Wanderwochenende im Saarland


22. bis 24. September 2006


Die 2. Mehrtagestour der Streetmillboys führte uns in das wunderschöne Saarland. Die Anreise erfolgte bereits am Freitag, so dass wir das Wochenende für zwei wunderschöne Wanderungen nutzen konnten.

Untergebracht waren wir in Nalbach, dem Schmuckkästchen an der Prims mit knapp 10.000 Einwohnern, dem Kreis Saarlouis zugehörig. Und noch besser! Unser Hotel lag direkt unterhalb des Litermont, Der im Saarland gelegene Litermont erhebt sich in eine Höhe von 414 Meter und erstreckt sich größtenteils in das Nalbacher Tal, klein und auch kleinere Ausläufer bis nach Düppenweiler. Doch leider, leider langte die Zeit nicht, um den Gipfel zu erklimmen, denn unser Wanderleiter Arne hatte sich ganz andere Herausforderungen für uns ausgedacht!

Am Freitag ging es uns noch gut. Wir konnten das Abendessen genießen und so den "Stress" der Anreise gut verarbeiten. Das Hotel bot uns schöne Zimmer, vielleicht vom Boden und den Wänden her ein klein wenig zu kalt, denn alles war gefliest oder mit Laminat ausgelegt. Ein kleiner Läufer oder ein paar Bilder an den Wänden hätten das Zimmer weniger steril erscheinen lassen. Für Wärme sorgte aber die Dusche, denn die meisten bekamen kein kaltes Wasser aus der Leitung. Bis jetzt kannte ich diese Situation nur umgekehrt. Hier gab es tatsächlich nur Heißwasser. Aber gut, nach der Wanderung war ja auch noch Zeit für eine Dusche - die auch dringend nötig war!

Samstagmorgen, 8 Uhr Frühstück, 9 Uhr Aufbruch zur ersten Saarlandwanderung, welche sich als eine sehr große Herausforderung heraus stellte! Zunächst einmal fuhren wir mit den Autos ca. 35 km in die Nähe von Schengen, aber noch blieben wir auf Deutscher Seite.

Jetzt ging es los. Erst mal Bergab, dann über eine Brücke und schon standen wir in Luxemburg, genauer gesagt in Schengen. Nach kurzer Besichtigung des Schlossgartens ging es nun nach oben.

Ich denke, für den weiteren Verlauf der Wanderung sollen einfach die Bilder sprechen. Nur soviel, wir hatten eine absolut schöne Wanderung mit hervorragenden Blicken, durften zum ersten Mal in der Geschichte der Streetmillboys eine 3 Länder Tour erleben, denn von Luxemburg aus ging es direkt nahtlos nach Frankreich weiter, wo wir eine Burg besichtigten, durften lernen, dass Cappuccino kein Französchisches Getränk ist, dass man in grenznahen Orten Frankreichs am besten mit den dortigen Sprachkenntnissen weiter kommt und das man bei manchen Wanderungen die Relativitätslehre ausschließen kann. Heißt unsere Devise doch eigentlich, relativ gesehen sind unsere Wanderungen stets auf einer Höhe, denn wir starten auf einem bestimmten Höhenmeter und kommen bei Rundwanderungen auf dem gleichen wieder an, somit haben wir weder an Höhe gewonnen noch verloren. Doch bei dieser Wanderung kam mir das ganz anders vor. Wir sind oft hoch gekrabbelt, aber weniger oft nach unten gewandert. Wo blieb denn da die Devise?

Bild 1


Bild 2


Bild 3


Bild 4


Aber, alle haben es geschafft. Um kurz nach sechs kamen wir tatsächlich wieder erschöpft am Auto an. Da es sich anbot, noch mal schnell nach Luxemburg zu fahren um zu Tanken und, wer wollte, Zigaretten oder Kaffee zu kaufen, nutzten wir dies. Innerhalb von fünf Minuten standen wir an der Tankstelle. Nun noch schnell eingekauft und schon konnten wir wieder zurück fahren nach Nalbach, wo nach der heißen Dusche leckeres Abendessen auf uns wartete.

Der Sonntag begann wie der Samstag auch. Acht Uhr Frühstück, kurz nach 9 Abfahrt nach Mettlach.

Dort führte unser erster Weg in Richtung Villeroy & Boch, wo wir uns das Gebäude von außen anschauten. Noch einen kurzen Blick in den Park und schon ging die Wanderung weiter über die Saar herüber, kurz drauf nach links ab in den Wald.

Bild 5


Bild 6


Bild 7


Bild 8


Bild 9


Schon bald führte der Weg nach oben, die Saar immer in der Nähe. Schöne Waldwege zeichneten diese Wanderung aus. Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel, den direkten Ausblick auf die Saarschleife. Hier machten wir nun auch unsere längere Rast, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Unser Wanderleiter hatte ursprünglich einen anderen Weg für uns geplant, doch die Mehrzahl wollte einen Serpentinenpfad nach unten nehmen, da dieser irgendwie so ein kleines Abenteuer versprach. Tatsächlich hatten wir unseren Spaß auf dem Weg nach unten gehabt. Nachteil war allerdings, dass unser Zeitplan nicht mehr so ganz stimmte, aber das mussten wir bis dahin noch nicht. Noch dachten wir, dass wir spät dran seien und bekamen irgendwie so eine Art Sauseschritt.

Bild 10


Bild 11


Bild 12


Bild 13


In Mettlach sind wir dann eine Stunde zu früh angekommen, da wir eine Abkürzung genommen hatten. Na ja, dafür ging es ja nicht mehr hoch, sondern flach an der Saar entlang. Kurze Besichtigung in Mettlach, bevor wir uns in die Ausstellungsräume von Villeroy & Boch begaben. Fast eine Stunde hatten wir nun Zeit, uns dort umzuschauen. Für eine ausführliche Besichtigung hatte die Zeit allerdings nicht mehr gereicht.

Pünktlich trafen wir uns nach der Stunde wieder und schon ging der Weg zurück zu den geparkten Autos, wo wir noch rasch das Gepäck abstellten, bevor wir uns zu unserer letzten Einkehr dieses Wanderwochenendes aufmachten. Unser Wanderleiter hatte in einer Brauerei Tische für uns reserviert.

Damit ging ein wunderschönes, gut organisiertes Wanderwochenende mit sehr vielen tollen Eindrücken zu Ende.

Wie bei jeder Tour kam auch diesmal wieder der starke Gedanke auf: "Da würde ich gerne noch einmal hin!" Dummerweise gibt es aber noch viele Ecken in Deutschland, die es zu Entdecken gilt!

Erlebt und beschrieben von Hotti

Bilder von Dr. Thomas und Hotti