Wanderung zur Hohen Wurzel


19. März 2006


Diesmal holte ich mir die Wanderburschen zu einem Heimspiel nach Wiesbaden-Dotzheim, denn dort startete unsere 25 km Tour der Kategorie C.

Wenn es zum Geburtstag (9-jähriges Bestehen der Streetmillboys) schon keine Flughafenjumbotour geben sollte, welche eigentlich für diesen Termin angedacht war, jedoch wegen nicht ausreichender Teilnehmerzahl ausfallen musste, so sollte es doch ein schöner Tag werden. Also zauberte ich aus dem Wanderfundus eine Tour, die wir schon einmal im Programm hatten, aber doch so ganz anders wurde.

Start unserer Wanderung war in Wiesbaden-Dotzheim am Parkplatz Langendellschlag. Die zahlreich erschienen 7 Teilnehmer durften erst einmal ein Stück Asphalt laufen, bevor wir den festen Weg verließen und nach rechts einbogen. An der nächsten Möglichkeit gleich wieder links und schon waren wir weg vom Wiesbadener Wandertag, der auch an genau diesem Sonntag statt fand.

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Kurz darauf erreichten wir auch schon den Haltepunkt Chausseehaus der Nassauischen Touristbahn, dem längsten Denkmal Hessens. Die Strecke wird ab Ostern an Sonntagen mit historischen Zügen befahren. Am ersten Sonntag im Monat zum Teil mit Dampflokeinsatz, ansonsten bringt eine Diesellok die Fahrgäste vom Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim nach Hohenstein. Schon mal zum vormerken: am 2.7.2006 haben wir eine Wanderung im Programm, bei der wir genau diese Bahn nutzen werden.

Doch weiter zu unserer Wanderung vom 19.3. Nachdem wir am Chausseehaus die Straße überquert hatten, führte unser Weg am Golfplatz entlang. Das wir gerade eine Riesenschleife gelaufen waren, bekamen die Wanderer erst mit, als wir wieder an der Hauptstraße standen. Diese liefen wir bis zum Tierpark Fasanerie, dort nach links und bald darauf standen wir am Schläferskopfstollen, wo wir unsere erste Rast während dieser Wanderung machten.

Nach der Rast nahmen wir den teilweise beschwerlichen Weg nach oben in Richtung Schläferskopf. Kurz vor dem Gipfel artete die eigentlich als Verschnaufpause geplante Unterbrechung schon fast in eine Rast aus.

Und weiter ging es in Richtung Hohe Wurzel, zunächst mal relativ eben, bis wir auf den blauen Punkt trafen. Der Blick in dessen Wegerichtung zeigte uns, dass wir für den nächsten Abschnitt eine Menge Kondition brauchen würden, denn jetzt ging es absolut steil nach oben. Erschwert wurde uns der Weg nach oben noch durch sehr viele Schneereste. Da hieß es, aufpassen um nicht hinzugleiten!

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Doch irgendwann hatte auch dieser Weg nach oben ein Ende und wir waren oben angekommen. Aus vielen Wanderungen vorher wussten wir ja schon, dass fast alle unsere Rundwanderungen relativ gesehen eben verlaufen. Wir starten auf einer Höhe und kommen wieder auf genau dieser Höhe an.

Wer jetzt meint, aha, jetzt sind sie oben und haben es geschafft, der irrt. Ja, oben waren wir, aber jetzt machte uns der glatte Weg erst richtig zu schaffen. Und zum ersten Mal in diesem Jahr schafften wir tatsächlich eine Wanderung ohne Stürze. Leider blieb die Fernsicht auf der Strecke, denn es war trotz dem Sonnenschein total diesig.

Wir also wieder über die Straße und hinunter nach Georgenborn. Einmal quer durch und kurz darauf fühlten wir uns in eine andere Wanderung versetzt. Denn jetzt folgten wir der Rheinsteig-Markierung bis zum Grauen Stein. Hier machten wir die dritte Rast dieser Wanderung. Die versprochenen Kletterer an der Wand waren heute leider nicht zu sehen. Na ja, man kann ja nicht alles haben. Nach der Rast setzten wir zum Endspurt an, der uns in Richtung Amerikanischer Golfplatz und weiter zum Dotzheimer Waldfriedhof führte. Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt. Nur noch ein Stück durch das Weilburger Tal, einmal rechts ab, links, rechts, links und schon sahen wir unseren Ausgangspunkt ganz nah vor uns.

Hinter uns lag eine Wanderung von 25 km, der ersten langen Wanderung seit langem.

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Zum Abschluss gab es noch eine Abschlusseinkehr beim hiesigen indischen Italiener, bevor wir uns verabschiedeten. Hinter uns lag ein vom Wetter her wunderschöner Tag mit endlich mal vernünftigen Temperaturen im Plusbereich, mit einer ebenfalls wunderschönen Wanderung.

Bericht und Bilder: Hotti