was ist das? Der Turm geschlossen! Aber nicht für uns! Der freundliche Secrurity-Mensch lässt uns durch. Je acht Mann dürfen in den Aufzug. Wir kommen oben an, es macht plopp, der Sektkorken knallt. Sektempfang für die Gruppe auf dem für diese Zeit für den Publikumsverkehr gesperrten Turm. Dummerweise war ich so sprachlos, dass ich nicht mal eine kurze Ansprache hinbekam. Nach etwa einer halben Stunde machen die ersten sich auf den Weg nach unten, der Rest folgt nach und nach.

Weiter geht es zum eigentlichen Feldberggipfel. Hier ein kurzer Blick in Richtung Schauinsland und wieder zurück zur Bergstation der Gondelbahn. Nachdem auch "Heidi" das Tal erreicht hatte, ging es weiter zum Feldsee. Ein Hinweisschild stellte uns die Frage, ob wir denn den kurzen oder den langen Weg nehmen wollten. Wir entschieden uns für den kurzen Weg, welcher sich auch bald als der schönere Weg erwies, da er teilweise über Felsen führte. Kurzes verweilen am See und weiter zu einer Einkehr um Hunger und Durst zu stillen, In diesem Wirtshaus sollten wir von unserer Herbergsmutter grüßen und nach dem schönsten Weg nach Hinterzarten fragen. Gefragt, gesagt, Der Weg über den Silberberg wäre der schönste. Genauso war es auch. Kurz nach dem Silberberg dann die ersten vier Aussteiger, die sich Hinterzarten nicht noch einmal antun wollten, die lieber einen See in der Nähe besuchen wollten.

Der Rest der Gruppe erreichte kurze Zeit später Hinterzarten, wo sich die Gruppe erneut in zwei Lager spaltete. 10 wollten mit dem Bus zurück, die restlichen acht nahmen den Weg über die mittlere Ravenna zurück zum Hotel, dass sie kurz nach fünf erreichten.

Das Abendessen verlief diesmal feucht fröhlich. Eingedeckt war auf der Terrasse, selbst die an diesem Abend etwas frischen Temperaturen konnten uns nicht davon abhalten. Der einsetzende Regen machte nichts, auch den Polstern nicht, denn ein Teil der Gruppe sprang direkt auf und sammelte diese ein. Eine Aufzählung des leckeren Abendessens spare ich mir, aber ich gebe gerne die Adresse des Hotels weiter. Wer mag sollte sich selbst von der Qualität und der Gastfreundschaft unserer Herberge überzeugen.

Ein Schnäpsle gab es für das Abräumen des Tisches, wo die Flasche plötzlich her kam kann ich nicht sagen und warum diese plötzlich leer war, dass weiß wahrscheinlich keiner aus der Gruppe so genau. Die letzten aus der Gruppe kamen erst um halb zwei ins Bett, nachdem sie von der Terrasse zum Stammtisch und weiter in die Ratsstube umgezogen waren.

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Der Samstag..


sah am Morgen vom Wetter her erst mal nicht so gut aus. Da ich noch nicht entschieden hatte, welche Route wir endgültig an diesem Tag wandern würden kam ich auf die Idee, eine Fahrt nach Freiburg anzubieten. Am ersten Tisch kam die Idee gut an, am nächsten wiederum gar nicht so gut. Unsere Rosi hatte natürlich auch für diesen Tag eine Wanderidee, so dass wir die Gruppe spalteten. Neun Teilnehmer fuhren nach Freiburg, der Rest wanderte über die Weißtannenhöhe zum Titisee.

Mein Bericht führt nach Freiburg, da ich mich für diese Gruppe entschieden hatte. Zunächst liefen wir die obere Ravenna und folgten teilweise dem Heimatpfad, und erreichten eine halbe Stunde vor Zugabfahrt den Bahnhof Hinterzarten. Pünktlich kam die Höllentalbahn und brachte uns sicher nach Freiburg. Noch einen Rucksack im Schließfach weg gesperrt und schon konnte es los gehen mit der Stadtbesichtigung. Altstadt, Markt, Münster, Kaffee trinken, zurück zum Zug und während der ganzen Zeit in Freiburg nette Jungs sehen ist die Kurzbeschreibung dieses halben Tages.

