Rund um Guldental


21. Mai 2006


Unsere Wanderung am 21. Mai 2006 führte uns nach Langenlonsheim und hatte den Arbeitstitel "Rund um Guldental".

Doch bevor es losgehen konnte, war wieder einmal der bange Blick auf die Wettervorhersage. Zur Abwechslung konnten wir da echt froh sein, dass unsere Wanderung nicht am Samstag war, denn dann wären wir in einen Regenguss nach dem anderen gekommen. Der Sonntag stand im Zeichen unbeständigen Wetters mit einigen Regenschauern. Nun, vielleicht lag es daran, dass diesmal viele Teilnehmer einen Schirm dabei hatten, denn unser Wanderwetter war echt genial, kein Schauer, viel Sonne und eine absolut gelungene Tour!

Da die Streetmillboys seit einiger Zeit versuchen, die Treffpunkte zu unseren Wanderungen nach Möglichkeit in Fahrgemeinschaften zu erreichen war der erste Treffpunkt am Mombacher Kreisel, wo sich die ersten 13 Teilnehmer trafen und sich auf drei Autos aufteilten. Diesmal klappte es so gut, dass tatsächlich zwei Autos voll waren. Wir sind also auf dem richtigen Weg!

Von dort aus ging es auf direktem Wege nach Langenlonsheim, wo unser zweiter Treffpunkt am Heumarkt war. Verwirrt durch viele Kreisel erreichten einige den Heumarkt allerdings erst auf Umwegen.

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Um kurz nach elf konnten wir zu unserer Tour aufbrechen. Zunächst durch Langenlonsheim über Treppen und kleine Gassen in die Weinberge, entlang des Waldlehrpfades hinauf zum Langenlonsheimer Wald, von wo aus wir eine wunderschöne Aussicht auf das Nahetal und den Rheingau hatten.

Unsere erste längere Rast hatten wir an einer kleinen Bergkapelle mit Aussicht auf den Soonwald. Anschließend führte unsere Wanderung durch die Südhänge ins Guldenbachtal und weiter in den Guldentaler Ortsteil Waldhilbersheim. Von dort aus hinüber auf die andere Seite hinauf auf den Honigberg.

Nach etwa 2 km erreichten wir "endlich" unseren Höhepunkt dieser Wanderung, dem Feldbahnmuseum Guldental. Zunächst hörten wir uns die spannende Geschichte des Feldmuseums bei einem guten Tröpfchen Wein an, anschließend warfen wir einen Blick auf die große Ausstellung an Feldbahnlokomotiven.

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Und dann kamen wir zum nächsten Höhepunkt: Einer Fahrt mit der Feldbahn. Zum ersten Mal in meinem Leben durfte ich auf einer Lokomotive mitfahren und hatte daran meine helle Freude. Auch die Neubaustrecke konnten wir befahren. Zum Steinbruch hinunter hieß es dann noch ein paar Meter laufen. Doch irgendwann einmal werden auch dort die Schienen fertig sein und man kommt mit der Bahn hinunter in den Steinbruch. Auf dem gesamten Gelände sind noch sehr viele spannende Veränderungen geplant. Hier lohnt sich auf jeden Fall noch ein Besuch, wenn die Bauarbeiten weiter fortgeschritten sind.

Leider geht auch die schönste Bahnfahrt einmal zu Ende, also hieß es für die Streetmillboys auf zum letzten Teil der Wanderung.

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Wir kamen jetzt zur Felseneremitage, einer Einsiedelei, Felsenkloster und Wallfahrtsort vom frühen Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Man kann nach Voranmeldung die Felsenanlage besichtigen, doch hierfür fehlte uns die Zeit, deshalb war dies auch nicht geplant.

Wenig später erreichten wir dann auch schon wieder Langenlonsheim. Hinter uns lagen 25 km, die man auf Grund der relativ wenigen Steigungen gar nicht bemerkt hatte.

Die Abschlusseinkehr fand in einer Gutsschänke in sehr netter Atmosphäre statt.

Fazit der Wanderung: Eine absolut schöne Tour schon wegen des Highlight Feldbahnmuseum für mich als Bahnfan. Landschaftlich absolut schön, nicht weit von Mainz und Wiesbaden entfernt. Da stellt sich einmal mehr die Frage, warum man seinen Urlaub im Ausland verbringt, wenn es in unmittelbarer Nähe so feine Ausflugsziele gibt. Eine Wanderung mit einem Extra *.

Bericht: Hotti

Bilder: Wodie & Hotti