Rheinsteig, die fünfte


13. August 2006


Nachdem wir im April diesen Jahres den Rheinsteig bis nach Rüdesheim erwandert hatten stand am Sonntag, 13. August die Etappe von Rüdesheim nach Lorch auf dem Programm.

Treffpunkt war an den Hauptbahnhöfen Mainz und Wiesbaden, denn diesmal konnten wir es so einrichten, dass tatsächlich die Anfahrt statt mit dem PKW mit dem Zug funktionierte. Keine Streckensperrungen, keine großen Verspätungen. Die Mainzer Gruppe traf sich um 10 Uhr in Mainz, während die Wiesbadener noch 25 Minuten Zeit hatten. Der Anschlusszug war pünktlich so konnten wir mit erst mal 16 Teilnehmern gleich in den Zug einsteigen, der uns nach Rüdesheim bringen sollte.

Leider war es nicht ganz so einfach ausreichend Plätze zu bekommen. Viele Reisende hatten sich quer auf die Bank gelegt oder auch einfach nur ziemlich viel Gepäck auf den Sitzen deponiert. Einige blieben stehen, aber für etwa 25 Minuten Fahrt geht so was ja mal. Pünktlich fuhr unser Zug ab und genauso pünktlich trafen wir in Rüdesheim ein, wo noch zwei weitere Wanderer auf uns warteten, so dass wir letztendlich 18 Teilnehmer waren.

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Nach einer sehr kurzen Begrüßung durch die Reiseleitung ging es auch schon los. Erst mal in Richtung Drosselgasse und von dort aus direkt zur Talstation der Kabinenseilbahn.

Noch am Bahnhof hatten wir beschlossen, eine Gruppenkarte für 20 Eur zu kaufen, denn so konnten wir noch etwas sparen. Auf 18 Teilnehmer umgerechnet waren dies so 5,80 Eur anstatt der bei Einzelfahrten geforderten 6,50 Eur.

Die 10-minütige Fahrt nach oben war leider schnell vorbei und schon waren wir wieder im Touristenrummel eingetaucht. Noch schnell ein Blick auf das Niederwalddenkmal geworfen und schon setzten wir unsere Wanderung fort. Vorbei an wunderschönen Aussichtspunkten erreichten wir nach einiger Zeit den Aussichtspunkt Zauberhöhle.

Vor vielen vielen Jahren wurden dort Gäste hingebracht, durch einen dunklen Tunnel in ein kleines Häuschen mit vielen Fenstern, alle mit Blick in Richtung Rhein verschlossen mit Fensterläden, geführt. Nachdem die Gäste durch den stockfinsteren Tunnel das Haus erreicht hatten öffnete der Gastgeber stets nur einen Fensterladen, die Gäste schauten, der Laden wurde verschlossen, der nächste geöffnet. Aus jedem Fenster hatte man eine andere Sicht auf den Rhein. Dabei sollte man bedenken, dass dies damals einfacher möglich war, denn die Bäume waren lange nicht so hoch, wie sie es jetzt sind.

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Unsere Wanderung führte uns nun weiter zum Jagdschloß Niederwald, wo sich auch die Bergstation der Sesselbahn nach Assmannshausen befindet.

Ein sehr netter junger Mann half uns auf die Sessel und schon schwebten wir hinab nach Assmannshausen um letztendlich gleich wieder auf der anderen Seite steil nach oben zu krabbeln. Über schmale Pfade, Feld- und Waldwege erreichten wir schließlich gegen 16:30 Uhr Lorch. Mit dem Wetter hatten wir bis hierhin totales Glück gehabt. Wir sahen zwar den Regen, doch blieben wir bis auf einige wenige Tropfen trocken. Tja, wenn Engel wandern gehen.

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Die Abschlusseinkehr fand in einem Gutsausschank in Lorch statt. Extra für uns wurde geöffnet, so fand unsere Wanderung einen schönen Ausklang bei leckerem Essen und gutem Wein.

Auch dieser Abschnitt des Rheinsteiges lohnt sich in jedem Fall. Und ab jetzt geht es in das Mittelrheintal, wo wir vermehrt auf tolle schmale Pfade treffen werden.

Bericht: Hotti

Bilder: Bernd, Hans-Christoph, Hotti