Um zwanzig vor drei fuhr unser Zug in Richtung Titisee. Einige machten sich auf den Weg ins Strandbad, einige nutzten den Kurpark für eine Verschnaufpause, bevor Treffpunkt für alle um viertel vor fünf am Bahnhof war. Ein Sonderbus brachte uns auf direktem Weg zurück zum Hotel, wo wir gegen viertel nach fünf eintrafen.

Von den Wanderern wurde berichtet, dass sie eine wunderschöne Wanderung mit der in dieser Freizeit steilstem Anstieg hatten und so gegen viertel nach zwölf bereits am Titisee eingetroffen waren. Hier teilte sich die Gruppe wiederum. Ein Teil setzte die Wanderung fort und machte sich auf den Hochfirst, einige wagten eine halbe Umrundung des Titisees, der Rest huschte direkt ins Strandbad. So konnten alle einen ruhigen Tag genießen. Auf der Terrasse ließen wir es uns am Abend gut gehen.

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Der Sonntag…


Nach dem Frühstück war unser Stichwort Zimmer räumen und das Gepäck in den Konferenzraum schaffen. Um halb zehn starteten wir zur unserer letzten Wanderung der Mehrtagestour Schwarzwald 2006. Eigentlich war es nur ein Spaziergang, denn es ging "nur" nach Breitnau. Über Felder und durch Wälder kamen wir gegen 11 Uhr dort an. Nach einer kurzen Kirchenbesichtigung war es auch schon an der Zeit für den Rückweg. Diesmal nahmen wir den kürzeren Weg zurück zum Hotel.

Dort waren bereits einige Tische für unser Abschlussmittagessen reserviert, dass wir uns wie an all den anderen Abenden zuvor gut schmecken ließen!

Unser Bus zurück nach Wiesbaden traf gegen viertel nach eins ein. Auf Empfehlung unseres Fahrers Kurt legten wir die Abfahrtszeit auf viertel vor zwei fest, denn wegen des Rückreiseverkehrs war mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Schnell waren im Bus Gepäck und Fahrgäste verstaut. Mit etwas Sehnsucht winkten wir unserer Rosi, der Hotelwirtin, noch zu. Hinter uns lagen vier Tage Erholung im Schwarzwald. Schade, dass die Zeit so schnell vorbei ging. Ein Hotel zum Weiterempfehlen!

Während der Busfahrt zurück nach Wiesbaden war es wesentlich ruhiger wie bei der Hinfahrt. Lag dies an der Hitze, an den Wandertagen, am guten Essen? Die Staus hielten sich in Grenzen, wir kamen gut durch. Gegen 17:45 Uhr konnten schon die ersten am Wiesbadener Hauptbahnhof den Bus verlassen und Ihre eigene Heimreise antreten.

Für den Rest war die Reise schließlich wieder am P+R Parkplatz Kahle Mühle zu Ende. Noch ein schneller Abschied. Und vorbei waren die vier Tage, die ich mit vielen Unterbrechungen ein halbes Jahr lang vorbereitet hatte. Ich glaube, den meisten Teilnehmern hat es gefallen. Eines der schönsten Komplimente war: "Man konnte sich einfach fallen lassen. Alles war geplant. Man musste sich um nichts kümmern!" An dieser Stelle noch ein herzlichen Dank für die Teilnahme an dieser Fahrt und vielleicht habt Ihr ja im nächsten Jahr auch wieder Lust auf eine 4-Tagestour im etwa gleichen Stil.

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Erlebt und Beschrieben von Hotti

Bilder von: Martin H., Frank M. und Hotti