Trechtingshausen oder die paar hundert Meter noch...


29. Mai 2005


Fünfzehn wanderwütige Streetmillboys ließen sich nicht durch die Hitze abhalten an der Wanderung im Oberen Mittelrheintal teilzunehmen.

Der Club-Manager, bewaffnet mit Schirmmütze gegen die Hitze und Höhenmesser, Schrittzähler und GPS zum Wandern zählte durch. Michael gab das Startsignal, wir überquerten die Strasse und betraten das Morgenbachtal. Es war dort kühler, aber auch feuchter. Auf dem Weg nach oben säumten links und rechts steile Felsen, mit Moos bewachsende Steinfelder, der rauschende Morgenbach bot einige "Wasserfälle".

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Mittlerweile bildeten sich einige Grüppchen und der übliche Informationsaustausch fand statt. Trotz der Hitze konnte Michael in Kategorie Matsch auf dem Weg punkten: an einer Stelle war der Untergrund etwas schwammig. Wir überholten ein paar Freizeit-Wander-Ehepaare und machten am Eingang zur Steckeschläferklamm Rast, die eigentlich nur eine kurze Getränkerast sein sollte, aber Mittagszeit ergo Essenszeit!

In der Klamm konnten wir in Bäume geschnitzte Gesichter und Figuren bewundern. Der Besuch der Klamm wich von der ursprünglichen Route ab und Michael wollte uns wieder auf den richtigen Weg führen. Das wollen ja allgemein viele, Michael schaffte es auch, allerdings nicht ganz komfortabel: wir folgten einem Pfad der immer weniger Pfad wurde, bis wir ein Hauch von Survival-Trip verspürten. Am Ende des Querfeldein- Spaßes erwartete uns eine Böschung, die wir mehr oder weniger elegant herabstiegen. Somit punktete Michael auch in der Kategorie Verlaufen.

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Wir folgten der Asphalt-Straße, auf der es heiß war, da es keine Bäume gab, die die Hitze zurückhielt. Vorbei am Jägerhaus (bergauf versteht sich) in Richtung Salzkopf. Irgendwann fragte ich Michael, ob wir bald am Salzkopf seien. Ja, es seien nur noch ein paar hundert Meter. Und davor käme noch eine Bank zum Hinsetzen. Die "paar hundert Meter" entpuppten sich dann doch als "etwas mehr". Dafür kam die Bank in Sicht, die leider nicht im Schatten lang. Aber es war von dort bis zum Salzkopf erstaunlich kurz und wir machten dort ausgiebig Rast.

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Der Clubmanager machte uns ein Problem bewusst, dass schon bei der letzten Rast aufgetreten war. Die Längen der bereits gewanderten Strecke wurden von Schrittzähler und GPS stark abweichend angegeben. Das Gleiche galt für Höhenmesser und GPS. Michael ließ sich davon nicht beeindrucken und führt uns sicher zum Franzosenkopf. Kurze Pause wegen des Anstiegs und dann begann der lange Weg bergab, ca. 500m Höhenmeter (GPS und Höhenmesser war sich da nicht ganz einig). Dabei liefen wir noch den Aussichtspunkt "Sieben-Burgen-Blick" an, dessen Holzturm leicht zum Schwanken zu bringen war. (Anmerkung von Hotti: So schnell wie die Truppe war, so schnell waren viele auch wieder unten, weil dieser Turm wirklich heftig schwankte.) Am Steinbruch vorbei, kamen wir zu einem Tal das fast geradlinig nach Trechtingshausen führte, aber auch steil war. Dort wo die Strasse querte, machten wir nochmals Rast und gönnten der Muskulatur etwas Erholung .Auf die Frage "Wie weit noch?", sagte Michael lächelnd: "ein paar hundert Meter". Ein kurzer Blick auf die Karte ergab grob 1 km. Prima, dann würden wir ja bald im Restaurant (das "ohne Logistik") speisen. Als wir Trechtingshausen betraten, schlug uns die Hitze entgegen; aber wir hielten durch, bis wir im Lokal saßen und unser Abschlussessen einnahmen. Danke Michael, für diese sehr schöne Wanderung, in deren Verlauf man vom steilen Tal bis zur flachen Wiese die Bandbreite der Naturlandschaften erleben konnte.

Bericht und Bilder: Rainer O.

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Und noch eine Anmerkung von Hotti: Zunächst einmal ein großes Danke Schön an Rainer O., der mit diesem Bericht und den Bildern wieder einmal punkten konnte. Übrigens hat das GPS-Gerät die korrekten Daten geliefert.