Winter-Wanderung bei Bad Nauheim


6. März 2005


Dieses Mal folgten wir der Einladung von Karl-Heinz und Dieter an einer Wanderung in Bad Nauheim teilzunehmen. Dazu trafen wir uns in der Bahnhofshalle, die Schutz gegen den eiskalten Wind bot. Der Clubmanager ließ sich entschuldigen, da der werktätige Gatte die Hundebetreuung nicht übernehmen konnte.

Kurz nach 11h hatten wir das Dutzend voll und wir begaben uns hinaus in die Kälte, durchquerten die Kuranlage mit ihren Badehäusern um den ersten Teil der Wanderung im Kurpark zurück zu legen. Dort gibt es einen Bach, der als Usa bezeichnet wird und schon einige Male für größere Überschwemmungen sorgte. Wir wanderten an ihr entlang, bis wir an einem Geflügelgehege ankamen, dass für mehrere Minuten besichtigt wurde. Einige von uns konnten sogar die Art der Tiere benennen. Das „Aufwärm-Wandern“ war hiermit beendet; nun es ging bergauf und mit zunehmender Höhe nahm der Anteil schneebedeckter Felder, Obstgartenanlagen und Wege zu.



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Karl-Heinz und Dieter gestalteten die Rast in einer Hütte in der wir uns auf den Sitzgelegenheiten niederließen und die mitgebrachten Speisen genossen. Kurz darauf betrat eine Frau mit tiefschwarzer Sonnenbrille, sowie einem übergroßem Hansaplast-Pflaster auf der Nase die Szenerie und begann uns unaufgefordert ihre Krankengeschichte zu erzählen. Ein kurzer Blick auf den Stapel Papier, den sie wie eine Krankenschwester im Arm hielt, beruhigte: es waren irgendwelche Frauenzeitschriften, keine medizinischen. Kurz darauf verschwand sie, aber wir munkelten, dass wir vielleicht beim Winterstein wieder auf sie treffen könnten. Im Winter lässt sich leider nicht lange Rast machen, also ging es auf schneebedeckten Wegen weiter.

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Als nächstes erreichten wir den Aussichtsturm auf dem Johannisberg mit der darauf errichteten Volkssternwarte Wetterau. Zügig begaben wir uns zum nahe gelegenen Restaurant weiter, dessen Terrasse wir einen hervorragenden Blick auf Bad Nauheim hatten und sogar den Bahnhof erkennen konnten. Zurück ging es in den Wald auf schneebedeckte Pfade und nach einiger Zeit begann sich die Geräuschkulisse wieder zu ändern; weg von der Ruhe des tief verschneiten Waldes hin zu den Klängen der Zivilisation: der Autobahn. Diese überquerten wir mit Hilfe einer Brücke, deren Geländer so niedrig war, das sie keinerlei Schutz vor einem Sturz auf die Fahrbahn bieten kann. Auf der anderen Seite betraten wir das amerikanische Trainingsgelände und die angekündigte Steigung begann. Leider zog sie sich etwas hin und schien steiler zu werden bis wir auf 482m Höhe angekommen waren.

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Aber am Ende wurden wir mit dem Aussichtspunkt Winterstein belohnt. Wir nutzten diese Stelle zu einer weiteren Rast, dieses Mal ohne Frau. Jedoch, die Kälte, sie trieb uns bald voran, glücklicherweise bergab, keine weitere Steigung in Sicht. In der Nähe des Weißensteins war ein Waldcafé in dessen Umgebung sich Einsatzkräfte des DRK sich zu einer Übung mit Hunde-Retter-Staffel trafen.

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Immer weiter ging es herunter und so langsam fasste der Gedanke an Essen, im warmen Restaurant sitzen in mir Fuß, doch zunächst mussten wir noch mal über die Autobahnbrücke, sowie über leicht vereiste Wege. Von einem Karrweg aus konnten wir etwas später mehrere Rehe im wilden Lauf sehen, bevor sie grazil über Baumstämme sprangen und aus unserem Blickwinkel entschwanden. Schon bald passierten wir die Teiche, die Saline, Dankeskirche im Kurpark von Bad Nauheim. Kurz darauf stärkten wir uns im Restaurant mit Pizza, Spaghetti, Tortellini u.a. und ließen den Tag ausklingen.

Vielen Dank Karl-Heinz und Dieter für die schöne winterliche C-Wanderung, die ihr vorbereitet und durchgeführt habt.

Bericht und Bilder von Rainer O.