Rheinsteig auf Abwegen


15. Januar 2006


Unsere zweite Etappe des Rheinsteiges führte uns von Schlangenbad zum Kloster Eberbach. Eigentlich ist dieser Abschnitt 15 km lang, doch auf Grund der Wetterbedingungen mussten wir die Wanderung auf 12 km verkürzen, da die Wege teilweise Spiegelglatt waren und sich einige der Wanderer auf den Hosenboden gesetzt hatten.

Start war am Parkplatz hinter dem Kurhaus in Schlangenbad. Von hier aus ging es erst einmal ein Stückchen nach oben, wo wir direkt am Thermalfreibad vorbei kamen. Dort schwammen einige Damen, die schon meinten, dass sie jetzt Verstärkung bekommen würden, doch dem war nicht so, denn unser Weg führte uns zunächst einmal in Richtung Rauenthal weiter.

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An der Kneippanlage teilte unser Wanderleiter mit, Schuhe und Socken aus, und einmal durchs Wasser gewatet. Ei wäre das fein gewesen, wenn dafür die Temperatur wäre. Ich kann dieses kalte Wetter absolut nicht abhaben, deshalb plädiere ich dafür, dass Herbst und Winter abgeschafft werden! Sicher ist es ein schöner Anblick, durch verschneite Wälder zu schlittern, den Reif auf den Bäumen zu sehen, aber grüne Blätter an den Bäumen sind mir lieber.

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Aber wieder zurück zur Wanderung. Wie beim Rheinsteig üblich führte uns der Wanderleiter, links, rechts auf und ab bis nach Kiedrich, wo wir bereits die zweite Rast machten. Diesmal sogar mit Bänken an der Ruine Scharfenstein. Nach der Rast auch hier wieder eine Abweichung vom eigentlichen Rheinsteig, da der Abstieg zu gefährlich war.

Kurzer Blick in die Kirche und schon ging es weiter ins Feld hinein in Richtung Kloster.

Inzwischen waren die meisten von uns mindestens einmal hingeknallt, deshalb hoffte ich ja, entgegen meiner sonstigen Wanderbegeisterung auf ein baldiges Ende der Tour, bevor wir noch den Rot-Kreuz-Wagen bestellen mussten.

Aber dem war nicht so, und um Punkt vier erreichten wir das Kloster Eberbach, wo unser Wanderleiter in der Klosterschänke für eine gemütliche Abschluss gesorgt hatte.

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Auch die Rückfahrt relativ problemlos, denn zwei Taxis und zwei Privat-PKW brachten uns zurück nach Schlangenbad.

Fazit: In mir ist bei dieser Wanderung nicht so ein Rheinsteig-Feeling aufgestiegen, wie bei der ersten Etappe. Aber daran war eindeutig das Wetter schuld. Wenn man bei jedem Schritt darauf aufpassen muss, nicht aufs Popöchen zu knallen...

Für die zwölf Kilometer haben wir knapp vier Stunden gebraucht, was für unsere Verhältnisse schon relativ langsam ist. Aber, bald wird es wieder wärmer sein, und freuen wir uns doch einfach auf diese Wanderungen!

Bericht: Hotti

Bilder: Martin H. + Hotti