Wanderung mit Dampflokfahrt nach Hohenstein


2. Juli 2006


Am ersten Sonntag des Monates Juli 2006 trafen sich in aller Frühe 8 Wohlgelaunte Streetmillboys um zu einer Wanderung der besonderen Art aufzubrechen.

Diesmal ging es mit der Nassauischen Touristikbahn über die ehemalige Strecke der Aartalbahn bis nach Hohenstein / Nassau. Die Erfahrungen der letzten, gleichen, Wanderung im Jahr 2002 hatte uns gelehrt, wenn man unter Dampf fährt, dann gehört es sich als Gruppe weit vor der Abfahrtszeit einzusteigen, deshalb trafen wir uns bereits um 9 Uhr, wenn der Zug auch erst um 10 Uhr abfahren sollte. Eine gute Entscheidung, denn es war so voll, dass noch zwei Wägelchen dran mussten bevor es losgehen konnte. Mit knapp fünfzehn Minuten Verspätung starteten der Zug, und wir mitten drin!

Am Haltepunkt Chausseehaus stieg unser vorletzter Mitwanderer zu, die Fahrt verging, für uns ganz ohne Anstrengung, wie im Fluge. Die Lok schnaufte den Taunus hinauf und musste sich sehr viel mehr anstrengen.

Gegen zwanzig vor zwölf trafen wir am Bahnhof Hohenstein ein und wurden vom 10. Wanderer erwartet. Nach der Begrüßung folgten wir der Masse, setzten uns aber gleich nach rechts ab, die Menge lief auf direktem Weg zur Burg Hohenstein, uns standen noch einige heiße Kilometer Wanderung bevor.

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Erst mal ging es vorbei am Friedhof hinein in den Wald, schon bald stiegen wir bergan. Nach einer Weile, auf einer Wiese die erste Rast am Bach, bevor es ausgeruht und gestärkt nach zwanzig Minuten weiter ging. Weiter bergauf. Kreuzung! Wie mag es wohl weiter gehen? Links, rechts, geradeaus oder zurück?

Ich entschied für geradeaus, mein Ex meinte, nein, dass ist nicht richtig! Doch, dass ist es und schon ließ ich die Gruppe zurück, eilte nach vorne, durchs Gestrüpp. Ist das richtig hier, stellte ich mir die Frage! Ein Weg war ja nicht wirklich zu erkennen, doch tapfer ging ich weiter. Kommt auch kein Wildschwein? Ein Mensch scheint hier schon länger nicht gewesen! Nach fünf Minuten entschlossenen Gehens erreiche ich wieder einen Weg, der mir auch nach vier Jahren noch sehr bekannt vorkommt.

Handy sei dank wurde ich davor bewahrt den Weg noch mal runter und wieder rauf zu müssen, rief die Gruppe einfach mittels Gerät zu mir. Wenige Minuten später kamen sie auch alle angeschnauft, taten es der Dampflok gleich. Jetzt links auf den Weg ab ins heiße Feld. Schön war der Ostwind, der uns um die Ohren blies und uns dadurch eine angenehme Wanderung bescherte.

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Einige Kilometer später und schon fast wieder im Wald lud ein großer Tisch mit zwei Bänken zur nächsten Rast ein. Diesmal ein wenig länger. Die Frage, wie weit es denn noch sei, die konnte ich nicht wirklich beantworten. Hinweisschilder wussten zu berichten, dass es sich noch um fünf Kilometer handeln musste, doch irgendwie war das alles kürzer.

Weiter ging es bei wiederum schöner Brise auf direktem Asphaltwege bis zur Burg Hohenstein, wo sich eine kurze Besichtigung anschloss. Nachdem sich alle wieder versammelt hatten führte unser Weg mit starkem, fast schon unangenehmem Gefälle nach Hohenstein - Bahnhof hinunter. Hier konnten wir noch zur Abschluss im Gasthof einkehren und lecker Kuchen und Salat schmausen.

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Tja, und da ging auch schon ein schöner Tag mit schöner Wanderung zu Ende, denn pünktlich um 18 Uhr pfiff der Zugchef, die Diesellok in Richtung Wiesbaden -Dotzheim setzte sich in Bewegung. Gegen viertel nach sieben erreichten wir die Endstation. Die einen machten sich auf direktem Wege nach Hause, andere kamen noch zur Abschlusseinkehr mit, welche sich ungeplant etwas länger hinzog, denn das Essen ließ doch sehr auf sich warten. Gegen neun waren wir dann aber alle fertig und jetzt war der Tag endgültig zu Ende!


Erlebt und beschrieben sowie Bebildert von: Hotti